Hauptsache wir sind auf Facebook – Social Media in Verlagen

Hauptsache wir sind auf Facebook – Social Media in Verlagen

Was haben Spiegel, Stern sowie die Zeit gemeinsam? Richtig! Alle sind sie auf der Plattform Facebook vertreten. Social Media hat die Medienwelt sowie das Marketing für Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Kaum ein Verlag möchte die Chance ungenutzt lassen, sich auf Facebook zu etablieren und durch Kampagnen sowie Posts noch mehr Aufmerksamkeit, vor allem die der jungen Nutzer, auf sich zu ziehen.

Welche Macht hat Facebook?

Die Zahlen der weltweit größten Social Media-Plattform, welche 2004 durch Mark Zuckerberg in Cambridge gegründet wurde, sind beachtlich. Social Media ist schon längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Knapp 28 Millionen Nutzer bewegen sich 2016 allein in Deutschland auf Facebook.  Die Zeit, die Rezipienten für soziale Netzwerke nutzen, übersteigt längst die, welche für den Besuch von Zeitungswebsites aufgewendet wird. Dieses geänderte Nutzerverhalten zwingt den Journalismus seine Rolle sowie sein Angebot zu überdenken und sollte Grund genug für Verlage sein, den Weg des Marketings über diesen Kanal zu beschreiten. Zeitungen haben damit die Chance, ihre Bedeutung innerhalb der Internet- und Nachrichtenrezeption zurückzugewinnen.

Die Vorteile, welche Facebook den Medienunternehmen bietet, sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Derzeit ist die Schaltung von redaktionellen Inhalten auf Social Media-Kanälen wie Facebook der in anderen Medienkanälen wie Zeitungen oder Fernsehen haushoch überlegen. Sie ist nicht nur kostengünstiger, sondern bietet den Verlagen weit mehr Vorteile. Redaktionen, welche die sozialen Netzwerke pflegen, agieren in keinem völlig neuen Betätigungsfeld. Im Gegenteil: Dialog gehört zum Wesen des Journalismus. Waren die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Journalisten und Rezipienten noch früher mit relativ hohen Hürden verbunden, ist heute durch soziale Netzwerke eine größere Nähe zum Nutzer möglich. Die Kehrseite der Medaille lässt sich allerdings in den sogenannten „Shitstorms“ finden. Negatives Feedback kann heutzutage zum Selbstläufer in den Netzwerken werden und den Ruf eines Unternehmens auf lange Sicht kaputt machen. Es gibt mittlerweile unzählige Beispiele, in denen sowohl Unternehmen als auch Personen des öffentlichen Lebens den anonymen Kommentaren der Nutzer zum Opfer gefallen sind und sich in der medialen Öffentlichkeit nie wieder erholt haben. Daher ist immer viel Fingerspitzengefühl und Professionalität bei der Bedienung von sozialen Netzwerken notwendig. Aus diesem Grund sollte kein Verlag der Auffassung sein, Social Media „mal eben nebenbei“ zu bewerkstelligen oder durch den Praktikanten zu managen.

Wo stehen die Verlage im Zeitalter von Facebook?

Generell kann eine redaktionelle Facebook-Seite nicht als Ersatz zu traditionellen Marketinginstrumenten innerhalb eines Verlages wahrgenommen werden. Sie sollte ein Baustein sein, um den Verlag zukunfts- und nutzerorientiert aufzustellen. Sie allein wird weder Klick- noch Verkaufszahlen dramatisch erhöhen oder den Unternehmenserfolg verbessern. Sie ist eine Maßnahme, welche sich im Rahmen eines Gesamtkonzeptes des Verlages integrieren und dabei zum Erfolg beitragen sollte. Derzeit haben die traditionellen Medienhäuser wie Süddeutsche, Stern oder die Zeit noch enorm Nachholbedarf, was Social Media angeht. Die Zahlen ihrer Facebookseiten rangieren ungefähr auf der gleichen Ebene wie Siemens oder Vapiano mit knapp 400.000 Likes, obwohl sie doch deutlich mehr zu erzählen haben. Es ist somit an der Zeit, dass Verlage ihre digitale Rolle im Zeitalter Facebook und Co. deutlich ernster nehmen.

Autor: David Barthelmann

Der Lerche-Veranstaltungsplaner für Januar

Der Lerche-Veranstaltungsplaner für Januar

Wir Lerchen wünschen euch viel Erfolg im neuen Jahr bei euren Vorsätzen und Zielen! Hoffentlich habt ihr euch schön erholt von den Weihnachtsstrapazen und seid frisch für die Veranstaltungen im Januar. Von PoetrySlam und Überraschungskino bis zum Theaterstück ist wieder alles dabei!

 

11.01.2017

Livelyrix Campus Slam

Das wurde aber auch Zeit! Leipzig hat einen Campus Slam. Endlich gibt es einen Grund, als Geisteswissenschaftler*in nach 13 Uhr noch in der Uni zu sein! Das Line-Up des PoetrySlams besteht aus den Besten der Besten aus Deutschland, Sachsen und Thüringen.

Monetos:           10€ VVK/12€ AK

Einlass:              18:00 Uhr, Beginn 18:30 Uhr

Spot:                   Audimax, Campus Augustusplatz, 04109 Leipzig

Web:                   http://www.livelyrix.de/veranstaltung/livelyrix-praesentiert-campus-slam/

 

15.01.2016

Lyrik, Kaffee, kurze Prosa

Einmal monatlich am Sonntagnachmittag präsentieren Vertreter der Ostleipziger Autorengruppe „WortArt“ um Helga Rahn gemeinsam mit wechselnden Gästen Lyrik und Prosa aus eigener Feder. Ein offener Nachmittag zum regen Austausch – zuhören, diskutieren, vielleicht auch eigene Texte vorstellen …

Monetos:           5€

Beginn:              15:30 Uhr

Spot:                   Laden auf Zeit, Kohlgartenstr. 51, 04315 Leipzig

Web:                  http://www.theaterpack.com/spielplan/lyrik_kaffee_kurze_prosa_3/th322_index_0.htm

 

03.12.2016 – 14.01.2017

Meerschmerz – MOŻE Współdzielne

In Halle 14, einem alten Industriebau, werden seit einigen Jahren Ausstellungen der besonderen Art präsentiert. Bis Mitte Januar ist noch die Medieninstallation „Meerschmerz“ zu bestaunen. Doch nicht nur staunen kann man, sondern auch philosophieren, denn es geht um die Erfahrung von Beklemmung und Unzufriedenheit mit der physischen Umwelt.

