Eine sprachliche Reise durch Deutschland

Eine sprachliche Reise durch Deutschland

© pixabay

Neue Redaktion, neues Glück! Aber worüber schreiben? Die Frage hat sich bereits bei unserem ersten Redaktionstreffen gestellt. Dabei ging es nicht nur um die 48. Ausgabe der Leipziger Lerche, sondern auch um unseren Blog. In den Semesterferien wurden bereits Ideen gesammelt, welche wir dann diskutiert und weiterentwickelt haben. Mit dem Ergebnis, dass wir heute eine neue Rubrik auf unserem Blog vorstellen: Lerche Dialekt.

Bei Lerche Dialekt fühlen wir einigen der (schrecklich-)schönen Mundarten, die sich in jeder Ecke Deutschlands finden, auf den Zahn. Es werden Ursprünge und Eigenheiten ergründet. Wir stellen Autoren und Werke vor. Den Beginn macht der Dialekt, der in Deutschland als einer der unbeliebtesten gilt: sächsisch.

Vorne weg: sächsisch ist natürlich nicht gleich sächsisch! Ein Leipziger klingt deutlich anders als ein Voigtländer. Die Analyse der feinen Unterschiede der Dialekte ist aber nicht das Ziel des Artikels. Nein, Ziel ist es, dass wir am Ende nicht nur über, sondern auch mit den Sachsen und ihrem Dialekt lachen. Vor nicht mal einem Monat wurde groß 500 Jahre Reformation gefeiert. Kaum beachtet dabei wurde in welches Deutsch Luther seine Bibel übersetzte. Bei der Übersetzung orientierte sich Martin Luther nämlich an der sächsischen Amtssprache. Sächseln war früher sogar schick! Bis zum 18. Jahrhundert war sächsisch, in Schrift und Grammatik, die Modesprache der preußischen Oberschicht.

Vielleicht sollten wir auch alle öfter daran denken, wie viele Personen und Persönlichkeiten, die heute für ihr Schaffen bewundert werden ins sächsische oder obersächsische geboren wurden. Um nur ein paar aufzuzählen: Martin Luther, Johann Sebastian Bach, Richard Wagner, Joachim Ringelnatz, Erich Kästner, Friedrich Nietzsche, Karl May und viele mehr. Und jetzt stelle man sich doch mal vor, dass all diese Leute mit einem (ober-)sächsischen Dialekt aufgewachsen sind und diesen vielleicht sogar zeitlebens gesprochen haben. Nach dieser Schocktherapie zur Wertschätzung des Sächsischen, hat man jetzt aber auch was zu lachen. Die Sachsen besitzen nämlich auch Humor. Denn bei sächsischen Witzen in sächsischer Mundart gibt es auf jeden Fall was zu lachen. Vielleicht erst mehr über den Klang als über den Witz an sich (aber was soll’s). Zum Verständnis erzählt der Sachse seinen Witz auch gern drei mal.

Bernd-Lutz Lange ist freiberuflich Kabarettist und Buchautor und seines Zeichens auch studierter Buchhändler. In seinen Bühnenprogrammen beschäftigt er sich stark mit dem Humor seiner Heimat. 2015 zog er nach damals fast 50 Jahren als Kabarettist ein erstes Resümee und veröffentlichte ein Buch mit seinen Lieblingswitzen „Teekessel und Othello“ (Aufbau-Verlag, 9783351036386, 10€), welches als Live-Mitschnitt einer Lesung auch als Hörbuch erhältlich ist.

