HTWK auf dem Bachfest: Interview mit Theresa Möckel

HTWK auf dem Bachfest: Interview mit Theresa Möckel

Auch in diesem Jahr findet vom 09. bis 18. Juni 2017 wieder das Bachfest in und um Leipzig statt. Die Besucher reisen aus der ganzen Welt an, um zehn Tage lang Konzerte und Veranstaltungen zu besuchen. Was viele nicht wissen – auch die HTWK Leipzig ist am Bachfest beteiltigt!

Die Beteiligung der HTWK am Bachfest betrifft vor allem unseren studentischen Fernsehsender floid und die Studierenden der technischen Medienstudiengänge. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, beim „Bach Open Air“, dem Teil des Bachfests auf dem Marktplatz, die Übertragung der Konzerte mit vier Kameras auf die Leinwände am Bühnenrand zu übernehmen. Meine Kommilitonin Julia und ich sind in diesem Jahr für die Pressemitteilung und den Nachbericht der Beteiligung der HTWK Leipzig am Bachfest zuständig und fanden das alles so spannend, dass wir für euch ein Interview mit Theresa Möckel geführt haben. Sie studiert im 6. Semester Medientechnik im Bachelor und wir haben sie für alle Blogleser der Lerche mit Fragen gelöchert!

 

Wie empfindest du das Bach Open Air (ehemals BACHmosphäre) als Veranstaltung?

Ich empfinde das Bachfest als kleine „Auftakt“-Veranstaltung für die vielen schönen Open Air Events, die Leipzig zu bieten hat. Durch meine Mitarbeit beim Programm auf der Bühne am Markt habe ich leider bis jetzt noch nicht alle Facetten des Bachfests bzw. andere Veranstaltungen außer der auf der Marktbühne, miterleben können. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

 

Wie bist du dazu gekommen, beim Bachfest das Team zu unterstützen?

Ich bin seit dem ersten Semester bei floid, dem Fernsehen der HTWK, tätig. Und im Zuge der Kooperation zwischen HTWK und Bacharchiv (den Veranstaltern des Bach Open Air) haben wir die Möglichkeit praktische Erfahrungen im Bereich der Live-Videoproduktion auf dem Bachfest zu sammeln. Das heißt, alles, was man als Besucher auf der großen Leinwand neben der Bühne sieht, stammt von uns. Man kann sich aussuchen, ob man sich als Kameramann/-frau, Regisseur oder Bildmischer ausprobieren möchte.

 

pic Bachfest floid 3
© Leipziger Lerche/Lina Al Ghori

 

Wie oft hast du mitgearbeitet? Was hat dich dazu motiviert, neben der Uni auch noch beim Bachfest mitzuwirken?

Ich konnte schon zwei Mal beim Bachfest mitarbeiten. Am spannendsten ist dabei für mich die Herausforderung der Live-Situation. Wenn ein Orchester oder ein Musiker auf der Bühne performt, gibt es keine Möglichkeit zu sagen „Oh, da hatten wir einen Kamerawackler, das machen wir nochmal.“ Deshalb gibt es für jedes Konzert und jede Veranstaltung, die wir begleiten auch eine Probe, damit wir schon mal wissen, wie das Ganze läuft und wann wir wo mit der Kamera sein müssen. Neben dieser Herausforderung motiviert aber auch die Möglichkeit, praktische Erfahrungen sammeln zu können. Ohne floid, und das Angebot beim Bachfest mitzuarbeiten, hätte ich so etwas wahrscheinlich nie gemacht. Und die Teamarbeit und der damit verbundene Spaß gibt es dann als Extra noch obendrauf!

 

Was war deine Aufgabe?

Im ersten Jahr konnte ich mich als Schulterkamera und Kabelhilfe ausprobieren und letztes Jahr als Bildmischer.

 

 

Gab es ein Highlight auf das du gerne zurückblickst?

Die Konzerte und Veranstaltungen sind immer sehr vielseitig und unterschiedlich. Ein herausstechendes Event gibt es daher für mich nicht. Da das Bachfest ja „nur“ an einem Wochenende, einmal pro Jahr stattfindet, würde ich es an sich als Highlight bezeichnen. Also ich würde sagen: ein Highlight des Sommersemesters ist für mich die Mitarbeit beim Bachfest.

 

Ist schon mal etwas schiefgegangen oder gab es ein lustiges Ereignis?

Ich kann mich an einen Regenschauer erinnern, ich glaube das war vor zwei Jahren, der so heftig ausfiel, dass manche aus unserem Team in den nahegelegenen Citytunnel unter dem Markt flüchten mussten. Und letztes Jahr kam ein Typ mit Flöte während der Probe des Organisten, der am Abend auftreten sollte, und hat einfach zur Orgelmusik Flöte gespielt. Jedes Bachfest hält ein paar witzige und verrückte Situationen bereit.

 

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© Leipziger Lerche/Lina Al Ghori

 

Mit welchen Schwierigkeiten habt ihr jedes Jahr zu kämpfen?

Spontan würde ich da noch einmal den Regen nennen. Dagegen können wir nichts machen, aber die letzten Jahre haben uns Wolkenbrüche öfters einen Strich durch die Planung gemacht. Aber der Regen ist auch eine gute Übung für schnelle Reaktionsfähigkeit und das Know-How, Technik regensicher einzupacken. Zu viel Sonne kann für die Kameraleute vor der Bühne allerdings auch unangenehm werden. Eineinhalb Stunden in der prallen Sonne, da helfen nur Cap und Sonnencreme.

 

Bist du in diesem Jahr wieder dabei oder unterstützt du das Team im Hintergrund?

Ich bin dieses Jahr wieder mit dabei. Zurzeit ist die Aufgabenverteilung noch nicht ganz festgelegt, aber ich habe mich für die Schulterkamera „beworben“.

 

Was hast du für dich aus der Mitarbeit mitgenommen?

Sehr viel. Die Mitarbeit beim Bachfest deckt eine ziemlich große Bandbreite an Wissen ab, dass man sich durch die praktische Anwendung auch besser merken kann. Welches Kabel ist für welches Signal, wie setze ich die Musiker gut ins Bild, Kamera-Einstellungsgrößen, Regie-Anweisungen – nach so einem Bachfest-Wochenende weiß man viel mehr. Und zwar sowohl technischer als auch inhaltlicher Natur. Und ich finde, dass auch die Zusammenarbeit im Team gestärkt wird, denn so ein ganzes Wochenende und solche extremen Live-Herausforderungen schweißen zusammen.

 

Liebe Theresa, vielen Dank für das Interview!

 

Und, findet ihr das auch so spannend wie wir? Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr auf den Moment, wenn es am Freitag das erste Mal am Rand der Bühne „Kamera läuft!“ heißt, und die Bilder der Konzerte auf dem Markt für die vielen Zuschauer zu sehen sind.