Spot:                     Halle 14, Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipziger Baumwollspinnerei,

 Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig

Web:                     http://www.halle14.org/aktuelle-ausstellungen.html

 

18.01.2017

Die Ilses Erika Kinobar

Am 18.01. öffnet zum ersten Mal die Ilses Erika Kinobar für euch und das auch noch kostenlos!
Während des noch nicht bekannt gegebenen Films könnt ihr entspannt eure Fritz-Cola schlürfen
und euch zurück lehnen.

 

Monetos:           keine, ist umsonst

Beginn:             20 Uhr

Spot:                  TANZCAFÉ ILSES ERIKA, Bernhard-Göring-Str.152, 04277 Leipzig

Web:                   http://www.ilseserika.de/termine-65/neu-die-ilses-erika-kinobar-neu.html

 

27.01.2017 – 28.01.2017

Der Herr der Diebe- Nach dem Roman von Cornelia Funke

Eine Gruppe Jugendlicher hat, dem Roman von Cornelia Funke nachempfunden, ein Theaterstück auf die Beine gestellt und führt diese im Werk 2 vor. Darum geht’s: Scipio, der Herr der Diebe, ist der geheimnisvolle Anführer einer Kinderbande in Venedig, die er mit dem Verkauf der Beute aus seinen Raubzügen über Wasser hält. Keiner kennt seine wirkliche Herkunft und die Schwierigkeiten, mit denen er kämpft. Auch nicht zwei Ausreißer, die auf der Flucht vor ihrer Tante und einem Detektiv Unterschlupf bei der Bande gefunden haben. Als Scipio von einem magischen Karussell erfährt, beginnt ein gefährliches Abenteuer.

Monetos:           VVK 9€/Ermäßigt 5€

Einlass:              18 Uhr, Beginn 18:30 Uhr

Spot:                   Halle D, WERK 2 – Kulturfabrik Leipzig e.V., Kochstr. 132, 04277 Leipzig

Web:                   http://www.werk-2.de/programm/2017-01-27_der_herr_der_diebe

 

29.01.2017

Franz Schubert – Winterreise

Wer Texte lieber gesungen serviert bekommen möchte, ist im Horns Erben genau richtig. Dort werden Ende Januar Franz Schuberts bekannte Lieder auf Texten von Wilhelm Müller zum Besten gegeben. Der inhaltliche Bogen spannt sich metaphorisch über die jammervolle Trostlosigkeit einer zerbrochenen Liebe, hin zur fatalen Erkenntnis der deprimierenden Kluft zwischen Ideal und Wirklichkeit. Ein bisschen Melancholie zur kalten Jahreszeit.

Monetos:           VVK 10€/AK 12€

Beginn:              18 Uhr, Ende 20 Uhr

Spot:                  Horns Erben, Arndtstraße 33, Leipzig, 04275

Web:                   http://www.horns-erben.de/veranstaltungen/

 

 

P.S.: Den kleinen weißen Hirsch auf dem Foto könnt ihr im Wildpark live sehen und mit der Hand füttern.

Autorin: Viktoria Gamagina

Frohe Weihnachten mit der Leipziger Lerche!

Frohe Weihnachten mit der Leipziger Lerche!

Markt und Straßen stehn verlassen,

Still erleuchtet jedes Haus,

Sinnend geh ich durch die Gassen,

Alles sieht so festlich aus.

 

An den Fenstern haben Frauen

Buntes Spielzeug fromm geschmückt

Tausend Kindlein stehn und schauen,

Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern

Bis hinaus ins freie Feld,

Hehres Glänzen, heilges Schauern!

Wie so weit und still die Welt!

 

Sterne hoch die Kreise schlingen,

Aus des Schnees Einsamkeit

Steigts wie wunderbares Singen –

Oh du gnadenreiche Zeit!

 Joseph von Eichendorff

 

 

 

Das Lerche-Team wünscht euch allen eine besinnliche Weihanchtszeit mit euren Familien, einen fleißigen Weihnachtsmann und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

Medien in der Vertrauenskrise: wirklich nur dumme Konsumenten?

Medien in der Vertrauenskrise: wirklich nur dumme Konsumenten?

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten setzt diesem Jahr einen bitteren Abschluss und stürzte die Medien einmal mehr in Selbstzweifel: Nach dem Präsidenten-Votum in Österreich, dem Brexit und mehreren deutschen Landtagswahlen hatten sie erneut den Ausgang einer bedeutenden politischen Weichenstellung grundlegend falsch eingeschätzt. Warum nur hörten die Leser und Zuschauer nicht mehr auf die durchaus begründeten Warnungen? Wieso entzieht sich das Handeln breiter Bevölkerungsschichten zunehmend jeder Rationalität?