In dieser Lesung stellt Lange seine Bühnentalente zur Schau und verleiht den Situationen und Figuren seiner Witze extra Charme. Die erzählten Witze sind dabei in verschiedene Rubriken unterteilt. So setzt man sich in der einstündigen Laufzeit mit Alltag, Romanzen, Kunst und u.a. der DDR humoristisch auseinander. Bernd-Lutz Lange hat in dieser Sammlung den Wahn- und Unsinn der Sachsen wunderbar auf die Spitze getrieben. So ist auch sein abschließender Ratschlag an jene, die sich ihres Dialektes schämen, so instruktiv wie aberwitzig:

„Erzählen Sie lieber ein paar Witz (..) und denken Sie daran, dass es in den alten Bundesländern einen riesigen Nachholbedarf für sächsischen Humor gibt. 60 Millionen Verbraucher und wir sind bei diesen Produkten nun wirklich die alleinigen Marktführer.“

Autorin: Annekatrin Franke

Lerche liest: Bücher über … andere Realitäten

Lerche liest: Bücher über … andere Realitäten

Jetzt, wo die dunkle Jahreszeit sich wieder in unsere Leben schleicht, lassen wir uns doch gern von Geschichten in fremde Welten und Realitäten entführen. Was bietet sich da also Besseres an, als eine kleine Vorstellung von Büchern, die sich um Parallelwelten und Alternativweltgeschichte drehen? Viel Spaß beim Schmökern!

 

Für Intellektuelle: Unendlicher Spaß von David Foster Wallace

©Kiepenheuer&Witsch

Eine verschobene Realität fängt den Leser von der ersten Seite des Buches ein. Die alternative Zeitrechnung mit Sponsorennamen (wie beispielsweise Jahr des Whoppers oder das Jahr der Inkontinenz-Unterwäsche) erzeugt gleichermaßen Belustigung wie Schrecken. Dieses Gefühl zieht sich durch den gesamten Roman, der sich mit hochkomplexen Themen wie Sucht, psychischen Krankheiten, schwierigen Beziehungefügen, Unterhaltsindustrie und Kapitalismus beschäftigt.

Im Buch selbst ist „Unendlicher Spaß“ ein Film, der Menschen süchtig nach seinen Bildern macht. Die Menschen merken nicht einmal während des Sehens, dass sie verdursten und verhungern. Im Zentrum der Geschichte steht der Filmemacher und sein Sohn Hal, ein Tenniswunderkind mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Mit literarischer Virtuosität, Absurditäten und einem literarischen Kosmos, der seinesgleichen sucht, gelang Foster Wallace sein literarisches Debüt und gilt heute als eines der einflussreichsten Romane seit 1923.

 

 

 

David Foster Wallace: Unendlicher Spaß

Kiepenheuer&Witsch

Hardcover, 1552 Seiten, gebunden mit SU, 39,95 Euro

ISBN: 978-3-462-04112-5

Mehr Informationen unter: https://www.kiwi-verlag.de/buch/unendlicher-spass/978-3-462-04112-5/

 

Für Fans von H.G. Wells: Die Landkarte der Zeit von Félix J Palma

© Rowohlt

Reisen durch die Zeit sind die neueste Sensation im viktorianischen London. Ein Bibliothekar hütet das Geheimnis der Landkarte der Zeit und spinnt seine Pläne mit den Protagonisten. Da ist zum einen der wohlhabende Andrew, der den Tod seiner großen Liebe durch Jack the Ripper verhindern will. Die junge Claire sehnt sich nach Abenteuer in der Zukunft, während Inspektor Garrett einem Mörder auf den Fersen ist, der mit Waffen tötet, die noch gar nicht erfunden sind.

Mit packenden Bildern und einem einzigartigen Verwirrspiel gelingt Palma es, den Leser zu fesseln. Auch die Einbettung des Autors H.G. Wells in den Figurenkosmos erzeugt gleichzeitig Faktizität als auch das beklemmende Gefühl, es könnte alles nur Illusion sein. Ist die vierte Dimension Realität oder nur Fiktion? Oder vielleicht das Ergebnis von mehreren Parallelwelten?

 

 

Félix J. Palma: Die Landkarte der Zeit

Rowohlt Verlag

720 Seiten, Hardcover, 24,95 Euro

ISBN 978-3-463-40577-3

Mehr Informationen unter: https://www.rowohlt.de/buch/Felix_J_Palma_Die_Landkarte_des_Himmels.2962620.html

 

Für Realisten und Polit-Satiriker: Plan D von Simon Urban

©Schöffling & Co.