Das Interview führte Lina AL Ghori.

Der Lerche-Veranstaltungskalender für Juni

Der Lerche-Veranstaltungskalender für Juni

Feste, nichts als Feste – also schärft eure Sinne und haltet die Augen und Ohren offen. Denn im Monat Juni werdet ihr sie definitiv brauchen. Es erwartet euch kunterbunter Mix aus kulturellem Angebot.

 

02.06.2017 – 04.06.2017

Stadtfest Leipzig

Den Festmonat Juni eröffnet das Stadtfest Leipzig und es hat für euch einen prall gefüllten Event Kalender in petto. Verteilt auf vier Locations könnt ihr euch auf ein breites Angebot an Events zu Musik, Tanz, Sport und Perfomance freuen und euch begeistern lassen.

 

Monetos:         keines, ist gratis

Location:        Augustusplatz, Leuschnerplatz, Markt und Nikolaikirchhof

Web:               https://www.leipzigerstadtfest.de/

 

02.06.2016

Die Lust am Unheimlichen

Wer von euch hat sich schon Nacht um die Ohren geschlagen aus Angst vor dem Sandmann von E.T.A. Hoffmann gegruselt oder konnte das Licht in der gesamten Wohnung nicht ausmachen? Dann solltet ihr wahrscheinlich nur mit großem Scheinwerfern im Haus des Buches vorbeischauen. Anlässlich des 25. Wave-Gotik-Treffens erwartet euch nämlich ein Streifzug durch die unheimlichen Ecken der Literatur mit anschließender Vorführung von „The Innocent“ (1961). Traut ihr euch?

 

Monetos:         keine, ist gratis

Beginn:           18:30 Uhr

Location:         Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Web:               http://www.haus-des-buches-leipzig.de/detail.php?type=v&id=1568

 

07. – 08.06. 2017

Campusfest Leipzig

Auch die Universität feiert diesen Monat! Zwei Tage lang ist der Campus prall gefüllt mit Musik, Spaß, Sport und politischen Diskussionen. Kommt vorbei und feiert, tanzt, genießt mit unseren Uni-Kollegen!

 

Monetos:      Studenten: 12 € VK/15 € AK

alle anderen: 15 €VK/20 € AK

Beginn:        18:00 Uhr

Location:     Campus Jahnallee

Web:             http://www.campusfest-leipzig.de/

 

09.06.2017 – 18.06.2017

Bachfest Leipzig

Einer bedeutsamsten Leipziger Persönlichkeiten feiert auch dieses Jahr wieder sein Fest, auch wenn er selbst nicht vor Ort anwesend sein wird. Das diesjährige Bachfest wird im Zeichen der Reformation stehen und wird euch an zehn Tagen ein Potpourri der klassischen Musik servieren. Außerdem werden euch Führungen, Rundgänge und Bühnenstücke den Herrn Bach ein wenig näherbringen.

 

Monetos:         verschieden je nach Konzert; von gratis bis über 100 €

Location:         verschieden; u.a. Thomaskirche, Markt, Gewandhaus

Web:               http://www.bachfestleipzig.de/de/bachfest/2017/veranstaltungskalender

 

14.06.2017

25 Jahre HTWK Leipzig

Die HTWK wird nun auch schon ein Vierteljahrhundert alt und alle feiern mit. Es wird gebrunched, Musik gehört, Wissenschaft gelebt, beim Science Slam mitgefiebert und noch viel mehr erlebt. Zum Abschluss gibt’s noch eine Aftershow-Party im „Stecker“. Also schaut vorbei und lasst die Hochschule hochleben!

 

Monetos:         keine, ist gratis

Beginn:           11:00 – 22:00 Uhr

Location:         HTWK Leipzig, Karl-Liebknecht-Str. 132, 04277 Leipzig

Web:               https://we-are-htwk.de/was-wann-wo-unsere-geburtstagsparty-am-14-juni-2017/

 

16.06.2017

James Joyce „Ulysses“

Macht euch gefasst auf eine Odyssee, die ihresgleichen sucht. Denn dieses Jahr schließt sich auch Leipzig dem Bloomsday an, ein Gedenktag, der sich auf das Werk „Ulysses“ von James Joyce beruft. Wandelt auch ihr auf den Spuren von Leopold Bloom und verirrt euch dabei nicht.

 

Monetos:         3 € / 2 € ermäßigt

Beginn:           19:30 Uhr

Location:        Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Web:               http://www.haus-des-buches-leipzig.de/detail.php?type=v&id=1561

 

23.06.2017/24.06.2017

Klassik Airleben

Die Klassik schaut in diesem Monat doppelt im Veranstaltungskalender vorbei, denn das Gewandhaus möchte sich, wie jedes Jahr, bei euch bedanken. Alles was ihr tun müsst, ist euch unter freien Himmel zu setzen und die Klassik zu airleben.

 

Monetos:         keine, ist gratis

Location:         Rosental Leipzig

Web:               https://www.gewandhausorchester.de/orchester/klassikairleben/

 

Autor: Michael Kroschwald

„Zeig Dich“ – Museumsnacht Halle/Leipzig mit Tipps für Büchernarren

„Zeig Dich“ – Museumsnacht Halle/Leipzig mit Tipps für Büchernarren

Unter dem Motto „Zeig Dich“ startete am 06. Mai die neunte Museumsnacht in Leipzig und Halle. Circa 20 000 interessierte Besucher und auch ich nahmen die Möglichkeit wahr, Ausstellungen und Museen der beiden Städte zu besichtigen. Hier kommen drei besonders buchaffine Tipps von mir, für unsere Erstis in den Buchstudiengängen, und für alle anderen Buchfreunde zum gemütlichen Wochenendbesuch!

 

Tipp 1: Das Museum für Druckkunst

Dieses traditionsreiche Haus eröffnet euch im Westen Leipzigs einen ebenso neuen wie geschichtsträchtigen Blick auf das Handwerk des Büchermachens. Hinter „Typezig“ verbergen sich nicht nur Leipziger Typen, die unsere Stadt lebenswert machen, sondern auch die Druck-Typen aus Blei. Schon im Eingangsbereich empfangen Kniehebel-, Kupferdruck- und Tiegeldruckpressen den Besucher. Das Museum erstreckt sich über 3 Etagen, es riecht nach alten aber noch laufenden Maschinen und regt an, kurz inne zu halten und sich gedanklich ein Stück in der Geschichte zurück zu bewegen. Roland Müller setzt heute die alten Maschinen des Museums in Stand, war aber früher Überschriftensetzer bei der LVZ. Er erklärt die Funktionsweise der Druckpressen und erzählt an diesem Abend seine Geschichte. Dadurch wird die Historie der Maschinen, die zum Teil bis heute in Betrieb sind, umso greifbarer.