Da es noch relativ neu ist, hat dieses Phänomen bisher kaum Aufmerksamkeit durch die Wissenschaft erfahren, und so gleicht die Suche nach den Gründen manchmal eher einem Ratespiel. Vor allem in den USA wird gern der Kampfbegriff „White Trash“ ins Feld geführt. Demzufolge sind viele Menschen einfach zu ungebildet und egoistisch, um eine Situation aus einer anderen Perspektive als ihrer eigenen zu bewerten. Ihnen fehlt die Fähigkeit für offenes und kritisches Denken, geleitet von Fakten und nicht von Gefühlen oder Doktrinen. Hierzulande etabliert sich für diese Entwicklung gerade der Begriff einer „postfaktischen Gesellschaft“, welcher eben erst zum Wort des Jahres gewählt wurde. Doch ist das nicht eine ziemliche Milchmädchenrechnung? Kulturpessimismus hin oder her, aber mehr oder weniger die Hälfte der Einwohner jedes größeren westlichen Landes als dumm und charakterschwach zu bezeichnen, sollte zumindest in eben jenen seriösen Medien nicht ohne handfeste Beweise in Form von Zahlen vorkommen. Auch wenn es vielleicht näher an der Realität sein mag als uns lieb ist. Selbst wenn, so wäre es zumindest ein Alarmsignal über den Zustand des Bildungssystems.

Nur die Schattenseite des Informationszeitalters?

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Rachel Botsman

Es fehlen, bei all dieser Hysterie, ein wenig die Gegenpositionen. Ideen, die das Geschehen aus einem komplett anderen Blickwinkel betrachten wollen. Im Sinne der journalistischen Vielfalt daher heute einmal ein etwas philosophischer Gedanke der britischen Publizistin Rachel Botsman, die an der Universität in Oxford einen Lehrstuhl in kollaborativer Ökonomie innehat. Sie sieht die derzeitige Entwicklung lediglich als Nachteil des 21. Jahrhunderts, als andere Seite der Medaille der Informationsfreiheit. Ihr zufolge gleiche Vertrauen einer Währung, die zwischen fremden Menschen gehandelt wird, um Bedürfnisse zu erfüllen. Die Merkmale dieser Währung ändern sich gerade, hauptsächlich dank des Internets. Früher konnte Vertrauen in erster Linie außerhalb des Bekanntenkreises nur von großen Institutionen bereitgestellt werden: Unternehmen, den Medien, der Politik. Nur diese verfügten über die Ressourcen, welche erforderlich waren um Vertrauen zu jedwedem Menschen aufzubauen und sicherzustellen (wie z.B. durch einen Kundendienst, Geld für Recherchen, Sicherheit mittels Polizei etc.). Durch das Internet ist es aber jedermann möglich, sehr preiswert Vertrauen in das Unbekannte zu kreieren, und Start-Ups wie BlaBlaCar sind mit diesem Geschäftsmodell groß geworden. Dadurch ändern sich aber auch die Charakteristika von Vertrauen, alles ist schnell verfügbar, nicht mehr von vorbestimmten Routinen abhängig und transparenter. Die negativen Begleiterscheinungen: Vertrauen lässt sich z.B. mit einer hübschen Website schnell erschleichen. Die Urheber sitzen immer anonym hinter einem weit entfernten Bildschirm, einen windigen Autohändler konnte man zumindest noch „live“ einschätzen.

Der neue Informations-Marktplatz: Für jeden alles

So wird Vertrauen chaotischer und unberechenbarer. Botsmans Theorie auf die Medien angewandt bedeutet, dass jeder im Internet jedwede Nachrichten und Meinungen publizieren kann, und jeder wird ein für ihn individuell passendes Informations-Angebot finden. Unabhängig von der Qualität eines Beitrages, irgendein anderer wird ihn lesen und glauben. Dadurch entsteht eine weitaus vielfältigere Palette an Weltbildern, deren Differenzen untereinander sehr fein abgestuft sind. Anders gesagt: wo es früher zwei oder drei wichtige Tageszeitungen gab, sind nun zusätzlich noch Webmagazine, Youtubekanäle und Newsblogs dazugekommen. Die Menschen mögen vielleicht weniger die Inhalte der etablierten Medien konsumieren, aber das ist nicht automatisch ein großangelegter Vertrauensverlust. Viel gefährlicher ist zurzeit, dass jene neuen Informationsräume hauptsächlich von sinisteren Marktschreiern eingenommen wurden, die vor allem durch ihre Lautstärke auffallen. Werden diese Plätze den Demagogen überlassen, ist es nur logisch, dass die Menschen sich an ihnen orientieren – einfach, weil es dort lange Zeit keine anderen Anbieter gab. Schließlich war selbst noch vor zehn Jahren das Internet für viele alteingesessene Zeitungen und TV-Sender ziemliches Neuland, als Youtuber schon Millionen erreichten. Wenn sich jene etablierten Medien dann als einzig verlässliche Quelle inszenieren und weiterhin eine unangefochtene Führungsrolle für sich beanspruchen, vergraulen sie erst Recht all jene, die auch außerhalb bekannter Gestade nach Informationen über das Tagesgeschehen suchen.

Wenn diese Schlussfolgerungen etwas provozierend wirken – nun, dann haben sie zumindest ihr Ziel erreicht. Es wird dringend notwendig, abseits gesellschaftlicher Untergangsprophezeiungen auch unkonventionellen Erklärungen Beachtung zu schenken. Diffuse finstere Kräfte anprangern ist natürlich bequemer. Aber wir brauchen eine vielfältige Diskussion, um auch im 21. Jahrhundert eine Medienlandschaft zu formen, die Gesellschaften stützt statt sie zu zerstören.

Autor: Niklas Gaube

Der Lerche-Veranstaltungsplaner für Dezember

Der Lerche-Veranstaltungsplaner für Dezember

Jingle Bells, Jingle Bells … für manche hat gerade die schönste Zeit im Jahr angefangen, für die anderen der tägliche Weihnachtswahnsinn. Wer den verstopften Weihnachtsmarkt in der Innenstadt lieber umgehen will, findet hier ein paar schöne Alternativen. Außerdem auch das ein oder andere, was mal nichts mit diesem Thema zu tun hat.