Stellt euch vor, die deutsche Wiedervereinigung hat es nie gegeben und Egon Krenz ist seit 22 Jahren an der Macht. Die DDR ist pleite und Ostberlin ist kein schöner Ort: die Luft verpestet von Millionen Ölmotoren des Trabant-Nachfolgers Phobos. Aber es gibt eine letzte Chance für den Sozialismus, nämlich Wirtschaftsverhandlungen mit der BRD und ihrem Bundeskanzler Oskar Lafontaine. Doch dann geschehen mehrere Morde und Martin Wegener, Hauptmann der DDR-Volkspolizei, findet sich in einem Netz aus Intrigen und politischen Irrtümern wieder.

Urbans Polit-Satire spielt in seinem Roman auf so viele typische DDR-Alltagssituationen an, dass nicht nur Ostdeutsche auf ihre Kosten kommen. Universell hingegen gestaltet der Autor seine Hauptfigur, den gescheiterten Hauptmann. Dieser wird recht frei in seinen Obsessionen und Begehrlichkeiten geschildert, sodass eine explizite Sprache Verwendung findet.

Simon Urban: Plan D

Schöffling & Co.

552 Seiten, gebunden, 24,95 Euro

ISBN: 978-3-89561-195-7

Mehr Informationen unter: https://www.schoeffling.de/buecher/simon-urban/plan-d

 

Für Humanisten und Revolutionäre:

Die Drei Sonnen von Cixin Liu

©Heyne/Random House

Der Roman ist der erste zeitgenössische chinesische SF-Roman, der mit dem Hugo-Award ausgezeichnet wurde. Gezeichnet von der chinesischen Kulturrevolution empfängt die Astrophysikerin Ye in unserer heutigen Zeit eine an die Erde gerichtete Nachricht von Außerirdischen. Doch statt angesichts einer drohenden Invasion die Regierung zu informieren, will Ye Menschheit mithilfe der Außerirdischen erneuern.

In klarer Sprache versetzt Liu seine Leser in die Zeit von Mao und die Kulturevolution wird angesichts der Möglichkeit einer Invasion zu einer Zivilisationsfrage. Immerhin sind die meisten Menschen nur auf ihr Wohl es. Zum Wohle der Kultur wird die Natur, die eigene Existenzgrundlage, ausgebeutet und zerstört. Macht, Gier und Reichtum haben die Menschen im Griff. Mit geschickten Handlungssträngen baut der Autor seine Geschichte um philosophische Fragen. Ist der Mensch es wert, weiterhin auf der Erde zu leben?

 

 

 

 

Cixin Liu: Die drei Sonnen

Heyne

Paperback, Klappenbroschur, 14,99 Euro

ISBN: 978-3-453-31716-1

Mehr Informationen unter:

https://www.randomhouse.de/Paperback/Die-drei-Sonnen/Cixin-Liu/Heyne/e486389.rhd

Autorin: Saskia Liske

Der Lerche-Veranstaltungskalender für November

Der Lerche-Veranstaltungskalender für November

Nachdem die Redaktion sich verändert hat, wollen wir das neue Semester mit unserem bekannten Veranstaltungskalender starten. Es gibt wieder viel zu erleben in unserer wunderschönen Stadt!

 

30.10. – 05.11.17

DOK-Festival

Das alljährliche DOK-Festival bietet in diesem Jahr bis zu 340 Filme. Motto des Festivals ist dieses Jahr „Nach der Angst“. Nach Amsterdam ist das Dokumentarfilmfestival Leipzig das zweitgrößte seiner Art in Europa.

 

Location: verschiedene Veranstaltungsorte

Monetos: von Einzeltickets, bis Dauerkarten ist alles dabei

Web: http://www.dok-leipzig.de/festival/programmuebersicht-2017

 

02.11.17 – 31.03.18

Ausstellung in Reclams Universal-Bibliothek

Vor 150 Jahren wurde Reclams Universal-Bibliothek (RUB) gegründet. Die Reclamhefte sind jedem geläufig und werden vor allem für schulische Zwecke genutzt. Aus Jubiläumsanlass findet eine Vernissage in der RUB statt.