 

Pic 2 Druckkunst Museum
© Melody Schieck

 

Tipp 2: Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde

Seit 1894 werden Bibliothek, Verlag, Verkauf und die Herstellung von Literatur für sehbehinderte Menschen unter einem Dach vereint. Hier werden Bücher nicht im klassischen Sinne gelesen, sondern ertastet, gefühlt und gehört. Es öffnet sich die Welt der Literatur unter den Fingern und vielfältige Hörbücher schaffen ein Vergnügen für die Ohren. Als Besucher kann und sollte man die Augen schließen und versuchen sich voll und ganz auf die anderen Sinne zu konzentrieren. Tastbilder und Reliefs schaffen auch einen visuellen Zugang. Aber schon allein mit verbundenen Augen „Mensch ärgere dich nicht“ auf einem extra dafür konzipierten Brett zu spielen, fällt schwer. Spätestens wenn man die weißen Bögen betrachtet, die als ganz normale Zeitungen und Bücher in Blindenschrift gelesen werden, ist klar was für eine wichtige Funktion die Zentralbücherei erfüllt. An dieser Stelle, wird der Weg zu einer barrierefreien Kommunikation geebnet.

 

Pic 1 Druckkunst Museum
© Melody Schieck

 

Tipp 3: Die Deutsche Nationalbibliothek Leipzig

Der Gang durch die Drehtür der DNB  fühlt sich an wie das Überqueren einer Brücke. Das Zusammenspiel aus futuristischem Design, neuster Technik und alten Büchern lässt nur erahnen, welche Schätze hinter den Türen noch warten. Die Dauerausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Nationalbibliothek spannt unter dem Titel „Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode“ einen historischern Bogen über 5.000 Jahre Mediengeschichte. Hier gehen Vergangenheit und Gegenwart Hand in Hand – von der Entstehung der Schrift und der Erfindung des Buchdrucks, bis hin zu den digitalen Netzwerken, die heute unzählige Möglichkeiten eröffnen. Im Gegensatz zu dem sich langsam etablierenden Gedanken „Bücher sterben aus“ wird hier klar, dass ein Buch mehr sein kann als gebundene, bedruckte Seiten, mehr sein kann als ein Kulturgut. Es ist auch eine Medienzukunft.

 

Autorin: Melody Schieck

Lerche liest: Bücher über… moderne Märchen

Lerche liest: Bücher über… moderne Märchen

Die kalten Wintertage sind endlich gezählt und auch der April ist zu Ende. Um also die (hoffentlich) schöner werdenden, warmen Tage angemessen im Park, am See oder draußen auf der Terrasse zu zelebrieren, haben wir für euch eine märchenhafte Mischung fantastischer Bücher zusammengestellt, die euch bestimmt gefallen werden.

 

Für Hobby-Imker: Die Geschichte der Bienen

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© btb/Random House

Maja Lunde erzählt in ihrem Roman eine Geschichte, die über drei Generationen reicht, auch wenn die Menschen darin scheinbar nicht verbunden sind. Aber eine Sache verbindet sie doch: Bienen.

Der Biologe und Samenhändler William lebt im England des 19. Jahrhunderts. Er kämpft gegen seine Schwermut und kommt tagelang nicht aus dem Bett, bis ihn seine Tochter auf eine Idee bringt: einen vollkommen neuartigen Bienenstock. George ist Imker im 21. Jahrhundert und reist mit seinen Völkern von Ort zu Ort um die Blüten zu bestäuben, bis er plötzlich mit dem Sterben seiner Bienen konfrontiert wird. Und dann gibt es noch Tao. Sie bestäubt im Jahr 2098 von Hand Blüten, denn die Bienen sind schon vor langer Zeit aus China verschwunden.

Der Roman erzählt auf gefühlsnahe Weise von der Bedeutung der Bienen und den Folgen ihres Verschwindens. Dabei bleibt er realitätsnah und ist wissenschaftlich fundiert. Ein tiefgründiger Roman, der jeden zum Nachdenken bringen wird.

Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

512 Seiten, gebunden

20,00€

Verlag: btb

ISBN: 978-3-442-75684-1

Mehr Informationen unter: https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Geschichte-der-Bienen/Maja-Lunde/btb-Hardcover/e492023.rhd#biblios

 

Für Schicksalssucher: Worte für die Ewigkeit

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© Carlsen

Die 16-jährige Hope ist gezwungen den Sommer auf einer Pferderanch irgendwo im nirgendwo in Montana zu verbringen. Dort begegnet sie Cal und gemeinsam bestreiten sie ein Abenteuer, das ihre Leben für immer verändern wird. Im Jahr 1867 ist die 16-jährige Emily auf dem Weg durch Montana nach Kalifornien zu ihrem zukünftigen Ehemann – den sie nie zuvor gesehen hat. Doch unterwegs verunglückt sie und landet gemeinsam mit Nate – einem Halbindianer – in den Bergen. Gemeinsam versuchen sie dort zu überleben.

Lucy Inglis verbindet in ihrem Roman zwei Jahrhunderte, in denen die Menschen auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind. Es ist eine wundervolle Geschichte über die Liebe zum Land und die Liebe zueinander.

Lucy Inglis: Worte für die Ewigkeit

400 Seiten, gebunden

19,99€

Verlag: Carlsen

ISBN: 978-3-551-52087-6

Weitere Informationen: https://www.carlsen.de/hardcover/worte-fuer-die-ewigkeit/70380

 

Für Fantasten: Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

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© S.Fischer

Der Dritte und letzte Teil der Buchreihe „Das Juwel“ von Amy Ewing ist endlich erschienen und bietet den fulminanten Abschluss der dystopischen Geschichte. Wer die Reihe bereits kennt, rennt am besten sofort zur nächsten Buchhandlung und holt sich den letzten Band, denn: Es lohnt sich wirklich.

Für die, die die Reihe noch nicht kennen: Violet Lasting ist kein gewöhnliches Mädchen, sie ist ein Surrogat. Geboren mit besonderen Fähigkeiten ist sie eine der wenigen, die in der Lage sind die adelige Gesellschaft zu retten: indem sie ihre Kinder zur Welt bringen. Violet wird auf einer Auktion an die Herzogin vom See verkauft und gelangt so in den inneren Kern der einzigen Stadt: Das Juwel. Doch dort ist nichts wie es scheint. Violet gerät in Intrigen, Verrat und Mord und muss schon bald selbst um ihr Leben und ihre Freiheit kämpfen. Für Fans von Fantasy-Geschichten ist diese Buchreihe ein absolutes Muss.