 

23.11.16 – 23.04.17

Duckomenta – Entenhausen in Leipzig

Wer kennt sie nicht? Die Charaktere der lustigen Taschenbücher halten Einzug in Leipzig. Es wird euch Geschichte mit einem kleinen Augenzwinkern „neu“ präsentiert. Mit vertreten sind auch große Namen wie Luther, Bach, Napoleon und Goethe, welche sich extra für euch in ein Federkleid geworfen haben.

Monetos: 5€ / 3,50€ ermäßigt

Beginn:    10.00 – 18.00 Uhr

Spot:        Haus Böttchergäßchen, Böttchergäßchen 3, 04109 Leipzig

Web:        http://www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de/site_deutsch/ausstellungen/2016_Duckomenta.php

 

24.11.16 – 28.05.2017

Gedanken Raum geben

Vom stressigen Alltag genug? Ein wenig die Geschwindigkeit der Welt entschleunigen und einen Moment lang innehalten? Dies könnt ihr bei der Ausstellung „Gedanken Raum geben“. Verschiedene Künstler haben sich beteiligt und mit haptischen, visuellen und audiovisuellen Darstellungen einen Raum des Innehaltens und der Meditation kreiert.

Monetos: 8€ / 5,50€ ermäßigt

Beginn:   10.00 – 18.00 Uhr

Spot:       Grassi Museum für angewandte Kunst, Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig

Web:       http://www.grassimuseum.de/ausstellungen/aktuell/gedanken-raum-geben.html

 

 

Weihnachtsmärkte in Leipzig

Es herrscht ein reges Treiben in der Vorweihnachtszeit auf dem Weihnachtsmarkt in der Leipziger Innenstadt, aber es gibt noch einige weitere und vor allem auch sehenswerte Weihnachtsmärkte im beschaulichen Leipzig. Ich habe sie einmal für euch zusammengetragen.

Name: Weihnachten am Kreuz

Monetos: Keine, ist gratis

Beginn:    09.12. – 18.12., 13.00 – 20.00 Uhr

Spot:        Werk 2, Kochstraße 132, 04277 Leipzig

Web:        http://www.werk-2.de/programm/maerkte

 

Name: The Market

Monetos: 1,50€ Kulturbeitrag

Beginn:    20.12. – 22.12., 12.00 – 22.00 Uhr

Spot:        Täubchenthal, Wachsmuthstraße 1, 04229 Leipzig

Web:        http://themarket-leipzig.de/

 

Name: Weihnachtsvillage

Monetos: Keine, ist gratis

Beginn:    01.12. – 30.12., 10.00 – 18.00 Uhr

Spot:        Kunstkraftwerk, Saalfelder Str. 8, 04179 Leipzig

Web:        http://www.kunstkraftwerk-leipzig.com/de/events-kultur/2016weihnachstvillage.html

 

15.12.16

Neunmal werden wir noch wach…

Wie sieht euer Weihnachtstraum aus, oder euer Traum vom Weihnachtsfest? So wie einst Hoffmann von Fallersleben es in seinem Werk „Der Traum“ machte, versuchen es Autoren und Autorinnen des Verbandes deutscher Schriftsteller ebenso. Sie wollen euch mit ihren Texten in eine Welt der spirituellen Suche entführen und erinnern sich ihres Weihnachtstraumes.

Monetos: Keine, ist gratis

Beginn:    19.30 Uhr

Spot:        Literaturcafé Leipzig, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Web:        http://www.haus-des-buches-leipzig.de/detail.php?type=v&id=1495

 

19.12.16

Weihnachtslesung: Die Giga-Super-Monster-Waldmoos-Lavendel-Zimtapfel-Räucherkerze

Falls noch nicht alle unter euch in die Heimat verschwunden sind, könnt ihr euch noch eine kleine Portion Weihnachtsstimmung bei einer Weihnachtslesung abholen. Genehmigt euch dazu ein Heißgetränk eurer Wahl und bringt euch in die richtige Stimmung für die kommende Woche.

Monetos: 6€

Beginn:    20 Uhr

Spot:        Moritzbastei, Universitätsstraße 9, 04109 Leipzig

Web:        http://www.moritzbastei.de/de/event/literaturtheater/1219-uwe-stoess

 

20.12.16

FuckUp Nights Leipzig Vol. XIX

Try again, fail again, fail better. So oder so ähnlich würde es Samuel Beckett wohl auch sagen, wenn er diese Veranstaltung einläuten müsste. Für alle unter euch, die einmal etwas Eigenes auf die Beine stellen wollen, ist dieser „fail“ wohl etwas Gutes. Es werden Geschichten über das Scheitern von Unternehmern auf unterhaltsame Art und Weise vorgetragen. Sie versuchen euch damit die Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser zu nehmen.

Monetos: 5,95€ (VVK)

Beginn:    20 Uhr

Spot:        Werk 2, Kochstraße 132, 04277 Leipzig

Web:        http://www.werk-2.de/programm/2016-12-20_fuckup_nights_leipzig_vol_xix

 

Autor: Michael Kroschwald

DIY – zwei individuelle Kaffeebecher

DIY – zwei individuelle Kaffeebecher

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und die Temperaturen fallen – das ideale Wetter, um sich mit einem schönen Buch (oder ganz vielen) und einer leckeren Tasse Tee/ Kaffee unter die Decke zu kuscheln. Und damit eure Tasse auch richtig was her macht, habe ich hier zwei schnelle Do-it-Yourself-Ideen für euch.

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© Maxi Pfeil

Die Tasse mit dem Nagellack

Für die erste Tasse braucht ihr – neben der weißen Tasse – einfach nur Nagellack in verschiedenen Farben und eine Plastikschüssel.

In die Schüssel gebt ihr zuerst kaltes Wasser. Der Wasserstand sollte hoch genug sein, damit ihr eine Seite der Tasse gut eintauchen könnt. Dann schüttet ihr den Nagellack in Kreisen in das Wasser. Achtet dabei darauf, dass ihr nicht zu viel Nagellack benutzt, denn dann wird das ganze nicht wirklich schön.