 

Beginn: 19.30 Uhr

Location: Stadtarchiv Ausstellungsfoyer im 3. Obergeschoss

Monetos: Kostenlos

Web:https://bitly.com.np/2nJ9B

 

08.11.17

Bilderausstellung der „Donnerstagsmalerinnen“

Auch für die Kunstbegeisterten unter uns gibt es im November etwas zu entdecken. In der Bibliothek Mockau findet eine Vernissage der Künstlerinnen Usch Neufert, Petra Schumann und Ruth Haan statt. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeit der Bibliothek besichtigt werden.

 

Location: Bibliothek Mockau

Monetos: kostenlos

Web: https://bitly.com.np/59LXF

 

15.11.17

Lesung mit Jan Weiler

Jan Weiler, Autor des erfolgreichen Romandebüts „Maria, ihm schmeckts nicht!“, liest im Täubchenthal aus seinem Werk „Und ewig schläft das Pubertier“.

 

Location: Täubchenthal

Beginn: 20.00 Uhr

Monetos: VVK 19 € (zzgl. VVK-Gebühren), AK 24 €

Web: http://www.taeubchenthal.com/veranstaltungen/jan-weiler/

 

22.– 29.11.17

23. Französische Filmtage

Die 23. Französischen Filmtage finden auch dieses Jahr wieder in den Passage Kinos und der Schaubühne Lindenfels statt. Zu entdecken gibt es hier zahlreiche französische Filmpremieren aus vielen verschiedenen Genres.

 

Location: verschiedene Veranstaltungsorte

Beginn: 22.11., 19:30 Uhr Eröffnungsfeier – Schaubühne Lindenfels

Monetos: verschiedene Eintrittspreise

Web: http://www.schaubuehne.com/programm/reihen/23-franzoesische-filmtage-leipzig/

          http://passage-kinos.de/franzoesische-filmtage-leipzig

 

 

24./25.11.17

Nachts im … Zoo

Für alle, die den Zoo mal anders erleben wollen. An beiden Tagen haben alle Interessierten die Möglichkeit, eine Abendtour zu unternehmen und die Zoobewohner mal ganz anders zu erleben!

 

Location: Zoo Leipzig

Beginn: 20.30 Uhr

Monetos: VVK 14 €

Web: http://bit.ly/2zeBAfQ (Stadt Leipzig, Freizeit, Kultur und Tourismus)

          http://www.zoo-leipzig.de/

Autorin: Jana Menke

Frankfurt auf Französisch – Ein Rückblick auf die Frankfurter Buchmesse 2017

Frankfurt auf Französisch – Ein Rückblick auf die Frankfurter Buchmesse 2017

Die Frankfurter Buchmesse verzeichnet ein Besucherplus von 6,5 Prozent – bis zu 280.000 Menschen strömten dieses Jahr durch die Messetore in Frankfurt. Lesungen der Lieblingsautoren, Neuerscheinungen und der „Ehrengast Frankreich“ zogen die Besucher in ihren Bann. Besonders am Wochenende war viel los in den Messehallen und auf dem Außengelände.

Frankfurter Buchmesse 2017 © Janka Diettrich

Neben Besuchern war auch das Fachpublikum wieder zahlreich mit dabei. Verlagsvertreter und Autoren reisen jedes Jahr gern wieder an. Wie beispielsweise der bekannte Tagesthemen-Moderator, Journalist und Schriftsteller Ulrich Wickert. Dieser bestätigt in einem Interview:

„Ich finde Bücher faszinierend und deswegen bin ich immer mit großer Begeisterung hier, um zu sehen was gibt es Neues. Denn das kann man nur aus der Zeitung nicht erfahren.“

Veranstaltungen

Nicht nur Autoren, sondern auch Musiker wie Brian May und Udo Lindenberg besuchten die Buchmesse um ihre neuen Bildbände vorzustellen sowie die Besucher mit ihrer Musik aus den Messehallen zu locken. Autogrammstunden von Ken Follett, Cecilia Ahern und Sebastian Fitzek waren ein weiteres Highlight für Besucher. Das Lesezelt auf dem Innenhof der Messe lud bei kostenlosem Tee zum Lauschen von „Grimms Morde“ ein. Der historische Roman von Bestsellerautorin Tanja Kinkel versetzt die Leser zurück ins 19. Jahrhundert und verbindet märchenhaftes Setting mit einer blutigen Mordserie.