Amy Ewing: Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

400 Seiten, gebunden

18,99€

Verlag: Fischer FJB

ISBN: 978-3-8414-4019-8

Weitere Informationen: http://www.fischerverlage.de/buch/das_juwel_der_schwarze_schluessel/9783841440198

 

Für Prinzen & Prinzessinnen: Aschenkindel – Das wahre Märchen

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© thalia.de/Harper Collins

Zum Abschluss noch etwas für die Märchen-Fans unter euch: Halo Summers hat das Märchen um Aschenputtel oder Cinderella neu interpretiert und in eine völlig neue Szenerie gesetzt.

Claeric Farnflee lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren beiden bösen Stiefschwestern in einem kleinen Königreich an der Grenze zum Kinyptischen Kaiserreich. Wie alle jungen Damen des Reichs wird auch sie zum Ball des Prinzen eingeladen – und ist gar nicht begeistert. Was will sie schon mit einem Prinzen? Doch an einem Gewittertag begegnet sie im Verbotenen Wald einem geheimnisvollen Fremden und ihr Leben beginnt sich zu verändern – selbst Prinzen und Bälle spielen plötzlich eine wichtige Rolle.

Die Neuinterpretation bietet eine neue und erfrischend realistische Darstellung des Märchenklassikers in einer fantastischen Umgebung.

Halo Summers: Aschenkindel – Das wahre Märchen

276 Seiten, broschiert

9,99€

Verlag: CreateSpace

ISBN: 978-3-95967-124-8

Weitere Informationen: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/aschenkindel_das_wahre_maerchen/halo_summer/ISBN3-95967-124-5/ID47702056.html

 

Ich hoffe unter den vier Büchern sind (im Idealfall) sechs neue Bücher dabei, die euch gut in den Frühling bringen. Viel Spaß beim Schmökern!

 

Autorin: Maxi Pfeil

PAN: „Wir erschaffen Welten!“

PAN: „Wir erschaffen Welten!“

Mieses Schmuddelwetter und ungewöhnlich kalte Temperaturen.  Seltsames schien vom 20. bis 22. April am Werk zu sein.  Die tapferen Abenteurer, die es schafften, den Elementen im Berliner Großstadtdschungel zu trotzen und sich bis zum GLS-Campus durchzukämpfen, fanden hier eine bunte Ansammlung merkwürdigster Kreaturen:  Phantastische Autoren, Lektoren, Verleger, Programmleiter, Phantastik-Freunde und Interessierte hatten sich hier zu einer ultimativen Mission versammelt: Die Weltherrschaft an sich zu reißen!

 

Oder auch, um das Zweite PAN-Branchentreffen der Phantastik unter dem Motto „Per Anhalter durch die Phantastik“ zu begehen – wobei dies die Sache mit der Weltherrschaft natürlich nicht ausschließen muss.  Mit dem allgemein steigenden Interesse an phantastischer Literatur wächst auch das Phantastik-Autoren-Netzwerk e. V. und kann nun nach etwa einem Jahr (Gründung November 2015) mehr als 100 Mitglieder vorweisen.

 

„Das spitze Ende muss in den Gegner rein!“  (Susanne Pavlovic)

Nach der Akkreditierung lädt der Verein zur Weiterbildung mit breitgefächerten Themenfeldern ein.  Im ersten Workshop-Panel Seitenwechsel geht es um alternative Rezeptionsformen.  Während Patricia Gentner (tolino media) durch „die Galaxie des digitalen Publizierens“ leitet, steuert Michael Baumann (Laetitium) „Hörbücher und Hörspiele“ an und Spieletexter Falko Löffler erklärt in „Gaming und Gamewriting“ die Unterschiede von Charakteren und Handlungen in Büchern und Spielen.  Doch liegen Unterschiede nicht nur im Medium selbst:  „Die Spielebranche stirbt aller fünf Jahre und fängt von vorne an.2  Im Gegensatz zum Buch als „fertiges“ Medium, ändern sich für Spiele ständig Plattformen und Techniken und die Erzählweisen müssen immer wieder neu angepasst werden.

Thema des zweiten Workshop-Panels ist der Weltenbau als einer der wichtigsten Aspekte einer Fantasy-Welt.  Alexa Waschkau (Autorin, Podcasterin Hoaxilla) wirft mit ihren Teilnehmern in „Zombies auf zwölf Uhr!“ einen „realistischen Blick auf die Apokalypse der lebenden Toten“.  Bei Tobias Jetzke vom Institut für Innovation und Technik hingegen werden in „Wohnen in Zukünften“ die Städte von Morgen erbaut.  Gefährlich geht es bei der Autorin Susanne Pavlovic zu, die in ihrem Workshop Glamring 2.0 eine „Betriebsanleitung für Schwert- und sonstige Kämpfe in der Fantasy“ gibt und den Seminarraum mit Kurz-, Lang- und Zweihandschwertern eine Stunde lang zu einem Ort des gepflegten Blutvergießens verwandelt.  Tagesabschluss bildet ein Werkstattbericht zum Thema des phantastischen Audio-Entertainments mit den Autoren Tommy Krappweis und Ivar Leon Menger, dem Sprecher Detlev Tams und Barbara Landsteiner von audible.

Pic II. PAN
© Christin Fetzer

„Der Autor steht am Ende der Nahrungskette!“  (Marah Woolf)

Den Freitag startet Frau Dr. Christine Lötscher von der Gesellschaft für Fantastikforschung mit ihrem Vortrag „Grüne Sonne, Melancholie, Leseglück – Wie Phantastik uns helfen kann, die Welt zu verstehen“.  Dabei gibt sie Antworten auf die Fragen, warum wir so gern phantastische Literatur lesen, lobt das Fantasygenre als Geschichtenmaschine und einen Ort, wo sich Ideen bündeln.  Im Anschluss spricht Marah Woolf bzw. Emma C. Moore über ihren Werdegang und Arbeitsalltag als Selfpublishing-Autorin und Tipps zum erfolgreichen Einstieg.  In der darauffolgenden Diskussionsrunde „Kostenlos oder umsonst – E-Book und digitaler Markt“ sprechen Marah Woolf, Alex Jahnke (Autor), Pia Cailleau (Programmleitung Carlsen Im.press) und Dieter Durchdewald (Berater Buch- und Medienbranche) nicht nur über E-Publishing.  Im Dialog mit dem Publikum entwickeln sich Diskussionen zu Fragen, wie, ob die Buchpreisbindung in Zukunft sinnvoll ist, wen oder was sie noch schützt, wo doch ein extremer Rückgang des stationären Buchhandels zu beobachten ist und was an diesem System nicht stimmt, wenn Autoren als die eigentlich Schaffenden am „Ende der Nahrungskette“ stehen.