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© Maxi Pfeil

Wenn ihr den Lack verteilt habt, wartet am besten noch ein bis zwei Minuten, damit er sich im Wasser noch etwas verteilen kann.

Dann taucht ihr die Tasse ein und stellt sie zum Trocknen auf Küchenpapier (mit einer Unterlage, die auch dreckig werden kann) Hier seht ihr dann auch gleich, ob ihr zu viel Nagellack verwendet habt, denn dann läuft er herunter und das Muster verwischt (wegen Schwerkraft und so…).

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© Maxi Pfeil

Sollte das ganze nicht so aussehen, wie ihr euch das vorstellt, könnt ihr den Nagellack ganz simpel mit Nagellackentferner entfernen und es noch einmal versuchen.

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© Maxi Pfeil

Die getupfte Tasse

Für die zweite Tasse braucht ihr – natürlich eine Tasse – und dazu einen Schwamm, Porzellanfarbe und haftende Buchstaben, die bekommt ihr in jedem gut ausgestatteten Bastelladen.

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© Maxi Pfeil

Als erstes klebt ihr die Buchstaben auf die Tasse. Ich habe das Wort Meins daraus gebildet. Als nächstes tupft ihr mit dem Schwamm bunte Punkte auf die Tasse – auch über die Buchstaben.

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© Maxi Pfeil

Wenn die Farbe trocken ist, könnt ihr die Buchstaben vorsichtig abziehen und euer Wort erscheint weiß zwischen den bunten Tupfen.

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© Maxi Pfeil

Und das war’s schon. So schnell habt ihr euch zwei hübsche, individuelle Tassen gestaltet, die ihr natürlich auch gerne variieren könnt, wenn ihr zum Beispiel lieber eine Blume oder eine bestimmte Form bei der getupften Tasse haben wollt.

 

Autorin: Maxi Pfeil

Print-it-yourself: Mit Wassertransferdruck Wow-Effekte erzeugen

Print-it-yourself: Mit Wassertransferdruck Wow-Effekte erzeugen

Schon klar, nicht jeder von uns ist ein Naturtalent in Sachen Handwerkern. Doch bei jedem Projekt lernen wir etwas Neues dazu und können uns danach ganz besonderer Fertigkeiten erfreuen. Beim Wassertransferdruck ist es ähnlich. Hier werden einfachste Lackierskills von euch gefordert. Wer aber in seiner Jugend schon mal die eine oder andere Hauswand getaggt hat, der sollte diese Aufgabe mit links lösen können.

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© www.3ders.org

Für alle anderen, keine Sorge, es ist einfacher als auf den ersten Blick den Anschein erwecken mag. Die erforderlichen Handgriffe solltet ihr jedoch spätestens beim zweiten/dritten Werkstück verinnerlicht haben und so könnt ihr schon bald „Drucken“ wie ein richtiger Erbe Gutenbergs. Zumal es auch eine gute Einnahmequelle wäre, wenn ihr ein paar eurer Meisterwerke zu Kauf anbietet. Gerade für diejenigen unter euch eine Option, die nicht so üppig von der Bafögfee beschenkt werden, aber auch für Leute, die zum Weihnachtsfest lieber mit etwas selbst gemachtem punkten wollen.

Was ist Wassertransferdruck?

Wassertransferdruck oder auch Hydrografie genannt, ist eine Methode, um ein dreidimensionales Objekt zu verzieren. Es ermöglicht euch ein Werkstück mit einem Dekor zu überziehen, und das mit einem Detailreichtum, der seines Gleichen sucht. Fotos von Freunden und Familie auf einem Smartphonecase sind genauso möglich, wie auch Camouflage- oder Holzmuster auf einem Motorradhelm. So gut wie alles ist denkbar. Aber das Beste daran ist, die Farben blassen nicht aus, da sie im letzten Arbeitsgang noch mit mehreren Schichten Klarlack überzogen werden. Dies bringt nicht nur einen schönen Glanz, sondern macht es auch noch Kratz-, Stoß- und Wasserfest.

Wie funktioniert Wassertransferdruck?

Watch out! Wikipedia is incoming.

„Ein Dekor wird auf einen speziell wasserlöslichen Polyvinylalkohol-Film gedruckt. Sofern erforderlich werden die zu beschichtenden Teile grundiert und/oder mit einem Grundfarbton überzogen. Der Druckfilm wird auf der Wasseroberfläche des Tauchbeckens ausgelegt und mit einem Aktivator besprüht. Die Trägersubstanz löst sich auf und gibt das vorher aufgedruckte Dekor in flüssiger Form an die Wasseroberfläche ab. Es bleibt dabei in seiner Form erhalten. Die zu beschichtenden Teile werden durch die Schwimmende Farbschicht in das Wasserbad getaucht. Durch den Druck des Wassers wird der Dekorfilm gleichmäßig an die Teile gepresst.“

Immer noch keine Vorstellung was Wassertransferdruck wirklich kann? Dann checkt mal diesen Video-Clip aus!

Welche Materialien eignen sich für Wassertransferdruck?

So gut wie alle! Den Anwendungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt, da man sein Objekt durch das vorangegangene Grundieren sowieso schon versiegelt hat. Es ist so also theoretisch möglich selbst Objekte aus Pappe zu bedrucken. Dabei gilt die Faustregel: Kannst du es grundieren und lackieren, so kannst du es auch mit einem Dekor probieren. Bei Teilen, die später in Kontakt mit Wärmequellen kommen, solltet ihr darauf achten, einen dementsprechenden resistenten Lack einzukaufen. Generell müsst ihr aber darauf verzichten, Gegenstände zu lackieren mit denen ihr später Nahrungsmittel zu euch nehmt. Die Außenseiten von beispielsweise einer Kaffeetasse sind jedoch unbedenklich.