Gastland Frankreich

Auf der Frankfurter Buchmesse standen drei Themenschwerpunkte im Mittelpunkt des Gastauftrittes: Innovation und digitales Schaffen, Französisch als Sprache des Wissensaustauschs und der Gastfreundschaft sowie die Belebung des deutsch-französischen Kulturaustauschs über die Jugend. Über 300 Veranstaltungen haben dieses Jahr schon unter dem Motto „Frankfurt auf Französisch“ stattgefunden.

Im Rahmen der Buchmesse stellte Michel Houellebecq sein neues Werk „In Schopenhauers Gegenwart“ vor. Im Ehrengastpavillion machten die Besucher viele Entdeckungen, besonders Digitalatelier sowie eine ausgestellte Gutenbergpresse waren ein Publikumsmagnet.

Preisverleihungen

Überall auf der Buchmesse war es zu sehen und zu hören. Die Preisverleihungen. Ungefähr 40 Auszeichnungen hat die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr an Illustratoren, Kinderbuchautoren, Buchblogger und weitere vergeben.

Der Verlag Kein & Aber wurde beispielsweise für sein brillantes Live-Marketing mit dem Orbanism Award ausgezeichnet. Die begehbaren Container, welche sowohl als Verlagsstand, als auch als Aussichtsplattform fungierten, zogen viele staunende Blicke auf sich.

Das allererste Mal konnte auch der Buchblog-Award vergeben werden. Uwe Kalkowkis Blog kaffeehaussitzer.de erhielt den Hauptpreis und Florian Valerius Instagram-Account @literarischernerd den Sonderpreis.

Für die besonders durchdachte Darstellung von Chancen und Risiken im Umgang mit Daten in Zeiten der Digitalisierung, wurde Adrian Lobe mit dem Journalistenpreis der Stiftung Datenschutz geehrt.

Die Frankfurter Buchmesse konnte also auch in diesem Oktober wieder glänzen und begeisterte Fachbesucher, Leser und Autoren. Im nächsten Jahr wird „Ehrengast Georgien“ empfangen. Zunächst jedoch können sich Bücherfreunde  auf die Leipziger Buchmesse im März 2018 freuen.

Autorin: Janka Diettrich

Gaumenschmaus zum Literaturgenuss – Eine kulinarische Reise durch Bücherwelten

Gaumenschmaus zum Literaturgenuss – Eine kulinarische Reise durch Bücherwelten

Lesen ist ein Genuss! Aber nicht nur für den Kopf, sondern auch für den Gaumen. Um die Lektüre noch köstlicher zu gestalten, findet ihr hier einige literarische Häppchen mit dem passenden Leckerbissen aus der Küche für einen gelungenen Literaturgenuss.

Viel Spaß beim Ausprobieren, Schmökern und Genießen!

 

Die Drachenwerft (Rainer Braune)

Darum geht es:

Gilles wächst zwischen enggestellten Häusern, dem abgründigen See und unheimlichen Apfelgärten auf. In seiner Nachbarschaft leben ein musikvernarrter Metzger, die rätselhafte Zettelheim und Mitschüler, die ihm nichts Gutes wollen. Immerhin glaubt er sich unsterblich. Vor allem aber sehnt er sich danach mit seiner Geige aus dem tristen Alltag auszubrechen und den pfeifenden Herzögen zu folgen.