Hiernach kommen der Hauptsponsor und „eigenständige[…] Kreativmotor“ TOR-Online sowie Shitstorm-Forscher und Geschäftsführer von VM-People Thomas Zorbach zu Wort.  In seinem Vortrag zum Thema „Immersive Welten“ demonstriert Zorbach am Beispiel Sebastian Fitzeks, wie Autoren ihre Leser stärker in ihre Welt und ihre Geschichte einbinden können.  Auch die Diskussionsrunde „Gamification des Alltags – Phantastische Spielewelten und ihre Abgrenzung zur Realität“ mit Alexa Waschkau (Autorin), Mirka Uhrmacher (Lektorin Community Editions), Olaf Zimmermann (Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates) und Felix Schniz (Wissenschaftler Game Studies) setzt sich nicht nur mit Games als Kulturgut auseinander, sondern schneidet ebenfalls Themen wie Buchpreise, Autorenhonorare, Holocaust und Fake News an.

Zum Schluss finden sich verschiedene Ergebnisse:  Games lassen sich nicht nur in „Kinderspiele“ und „Killerspiele“ untergliedern.  Auch zu Fake News spricht Zimmermann ein wahres Wort:  „Fake News können nur mit Bildung bekämpft werden.“  Weiterhin betont er, dass es „zu unserer Freiheit gehört, auch Unsinn zu glauben“ und betont, dass das Verbieten und Löschen von Fake News vor allem eines ist:  Zensur!  Ausklingen lassen den Abend schließlich Luci van Org, Christian von Aster und Tommy Krappweis im Rahmen des Zweiten Gipfeltreffens der Phantastik.

Pic II. PAN
Schwer beschäftigt: Das Tagungsprogramm der Zweiten PAN-Konferenz. © Christin Fetzer

„Es ist Aufgabe des Schriftstellers, die Welt in Worten zu formen.“  (Eva Leipprand)

Den ersten Programmpunkt am Samstag bildet die Mitgliederversammlung und nach einer Dosis Kaffee erörtern die Autoren Alana Falk und Tom Hillenbrand sowie Blanvalet-Lektorin Beatrice Lampe und Verlegerin Grit Richter (Art & Script Phantastik Verlag) in ihrer Diskussionsrunde „Pseudonyme, Lesererwartungen und Marketing“.  Fazit:  Pseudonyme sind durchaus sinnvoll, vor allem, wenn Autoren genreübergreifend schreiben.  Schließlich sollen Erotikromane von männlichen Autoren nicht sofort als „Dirty Old Man-Prosa“ abgestempelt werden.

Nach dieser Runde spricht Eva Leipprand als Vorsitzende des Verbands Deutscher Schriftsteller und Schriftstellerinnen über Bücher als Kulturgüter und Kommunikationsformen sowie die Rolle des Urheberrechts.  Dabei betont sie die Aufgabe von Schriftstellern als Weltenschöpfer, sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen.  Zukunftsgestaltung ist auch Hauptthema im Vortrag „Wie realistisch muss Science Fiction sein?“ von Dr. Volker Wittpfahl (Leiter des Institut für Innovation und Technik) und nach einer letzten Diskussionsrunde mit Tommy Krappweis (Autor), Kai Meyer (Autor), Simon Happ (Produzent Pantaleon Films) und Huan Vu (Regisseur und Produzent genrefilm.net) zum ThemaPhantastische Filme – Warum nicht auch in Deutschland?“ muss nach drei phantastisch informativen Tagen wieder aufgetaucht werden.

Aber das ist nicht das Ende der Geschichte.  Im nächsten Jahr gibt es die Fortsetzung – beim Dritten PAN-Branchentreffen der Phantastik in Köln!  Wer mehr zu PAN erfahren oder sogar Mitglied werden will, kann sich auf www.phantastik-autoren.net umsehen.  Auch auf Twitter, Instagram und Facebook ist die Autorenvereinigung vertreten.

Autorin:  Christin Fetzer

Der Lerche-Veranstaltungskalender für Mai

Der Lerche-Veranstaltungskalender für Mai

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…endlich Zeit, raus zu gehen und den Duft der blühenden Blumen zu schnuppern. Wie kann man das besser, als bei einer Wanderung mit Picknick und mit einem Buch in der Tasche. Wir haben aber auch noch ein paar andere Tipps für euch.

 

05.05. – 07.05.2017

7-Seen-Wanderung 2017

Ob Klein und Groß, Jung und Alt, Profi und Anfänger – die 7-Seen-Wanderung hat die richtige Tour im Programm für euch. So erwarten euch geführte Touren zu unterschiedlichen Themen, bei denen fach- und ortskundige Führer mit Wissenswertem und kleinen Geschichten für Kurzweil sorgen werden. Unterwegs könnt ihr beobachten, wie sich die Natur die ehemaligen Tagebaugebiete in den letzten Jahren nach und nach wieder zurück erobert hat.

Auf mehreren Wanderstrecken werden sowohl Freizeitwanderer als auch sportlich ambitionierte Langstreckenwanderer ihre Freude haben. Die Entfernungen reichen von den 3 Kilometern der kürzesten Kinder- und Familientour bis zu den 107 Kilometern der Neuseenland-XXL-Tour.

Monetos:            kostenlos; geführte Touren: unterschiedliche Preise

Location:             an unterschiedlichen Orten

Web:                     www.7seen-wanderung.de/touren/wanderstrecken

 

06.05.2017
Museumsnacht 2017

Auch dieses Jahr zeigen Museen und Sammlungen in Leipzig und Halle wieder ihre schönsten Seiten und laden zu einer Nacht voller Überraschungen ein. Die Museumsnacht hat sich zum kulturellen Großereignis beider Städte mit mehr als 25.000 Besuchern und über 80 teilnehmenden Museen und Sammlungen entwickelt. Unter dem Motto „Zeig dich“ wartet am 6. Mai 2017 ein vielfältiges Programm auf euch – vom Blick hinter die Kulissen, über Workshops, Lesungen bis hin zu Musik und Tanz.

Monetos:             8 € für Studenten

Location:             Museen und Sammlungen in Leipzig und Halle

Web:                    http://www.museumsnacht-halle-leipzig.de

 

12.05.2017 – 14.05.2017

Leipziger Typotage 2017

Typografie begegnet uns nicht nur in Büchern und auf Covern, sondern auch jeden Tag als Poster, Plakat, auf Webseiten und überall wo man hinsieht.