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© i.imgur.com

 

Das braucht ihr zum selber machen

  • Cutter-Messer
  • Latexhandschuhe
  • Klebestreifen
  • Klarlack
  • Silikonentferner
  • Grundierung (je nach dem welches Material ihr bedrucken wollt)
  • Dippdaktivator
  • Dekor / Transferdruckfolie
  • große Schüssel / Badewanne
  • feines Schleifpapier
  • Atemschutzmaske

Alle Sachen, die ihr benötigt, sind in der Regel in einem gut sortierten Baumarkt zu erhalten. Die Transferdruckfolie jedoch werdet ihr wahrscheinlich nicht im Baumarkt bekommen, hierfür solltet ihr mal in einem Bastelladen oder bei Amazon vorbeischauen. Ihr könnt aber auch wahlweise auf Startersets einschlägiger Hersteller zurückgreifen. Die Kosten für solche Sets belaufen sich um die 60-80€, wenn ihr euch aber alles einzeln organisiert, kommt ihr wesentlich günstiger davon.

 

Und so geht’s

 

Schritt 1

Schleift euer Objekt gründlich mit dem Schleifpapier ab und reinigt es danach mit einem Tuch und dem Silikonentferner. Tragt nun die Grundierung gleichmäßig auf. Achtet dabei darauf die Spraydose in einem Abstand von 30 cm über euer Stück zu halten. Lasst es danach für mindestens 24 Stunden trocken.

Schritt 2

Schneidet euch die Folie zurecht. Sie sollte ungefähr doppelt so breit wie euer Objekt sein. Begrenzt anschließend die Ränder mit einem Rahmen aus Klebestreifen. Füllt das Gefäß mit 30 Grad warmen Wasser und legt die Folie vorsichtig auf die Wasseroberfläche. Dabei ist es wichtig, dass sich keine Lufteinschlüsse unter Folie bilden und euer Gefäß tief genug ist, um das Objekt weit genug eintauchen zu können. Sprüht das Aktivatorspray gleichmäßig auf die Folie. Sie sollte sich innerhalb weniger Sekunden auflösen. Taucht das Werkstück jetzt in einem Winkel von 45 Grad langsam aber gleichmäßig in das Wasser. Verwirbelt nun die Wasseroberfläche, währenddessen sich euer Werkstück noch unter Wasser befindet. Spült es anschließend unter einem laufenden Wasserhahn behutsam ab. Lasst es dann etwa für ein bis zwei Stunden trocknen.

 

Schritt 3

Tragt danach den Klarlack ebenfalls in einem Abstand von 30 cm auf das Objekt auf. Ihr solltet mindestens zwei Schichten Lack auftragen, wenn ihr es aber noch Glänzender haben wollt, dann könnt ihr gerne auch drei bis vier Schichten auftragen. Zwischen jeder Lackschicht solltet ihr es aber unbedingt 30 Minuten antrocknen lassen. Wenn ihr die letzte Schicht aufgetragen habt, dann muss es nur noch einen Tag durchtrocknen.

Voila, und schon habt ihr euer ganz individuell bedrucktes Kunstwerk.

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© hydrofxprinting.com

Besondere Sicherheitsanweisungen

Bei sämtlichen Lackierschritten solltet ihr darauf achten, eine Atemschutzmaske zu tragen und die Räumlichkeiten währenddessen und danach gut zu lüften. Wahlweise könnt ihr auch auf dem Balkon lackieren. Ebenso müsst ihr auch immer Handschuhe beim Arbeiten tragen, denn die Lacke reizen nicht nur die Atemwege, sondern sind auch nicht besonders freundlich zu eurer Haut.

 

Worauf wartet ihr noch? Get your stuff colored!

 

Autor: Ronny Wenzel

Hotaru no Haka: Die letzten Glühwürmchen

Hotaru no Haka: Die letzten Glühwürmchen

Es gibt Kunstwerke, welche für einen den Blick auf die Dinge verändern. „Die letzten Glühwürmchen“, so heißt der deutsche Titel des 1988 erschienenen Animes „Hotaru no Haka“ aus dem japanischen Filmstudio Ghibli. Er ist eines dieser Kunstwerke aus der Filmbranche, welcher meinen Blick auf das Kino, speziell auf das Genre Zeichentrick, entscheidend verändert hat.

Der Film basiert auf der 1967 veröffentlichten Kurzgeschichte „Das Grab der Leuchtkäfer“ des japanischen Schriftstellers Akiyuki Nosaka, dessen Schwester im Zweiten Weltkrieg verhungerte. Im Film ziehen sich zwei Waisenkinder, kurz vor der Kapitulation der kaiserlichen Armee, in eine Höhle an der japanischen Küste zurück.

Während die kleine Schwester Setsuko mit dem Hungertod kämpft, versucht ihr älterer Bruder Seita auf Streifzügen durch das zerstörte Land Nahrung zu besorgen. In den einsamen Nächten liegt der einzige Trost der beiden Geschwister in den Scharen von Glühwürmchen, bis der tragische Hungertod der kleinen Schwester alles zerreißt.

„Die letzten Glühwürmchen“ ist ein Antikriegsfilm, welcher es schafft einen durch leise, verzweifelte Töne mitzunehmen. Wie kein anderes Werk des Genres hinterlässt er ein Gefühl von Hilflosigkeit, ohnmächtiger Wut und Trauer.

Ganz und gar kein Kinderfilm

Mit seiner enormen Ernsthaftigkeit, der alles Kindliche des Genres zerschlagen hinter sich lässt, ist der Film nicht für Kinder zu empfehlen, obwohl dieser ab sechs Jahren freigegeben ist. Ganz im Gegenteil! Er ist einer der erschütterndsten Zeichentrickfilme. Daher empfiehlt das Lexikon des internationalen Films diesen Streifen nicht an Zuschauer unter 16 Jahren. „Die letzten Glühwürmchen“sticht nicht nur innerhalb der Werke des legendären Studios Ghibli hervor, sondern war Wegweisend für das gesamte Anime-Genre und ist für jeden Filmliebhaber ein Muss.