Zum Literaturgenuss schmeckt:

Gedeckte Apfeltorte

Foto: CC Pixabay

Zutaten

Für den Teig:

  • 300g Mehl
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 1 Ei
  • 100g Zucker
  • 125g Butter oder Margarine
  • 2EL Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Für die Füllung:

  • 1,5kg Äpfel
  • 50g Zucker
  • 1EL Zitronensaft
  • 25g zerlassene Butter
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 50g gestiftete Mandeln
  • 2EL Weinbrand oder Rum
  • 2 Eigelb
  • Etwas Aprikosenmarmelade

Zubereitung

Teig:

Aus allen Zutaten zügig einen Mürbeteig kneten und 30 Minuten kaltstellen. Dann den Teig teilen und dreiviertel davon in eine gut gefettete Springform drücken. Das Ganze 15 Minuten bei 250°C vorbacken und dann die Apfelfüllung hineingeben.

Füllung:

Die geschälten Äpfel in nicht zu feine Spalten schneiden. Diese dann in einen Topf geben und mit Zucker, Zimt, Zitronensaft, Butter und Rum vermischen. Im eigenen Saft einige Minuten dämpfen und dann vom Herd nehmen. Als nächstes die Mandeln unterheben und dann in die vorgebackene Teigform geben.

Den übrig gebliebenen Teig ausrollen und ein Teiggitter über die Apfelfüllung ziehen. Das Gitter mit zwei Eigelb und etwas Aprikosenmarmelade bestreichen und die Torte bei 200°C backen, bis das Gitter goldbraun ist. Mit Vanilleeis beim Schmökern genießen!

 

Das Buch, in dem die Welt verschwand (Wolfram Fleischhauer)

Darum geht es:

Im Jahr 1780 geht der junge Nürnberger Arzt Nicolai Röschlaub einer Reihe merkwürdiger Todesfälle nach. Begleitet wird er von einer rätselhaften jungen Frau. Seine Suche nach Antworten führt ihn nicht nur an die äußersten Grenzen des Landes, sondern stellt auch seine Überzeugungen in Frage. Doch er muss sich beeilen, denn die Zeit drängt und das Geheimnis ist aus einem Stoff, der ganze Welten zerstören kann.

Zum Literaturgenuss schmeckt:

Balsamicobraten

Foto: CC Pixabay

Zutaten

  • 2EL Butter
  • 800g Rindfleisch (idealerweise aus der Schulter)
  • 1EL Mehl
  • 1 große Zwiebel, geviertelt
  • 100ml Balsamico-Essig
  • 200ml Fleischbrühe
  • 300ml Sahne
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Zuerst das Fleisch mit Mehl bestäuben. Dann die Butter erhitzen und das Fleisch mit den Zwiebeln von allen Seiten gut anbraten. Dabei darauf achten, dass die Zwiebeln nicht zu dunkel werden. Den Essig dazu gießen und vollständig verdampfen lassen. Dann das Fleisch mit Salz und Pfeffer bestreuen und als nächstes die Fleischbrühe sowie die Sahne dazu geben. Anschließend einen gut schließenden Deckel aufsetzen, die Hitze reduzieren und etwa drei Stunden schmoren lassen. Nach dem Ende der Garzeit das Fleisch in Stücke schneiden und mit der gebundenen Soße zu Knödeln und Rotkohl vertilgen.

 

Elefant (Martin Suter)

Darum geht es:

Ein kleiner rosa Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet, verzaubert die Menschen. Ganz plötzlich taucht er in der Schlafhöhle des Obdachlosen Schoch auf. Woher das seltsame kleine Tier kommt und wie es entstanden ist, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er will daraus eine weltweite Sensation machen und sein angegriffenes Ego wiederherstellen. Doch der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der die Geburt des Tieres begleitete, hat ihm den kleinen Elefanten gestohlen. Er ist der Meinung, dass so etwas Besonderes versteckt und beschützt werden muss als es weltweit zu präsentieren.