Die Leipziger Typotage widmen sich dem Thema Typografie unter dem Motto „Schrift und Erkenntnis“.  Ein besonderer Blick wird gerichtet auf Schrift und Typografie im Kontext von Gestaltungspraxis, Wissenschaft, Geschichte und Technik. Inhaltliche Schwerpunkte der Tagung sind neben Schrift und Typografie auch Grafik-Design, Kunst, Herstellungstechniken im Printbereich und verwandte Themen.

Monetos:             70 € für Studenten

Location:             Museum für Druckkunst Leipzig, Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Web:                    http://www.typotage.de/

 

17. 05. 2017

Gunther Emmerlich: „Spätlese – Eine Rücksicht ohne Vorsicht“

Gunther Emmerlich erzählt aus seinem abwechslungsreichen Leben: Erlebtes und Gedachtes, Freudiges und Heiteres, Trauriges und Wehmütiges, Denk- und Erinnerungswürdiges. Wie bei ihm gewohnt – humorvoll, selbstironisch, kenntnisreich mit ernstem Anliegen und doch augenzwinkernd. Anschließend gibt es eine Signierstunde.

Monetos:             7 € für Studenten

Beginn:                20:15 Uhr

Location:             Buchhandlung Lehmanns Media, Grimmaische Straße 10, 04109 Leipzig

Web:                     www.lehmanns.de/leipzig

 

20.05.2017

Bildwechsel – Buchillustration in der Reformationszeit

Mit der durch Martin Luther angestoßenen Reformation veränderte sich nicht nur das Bild der Welt, sondern auch die Art und Weise, wie die Welt abgebildet wurde. Das zeigt sich in Büchern, die in der Reformationszeit gedruckt wurden und reiches Anschauungsmaterial bieten. 27 Drucke aus der Zeit sind derzeit in der Albertina aufgeschlagen. Zu sehen sind in acht Bildergalerien Buchillustrationen, die belehren, erzählen, erbauen und ermahnen, bekennen, Visionen zeigen, verspotten und vieles mehr. Diese spannenden Zeugnisse der damaligen Umwälzungen und der Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten können in der Führung mit Thomas Thibault Döring, in der Bibliotheca Albertina entdeckt werden.

Monetos:             keine, ist kostenlos

Beginn:                10.00 Uhr

Location:             Bibliotheca Albertina, Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig

Web:                    http://www.luther-in-leipzig.de/de/Veranstaltungen/Veranstaltungen-2017_1019.html?events5467.id=31518

 

31.05.2017

Halftime X Bio Synth & Friends

Puh… Ihr findet, das war ein anstrengender Monat? Dann gönnt euch doch mal ein Päuschen bei der

Halftime im Conne Island Garten mit musikalischer Untermalung von fouth live, philipp rmke, fumé und chamberlain.

 

Monetos:             keine, ist kostenlos

Beginn:                ab 18.00 Uhr

Location:             Conne Island, Koburger Straße 3, 04277 Leipzig

Web:                     https://www.conne-island.de/termin/nr5010.html

 

Autorin: Viktoria Gamagina

#verlagebesuchen – Der Welttag des Buches in Leipzig

#verlagebesuchen – Der Welttag des Buches in Leipzig

Was macht eigentlich ein Kinderbuchverlag? Wie werden aus Konzepten und Ideen richtige Bücher? Heute ist wieder der Welttag des Buches. Und was letztes Jahr in Berlin startete, ist nun eine deutschlandweite Aktion, bei der namhafte Verlage einladen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Rund 100 Verlage beteiligen sich dieses Jahr an dem breitgefächerten Angebot, dass die Kampagne #verlagebesuchen anbietet. Für Bücherfans und Neugierige bieten Sie Lesungen, Werkstattgespräche, Verlagsführungen und Vorträge.

 

Was passiert in Leipzig?

Die Buchkinder Leipzig e.V. sind eine Buch- und Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis achtzehn Jahren. Unterstützt von Erwachsenen entwickeln Sie hier ihre eigenen Ideen, um sie dann in der vereinseigenen Buchmanufaktur in kleinen Auflagen selbst zu konzipieren, zu illustrieren und herzustellen.

Zwischen 14:00 und 17:00 Uhr laden die Buchkinder in die Endersstraße 3 ein, um in der Werkstatt selbst kreativ zu werkeln, Geschichten zu lauschen und das Verlagsprogramm zu entdecken.

Hier geht’s zur Veranstaltung: http://verlagebesuchen.de/event/buchkinderbuecher-entdecken/

 

Danach lädt der Verlag Reinecke und Voß, der sich selbst als „Fachverlag für Horizonterweiterung“ bezeichnet, zur Vesper zwischen 17:00 und 20:00 Uhr ins Gartencafé in der Bernhard-Göring-Straße 26 ein.

Mit seinem Portfolio aus geheimen Klassikern der Moderne, einem beachtlichen Lyrikprogramm und kreativen Experimenten bietet der Verlag ein interessantes Programm weitab des literarischen Mainstreams. Gereicht werden dabei Appetithappen aus Verlag und Literatur, sowie die Möglichkeit zu spannenden Gesprächen mit Mitarbeitern und Autoren des Verlages.

Hier geht’s zur Veranstaltung: http://verlagebesuchen.de/event/gartencafe-mit-dichtung/

 

Wer kann vorbei kommen?

Du bist neugierig wie die Arbeit in den verschiedenen Verlagen funktioniert? Du willst einen Blick hinter die Kulissen werfen, sehen wie Bücher entstehen und die unterschiedlichen Arbeitsprozesse ablaufen? Dann komm vorbei! Die Türen stehen offen und alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Durch die begrenzte Teilnehmerzahl wird um eine Anmeldung gebeten.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist dabei kostenfrei.

 

Du willst noch mehr?

Weitere Informationen, bundesweite Veranstaltungsangebote und die Möglichkeit dich anzumelden, findest du unter http://verlagebesuchen.de/.

 

Autorin: Frances Liebau

Indische Palmblattbibliotheken – auf den Spuren des Schicksals

Indische Palmblattbibliotheken – auf den Spuren des Schicksals

Stell dir vor, du befindest dich in einem fernen Land und wirst von einer dir völlig fremden Person über dein Leben unterrichtet. Diese Person weiß alles über dich. Deine Vergangenheit, deine Gegenwart und sogar deine Zukunft werden dir völlig offengelegt. Du erfährst an diesem Tag, wann und unter welchen Umständen du sterben wirst, wer bis dahin noch in dein Leben treten wird und wie sich deine familiäre sowie berufliche Situation entwickelt wird. Das alles wird dir dann noch aus einem Manuskript aus Palmblättern vorgetragen, welches nicht größer als eine DIN-A4 Seite und lediglich hinten und vorn beschriftet ist.