Wer von diesem Film begeistert ist, kann sich ebenfalls eine weiterführende Variante aus dem Jahre 2005 anschauen, welche die Geschichte des Geschwisterpaares aus dem Blickwinkel der Tante zeigt. Der Spielfilm zeigt die Geschichte mit realen Schauspielern und wirft damit nochmal ein anderes Licht auf die mitreißende Story.

Einen Wehrmutstropfen gab es für Fans des legendären Filmstudios Ghibli im Juni des Jahres 2014, als der oscarprämierte Regisseur Hayao Miyazaki seinen Ruhestand bekannt gab. Es bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass das Filmstudio nicht gänzlich seine Produktion einstellt.

 

Autor: David Barthelmann

Veranstaltungsplaner für November

Veranstaltungsplaner für November

Für alle, die trotz Regen und Kälte immer noch Tatendrang verspüren und sich nicht unter der Bettdecke verkriechen, hält der November ein paar schöne Veranstaltungen im Raum Leipzig bereit. Diesmal gibt es viel zum entdecken, mitmachen und Zuhören.

 

31.10.2016 – 06.11.2016

DOK – Filmfestival

Gleich Anfang November bietet das DOK Leipzig ein tolles Programm. Über 100 Filme feiern ihre Premiere. Gezeigt werden vor allem Dokumentar- und Animationsfilme, jenseits des Mainstreams. Hohe künstlerische Qualität, kritischer Blick, feine Beobachtung und historische Spurensuche machen die Vielfalt und den Charakter des Leipziger Festivals aus. Hinschauen lohnt sich!

Monetos: unterschiedlich, je nach Programm

Spot:        an unterschiedlichen Orten in Leipzig, je nach Programm

Web:        www.dok-leipzig.de

 

6.11.2016

„Über die Schwierigkeit Objekte zu bilden“ – Lesung

Im Rahmen einer Lesung aus der neu erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift „outside the box“ widmen sich drei Redakteurinnen neuen und alten Texten zu weiblicher Sexualität und der Schwierigkeit, Objekte zu bilden. Outside the box ist eine Leipziger Zeitschrift, die sich einer umfassenden Gesellschaftskritik mit feministischem Fokus verschrieben hat.

Monetos: keine, ist umsonst

Beginn:    15 Uhr

Spot:         Bibliothek MONAliesa, Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Straße 152

Web:         https://monaliesa.wordpress.com/

 

 

9.11.2016

Abendführung in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig

Zu später Stunde kann man sich in dem Museum der Nationalbibliothek herumführen lassen und sich gleichzeitig über die letzten 5000 Jahre Medienwandel informieren. Die Ausstellung erzählt von drei großen Medieninnovationen: von der Entstehung der Schrift, von der Erfindung des Buchdrucks und von digitalen Netzwelten. Motto ist „Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode“.

Monetos: 6,00€ und 3,00€ ermäßigt

Beginn: 19 Uhr ; Ende: 20 Uhr

Spot:     Museumsfoyer, Deutsches Buch- und Schriftmuseum der DNB, Deutscher Platz 1

Web:     http://www.dnb.de/DE/DBSM/Veranstaltung/abendfuehrung20161109.html

 

11.11.2016

Reinzeichnung in InDesign – Schön gestaltet und was dann?

In Kooperation mit der Typographischen Gesellschaft München bietet das Museum für Druckkunst ein Seminar an, für alle die schon immer mal wissen wollten, wie es weiter geht nach der eigentlichen Gestaltung am PC bei Printprodukten. In diesem Seminar lernt man die verschiedenen Arten von Buch- und Magazincovern, Bindearten, Farbmanagement, Veredelung und vieles mehr. Anmelden kann man sich über www.tgm-online.de .

Monetos: 210,00€

Beginn:     10 Uhr; Ende: 17 Uhr

Spot:          Museum für Druckkunst Leipzig, Nonnenstraße 38

Web:          http://www.druckkunst-museum.de/Kalenderdetail/events/tgm-seminar-reinzeichnung-in-indesign-schoen-gestaltet-und-was-dann.html

14.10.-14.12.2016

Bücher und Zeitschriften 2: Seltsame Bücher [Weird Books]

Wer sich in die Ausstellung „Weird Books“ begibt, findet dort ein Sammelsurium aus seltsam, sonderbar, eigenartig, fremd oder komisch erscheinenden Büchern, welche sich definitiv abheben von dem Rest der Millionen Druckwerke, die es gibt. Zusammengestellt wurden diese von der Klasse für Typografie der HGB Leipzig.

Monetos: keine, ist umsonst

Spot:         1. OG, Umgang Lichthof, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Wächterstr. 11

Web:         http://prinz.de/leipzig/events/575549-buecher-und-zeitschriften-2-seltsame-buecher-

 

21.11.2016

Welttag des Fernsehens

Das Internet bietet mittlerweile bei weitem mehr Verbreitungsmöglichkeiten für Bild und tritt mit dem Fernseher in Konkurrenz. Bevor es zu spät ist, lasst uns alle an den guten, alten, viereckigen Kasten feiern im Rahmen des Weltfernsehtags.

Wie wäre es heute mit einer gemütlichen Fernsehserie nach den ganzen Unternehmungen der letzten Wochen?

Monetos: keine, ist umsonst

Beginn:    von früh bis abends

Spot:        deine Wohnzimmercouch

Web:        http://www.un.org/en/events/televisionday/

 

26.11.2016

Do it yourself: Adventliches Origami

Pünktlich zum Monatsende kann man schon mal anfangen sich über Weihnachten Gedanken zu machen. Ob einfach zum Spaß für sich selber oder für die Liebsten kann man sich unter Anleitung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Nationalbibliothek ein schönes Origami basteln.