Was sich hier in erster Linie wie ein Film mit Nicolas Cage anhört, in dem er wieder einmal versucht einen mystischen Code zu entschlüsseln, ist in Indien Realität. Seit Jahrhunderten reisen Menschen aus aller Welt dorthin, um aus einer der insgesamt 12 Palmblattbibliotheken etwas über Ihr weiteres Leben zu erfahren. Sie versprechen sich Heilung von Krankheiten, wollen Beziehungsprobleme lösen oder einfach als Touristen eine spirituelle Erfahrung machen.

Nur billige Kartentricks?

Sind die Manuskripte nun nur allgemein gehaltene Auslegungssache, so wie man es aus jedem x-beliebigen Horoskop kennt? Der Prozess der „Wahrheitsfindung“ ist auf jeden Fall aufwendiger als bei der typischen Kartenlege-Hotline deines Misstrauens. Besucher werden von einem Naadi genannten Palmblattleser betreut. Dieser versucht erst einmal anhand einer intensiven Fragerunde herauszufinden, welches der Millionen Palmblätter für den Suchenden bestimmt ist. Anschließend erfolgt eine sorgfältige Auswahl und Auswertung des Geschriebenen, und zum Abschluss gibt der Naadi noch ein Mantra mit auf den Weg. Dieser Vorgang kann mehrere Tage dauern, wenn z.B. noch Schriften aus anderen Zweigstellen angefordert werden müssen. Gar nicht so weit entfernt von der Arbeit einer Bibliothek heutzutage also, quasi Therapie und Bücherei in einem.

Alles andere als billig hingeworfener Hokuspokus, und so berichten tatsächlich viele Besucher (unter anderem auch ein persönlicher Freund von mir) von ausnehmend positiven Erfahrungen und einer grundlegenden Änderung ihres Lebens

Pic Palmblattbibliotheken
Eines der sagenumwobenen Palmblatt-Bücher. © Wikimedia Commons

Milliarden von Palmblättern – wie ist das möglich?

Wer sich zu diesem Thema informiert, wird schnell auf die sogenannten sieben Rishis aufmerksam, mystische Heilige, die vor mehr als 7000 Jahren in Indien gelebt haben sollen. Hätten diese auch nur für die jetzige Weltbevölkerung von knapp 7,3 Milliarden Menschen ein Palmblatt anfertigen müssen, so hätte es für jeden der Rishis rund 3800 Jahre gebraucht – eine unlösbare Aufgabe. Für die Erklärung muss man etwas tiefer hinabsteigen in die Grundzüge der indischen Mythologie.

Tatsächlich wurde nur für einen Bruchteil der Menschheit ein Palmblatt angefertigt, nämlich nur für die, welche in Ihrem Leben einmal eine dieser Bibliotheken besuchen werden. Die sieben Rishis, welche im wedischen Zeitalter (Zeitalter des Wissens) lebten, konnten in der sogenannten Akasha-Chronik oder auch „Buch des Lebens“ lesen. Hiermit ist das Weltzeitgedächtnis gemeint, welches alle Geschehnisse, die jetzt oder in ferner Zukunft passieren, aufzeichnet und abspeichert. Wer sich in diesem Zusammenhang, sei es im esoterischen oder im Bereich der Quantenphysik schon einmal mit Vergangenheit und Zukunft beschäftigt hat, wird schnell auf die Theorie treffen, dass es sich bei der Zeit nur um eine Illusion handelt, welche in unserem dreidimensionalen Raum existiert. Rein physisch betrachtet, geschieht alles zur selben Zeit. Es gibt nur diesen einen Moment.

Die große Frage, ob unser Leben vorherbestimmt ist und wir unserem Schicksaal ausgeliefert sind, wird von den Lesern aus der Palmblattbibliothek jedoch relativiert. Die Palmblattbibliotheken sind als Stätten der Lebensberatung anzusehen und sollen einem den Weg mit dem Wissen aus der Akasha-Chronik erleichtern.

Die Palmblattbibliotheken lehren uns damit in erster Linie, unsere Lebens- und Denkweise in Bereiche auszudehnen, die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können.

Autor: David Barthelmann

 

 

Meine Messe-Erkenntnisse 2017

Meine Messe-Erkenntnisse 2017

Die Leipziger Buchmesse 2017 ist seit 14 Tagen Geschichte. Mit etwas zeitlichem Abstand zum reflektieren und auswerten der Eindrücke, hier nun meine persönlichen vier Frühlings-Trends im Messe-Report.

 

1. Ich sehe die Messe vor lauter Menschen nicht

Im Laufe eines Bücherwurm-Lebens sammelt sich ein ganzer Stapel Kontakte an, aus der Branche, dem Studium, der Ausbildung… Und natürlich stolpere ich alle paar Meter über eine Bekannte. Man quatscht, bringt sich auf den neuesten Stand, klagt über den Stress – und schon wieder ist eine halbe Stunde verstrichen, in der ich auch eine Lesung besuchen oder unter neuen Büchern hätte stöbern können. Tatsächlich ist dieses schöne Kontakt-Netz sogar daran schuld, dass ich diesmal das Exzessive Merch-Shopping in Halle 1 extrem einschränken musste – immerhin, den Geldbeutel freut’s. Im Rückblick betrachtet, ist es mir aber trotz allem deutlich lieber, die Messe mit anderen, und sei es im Gespräch, als allein auf einer Lesung zu erleben.

 

 

2. Die Alten werden enttäuscht sein

Wie das so ist, versammelt man sich mit seinen anderen Kommilitonen am Abend, um den Messetag ausklingen zu lassen. Eins kommt zum anderen, und ehe wir’s uns versehen, landen wir zu einem Absacker in der Stamm-Bar. Was dann folgt, sollte kein zukünftiger Chef je zu Gesicht bekommen: Restadrenalin, Alkohol und Nerdtum vermischen sich im Nuh zu einem rasanten Cocktail voller Coldmirror-Zitate, zweideutiger Einwürfe und enthusiastischer Planungen für die Gamescom. Oh, die Begeisterung für „gehobene Literatur“ ist bei uns Nachwüchslern denkbar gering, dafür schlägt unser Herz umso höher für Comics, Manga und Computerspiele. Obwohl mich der Verdacht beschleicht, dass auch die Altvorderen abseits des Blauen Sofas schockierend unkultiviert sein können, wenn erst der dritte Sektempfang durch ihre Kehlen rinnt.

 

 

3. Meine Füße werden mich hassen

Wenn ich in ein paar Jahren erstmal beruflich mit Büchern zu tun habe, werde auch ich mich auf der Messe vermutlich in Schlips und Sakko präsentieren müssen – und in den dazugehörigen Schuhen. Einen Vorgeschmack darauf konnte ich bereits am Freitag sammeln, als das Speedmeeting von „Verlage der Zukunft“ etwas förmlichere Kluft erforderte. Zwei dicke Blasen waren der Lohn für stundenlanges herumlaufen – an lediglich einem Tag! Das wird mich also in Zukunft erwarten? Ich verstehe, warum manche Menschen solch horrende Summen für adäquates Schuhwerk ausgeben.

 

 

4. Die Literaten sitzen (mal wieder) im Elfenbeinturm

Samstags wird die Messe traditionell von Cosplayern und Nerds überflutet. Halle 1 ist komplett diesen Künsten vorbehalten, und ich mag nur erahnen, welchen Anteil die Buntgewandeten am jährlichen Erfolg der Buchmesse und vor allem am Gesamtumsatz des Buch- und Comicmarktes haben. Wir, die jungen Eskapismus-Experten, sind die Nachwuchs-Vielleser, die Content-Konsumenten und Medienprofis. Leider sehen das anscheinend viele im etablierten Literaturbetrieb nicht so. Die Berichterstattung der großen Medien tut die Comciszene immer noch als liebenswertes, aber nischiges Kellerkind ab und freut sich lieber ausgiebig über Preisverleihungen an „künstlerisch hochwertigere“ Autoren mit mindestens genauso nischiger Vita.

Dabei habe ich zusehends den Eindruck, die deutsche Literaturlandschaft dämmert im eigenen Saft ihrer Frühverrentung entgegen. Die Tage eines Martin Walser als Massenphänomen sind vorbei, die neuen Stars in der multimedialen Manege heißen Marvin Clifford, Bernhard Hennen oder Jan Böhmermann. Da ändern auch wütende Tiraden eines Carsten Otte im Öffentlich-Rechtlichen über die unpassende Fröhlichkeit der Cosplayer angesichts der politischen Weltlage nichts. Aber wen juckt’s, wenn wir mit den sympathischen Verrückten von Nerdzig den drittgrößten Fernseh-Berichterstatter am Start haben! Bücher können nicht länger ausschließlich als hehres Kulturgut gepachtet werden, dennoch schmerzt mich der Zaun, welcher hier von den so toleranzbedachten Buch-Eliten errichtet wird. Auch wenn Mauerbau grad DER Trend des Jahres ist – Ich will keinen Krieg, sondern friedliche Koexistenz!

 

Autor: Niklas Gaube

Der Lerche-Veranstaltungsplaner für April

Der Lerche-Veranstaltungsplaner für April

Die ersten Sonnenstrahlen begrüßen die Wiesen und Wälder. Die Menschen strömen in Scharen zu den Grünflächen, Seen und Bächen der Stadt. Wer von euch trotz des guten Wetters ein wenig Zeit übrig hat, kann sich die folgenden Veranstaltungen im Kalender notieren.

 

05.04.2017

Book Sale

Für all diejenigen unter euch, die ihre Bibliothek für Kunst und Design auffrischen wollen, ist dieser Book Sale wie geschaffen. In der Bibliothek, der Galerie für Zeitgenössische Kunst, könnt ihr zwischen Künstlermonographien, Ausstellungskatalogen, Zeitschriften und wissenschaftlicher Literatur herumstöbern und einige Neuerungen erwerben.

Monetos:         Keine, ist gratis

Beginn:           09.00 – 15.00 Uhr

Spot:               Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Straße 9-11, 04107 Leipzig

Web:               http://gfzk.de/

 

08.04.2017

Do it yourself: Osterkarten im Stempeldruck

Wenn ihr auch noch nicht so richtig wisst was ihr mal wieder zu Ostern schenken sollt, warum denn nicht etwas Selbstgemachtes? Dann schaut doch am besten einmal im Deutschen Buch– und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek vorbei und fertigt ein paar Osterkarten im Stempeldruck an.

Monetos:         Keine, ist gratis

Beginn:           15.00 Uhr

Spot:               Deutsche Nationalbibliothek, Deutscher Pl. 1, 04103 Leipzig

Web:               http://www.dnb.de/DE/DBSM/Veranstaltung/20170408doityourselfOsterkarten.html

 

19.04.2017

Book Brothers – Lesebühne mit Roman Israel, Benjamin Kindervatter, Uwe Schimunek

Die drei Jungs der Book Brothers werden euch an diesem Abend in der Ilses Erika mit Geschichten für Erwachsene versorgen. Man darf von ihnen schmutzige Pointen, dünnbrettbohrende Deutlichkeit und getarnten Hinterzimmerhumor erwarten, bei dem die Politik auch ihre Seitenhiebe wegbekommt.

 Monetos:         4 €

Beginn:           20.30 Uhr

Spot:               Ilses Erika, Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig

Web:               http://www.ilseserika.de/termine-65.html?day=20170419

 

25.04.2017

Lesebühne Kunstloses Brot

In der April Ausgabe der Lesebühne kunstloses Brot wird euch dieses Mal das Thema Geschlechtsidentität präsentiert. Wer bin ich, was bin ich und wer möchte ich überhaupt sein? Auf diese und noch weitere Fragen werden Antworten gegeben. Zumindest wird dies von den fünf Protagonisten versucht. Seid gespannt.

Monetos:         4 €

Beginn:           20.00 Uhr

Spot:               Beyerhaus, Ernst-Schneller-Straße 6, 04107 Leipzig

Web:               http://www.beyerhaus.de/veranstaltungen/

 

27.04.2017

20 Jahre Freier Deutscher Autorenverband Sachsen

Der freie deutsche Autorenverband Sachsen präsentiert im April eine Jubiläumslesung im Haus des Buches in Leipzig. Nicht ohne Grund, denn bereits im Februar feierte er sein 20 jähriges Bestehen. Die ganze Veranstaltung wird musikalisch untermalt und es werden Autorinnen und Autoren, des Verbandes, einige Werke zum Besten geben.

Monetos:         Keine, ist gratis

Beginn:           19.30 Uhr

Spot:               Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Web:               http://www.haus-des-buches-leipzig.de/detail.php?type=v&id=1542

 

29.04.2017

11. Lange Nacht der Computerspiele

Geschichten werden nicht nur in Büchern, sondern auch in Spielen geschrieben. Am 29.04.2017 könnt ihr in diese Geschichten eintauchen und sie selbst erleben. Denn an der HTWK ist es mal wieder Zeit für die lange Nacht der Computerspiele, bei der ihr an weit über 100 Stationen die Geschichte mitbestimmen könnt.

Monetos:         Keine, ist gratis

Beginn:           14.00 Uhr

Spot:               HTWK, Karl-Liebknecht-Straße 132, 04277 Leipzig

Web:               http://www.htwk-leipzig.de/de/studieninteressierte/informationsveranstaltungen/informationstag/lange-nacht-der-computerspiele/

 

Autor: Michael Kroschwald