Monetos: keine, ist umsonst

Beginn:    15 Uhr; Ende: 16.30 Uhr

Spot:        Deutsches Buch- und Schriftmuseum der DNB, Deutscher Platz 1

Web:        http://www.dnb.de/DE/DBSM/Veranstaltung/doityourself20161126.html

 

Autorin: Viktoria Gamagina

 

 

 

Menschen & mehr – In internationalem Auftrag auf der Buchmesse

Menschen & mehr – In internationalem Auftrag auf der Buchmesse

Flandern und die Niederlande waren dieses Jahr Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Die HTWK veranstaltete in Kooperation mit der HdM Stuttgart und dem Nederlands Letterenfonds ein internationales Austauschprojekt für Studenten. Neben vielen tollen Gesprächen und neuen Gesichtern gab es natürlich auch die neuesten Trends der Buchbranche zu sehen.

foto souvenirs
Souvenirs von der Frankfurter Buchmesse

 ICE nach Frankfurt, drei Stunden Fahrt. Es ist Buchmesse, und allein durch mein Transportmittel fühle ich mich schon vor wie ein professioneller Verlagsmensch, mit vollgepacktem Terminkalender und tausend Erwartungen im Kopf. Übernächtigt von der ComicCon am Wochenende direkt ins nächste literarische Großereignis gestolpert, bin ich dieses Jahr Teilnehmer an einem Kooperationsprojekt verschiedener Hochschulen aus Deutschland, Flandern und den Niederlanden. Wie sich schon bald herausstellt, auch das Küken unserer Gruppe. Um mich herum ein gutes Dutzend Master-Studenten mit bevorstehendem Einstieg ins Berufsleben und exzellenten Branchenkontakten. Als kleiner Bachelor im dritten Semester fühlt man sich da etwas verloren – zum Glück völlig unbegründet. Ein feucht-fröhlicher Abend im „Fichtenkränzi“ beseitigt schnell alle Barrieren, Englisch ist die Sprache der Wahl und schon bald tauschen wir uns über linguistische Absurditäten, die Vorzüge hessischer Käsespätzle und Lazar Popovic, die Fahrstuhllegende der Buchmesse, aus.

Ein bunter Strauß Messegeschichten

Das ist der Vorteil der Buchbranche: Es gibt immer ein Einstiegsthema ins Gespräch, die Menschen sind freundlich und gute Geschichten schätzen sie alle. Dessen hübsche Verpackungen beschäftigen uns am nächsten Tag. Gruppenarbeit ist angesagt und unser Team soll das schönste Cover der Buchmesse ausfindig machen. Das ist gar nicht so leicht bei all den Versuchungen, die sonst so auf den Messebesucher warten. Eine virtuelle Operndiva, kleine Johannes Gutenbergs aus dem 3D-Drucker und unzählige lebensspendende Kaffeequellen locken am Wegesrand. Schlussendlich gelangen wir aber doch an einen niederländischen Stand mit einer beeindruckenden Auswahl für besonders schön befundener Bücher. Der visuelle Trend ist offensichtlich: Auch die Buchproduktion schließt sich der Retro-Mode an und erinnert an jene glorreichen Tage, als das Papier braun-gelblich roch und Karl-May-Ausgaben noch lukrativ waren.

 

foto ktb
Fundstück Nr.1: Sieht aus wie Opas Kriegserinnerungen, ist aber ein Sachbuch
Foto Via Romana
Fundstück Nr.2: Sehr „römisch“ gestaltetes Büchlein über das antike Wegenetz der ewigen Stadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inside Buchbranche

Doch auch das Kontakteknüpfen sollte nicht zu kurz kommen, schließlich waren wir ja hauptsächlich dafür hergekommen. Zunächst wühlten wir zusammen mit Lektoren, Lizenzhändlern und Agenten in den Innereien der Branche. Selbst offenherzige Fragen hielten sie nicht davon ab, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Noch mehr netzwerken konnten wir dann bei unseren Einzelgesprächen, bei mir in diesem Fall das Bloggertreffen des Schweizer Verlegerverbandes, zu dem ich als Begleitung der Verlegerin Sabine Dörlemann eingeladen war. Hier konnte man den ganzen Smalltalk über Bord werfen und ganz ungezwungen geschäftlich plaudern. Fast schon rituell der Austausch der Visitenkarten – für mich auch eine perfekte Gelegenheit, die internationale Öffentlichkeit zu überfallen und dem Blog unserer „Lerche“ zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen.

Dankjewel!

Zu guter Letzt ließen wir die Tage mit einem verlegertypischen Sektempfang ausklingen. Für mich blieb eine äußerst interessante Erkenntnis: Diese ganzen geschäftsmäßigen Gespräche, das termingetriebene Herumhetzen, dealen und Menschen kennenlernen – es bereitete mir einen diebischen Spaß, weitaus mehr als ich selbst gedacht hätte. In punkto beruflicher Orientierung hat sich das Austauschprojekt also auf jeden Fall gelohnt. Viele kurzfristig angekündigte Aufgaben und Blog-Schreib-Aufträge knabberten den zeitlichen Rahmen fürs selbstständige Kontakte knüpfen aber arg an. Wird das abgestellt oder die Gesamtzeit des Projekts verlängert, sollte einer erfolgreichen Neuauflage 2017 mit dem nächsten Ehrengast Frankreich aber nichts im Wege stehen. An dieser Stelle auch noch einmal ein großes Dankeschön an die Professoren, die alles organisiert haben. Vor allem aber an unsere Mit-Teilnehmer. Es war eine fantastische Zeit mit euch – bis hoffentlich irgendwann wieder.

Autor: Niklas Gaube