Zum Literaturgenuss schmeckt:

Waldbeeren-Tiramisu

Foto: CC Pixabay

 

Zutaten

  • 250g Waldbeeren
  • 600g Joghurt
  • 2EL Zitronensaft
  • 4EL Zucker
  • 125g Biskotten
  • 100ml Orangensaft

Zubereitung

Zuerst Joghurt, Zitronensaft und Zucker zu einer Creme vermengen. Dann die Hälfte der Biskotten in Orangensaft tauchen und den Boden einer Kastenform damit auslegen. Die Hälfte der Creme darauf verteilen und anschließend die Waldbeeren darauflegen. Eine zweite Lage Biskotten darüber schichten und mit dem übrigen Orangensaft beträufeln. Die restliche Creme darauf verteilen und zum Literaturgenuss vernaschen!

 Viel Spaß beim Ausprobieren und Schlemmen!

Autorin: Frances Liebau

Bücher auf der Leinwand – Literaturverfilmungen: Geheimtipp-Doppelpack

Bücher auf der Leinwand – Literaturverfilmungen: Geheimtipp-Doppelpack

Es ist eine komplizierte Angelegenheit: Filme, die auf Buchvorlagen basieren. Für die traditionellen Leser oft ein Grauen, weil Handlungsstränge gekürzt oder weg gelassen werden und die Schauspieler natürlich nie so wie die Figuren aussehen, die man sich im Kopf ausgemalt hat. Andere hingegen lassen sich von den Filmen dazu inspirieren, das Buch zu lesen, um dann vergleichen zu können. Aus verlegerischer Sicht ein Glücksfall, da sich mit dem Verkauf der Lizenzen viel Geld machen lässt und ein erfolgreicher Film gleichzeitig die Verkaufszahlen der zugehörigen Titel ankurbelt. Diesmal haben wir zwei Geheimtipps zu sehenswerten Literaturverfilmungen, die es nicht ins große Rampenlicht geschafft haben. Film ab!

 

 

Die dunkle Seite des Mondes (2016)

 

Buchvorlage:

Martin Suter – Die dunkle Seite des Mondes

Diogenes, 320 Seiten.

12,00€

Pic Dunkle Seite des Mondes
© amazon.de/Alamode

Der auf Fusionen spezialisierte Wirtschaftsanwalt Urs Blank stürzt nach einem tragischen Zwischenfall in eine Existenzkrise und beginnt seinen Lebensentwurf anzuzweifeln. Auf einem Flohmarkt lernt er die junge Lucille kennen, die ihn in die alternative Szene einführt. Er entwickelt schnell Gefühle für sie und lässt sich dazu überreden, halluzinogene Pilze zu konsumieren, um sein Inneres zu erforschen und Erkenntnisse über sein Leben zu erlangen. Dies geht jedoch gehörig schief und die Persönlichkeitsstruktur von Urs fängt an, sich rapide zu verändern. Der Rausch hat schwerwiegende Folgen und er beginnt die Kontrolle über sein Handeln zu verlieren…

„Die dunkle Seite des Mondes“ stellt den zweiten Teil der „neurologischen Trilogie“ des Schweizer Bestsellerautoren Martin Suter dar, die Persönlichkeitsveränderungen als zentrales Thema haben. Der deutsche Regisseur Stephan Rick hat mit der Verfilmung des Romans exzellente Arbeit geleistet. Moritz Bleibtreu brilliert mit seiner Darstellung des Urs Blank und auch der Rest der Besetzung weiß zu überzeugen. Die atmosphärischen Naturaufnahmen stehen im Kontrast mit der sich immer weiter zuspitzenden Handlung, die in ein fulminantes Finale mündet. Als spannende Mischung aus Psychothriller und Personendrama ist „Die dunkle Seite des Mondes“ darüber hinaus ein Paradebeispiel für einen grandiosen Film „Made in Germany“.

 

Wo zu sehen: Maxdome, Amazon Video, Apple iTunes, auf Blu-Ray und DVD

Trailer: 


 

 

Manhunter (1986)

 

Buchvorlage:

Thomas Harris – Roter Drache

Heyne, 464 Seiten.

9,99€

Pic Manhunter
© amazon.de/Kinowelt/Studiocanal

Will Graham, Ex-Profiler beim FBI, genießt seinen Ruhestand, nachdem er seinen Job beinahe mit dem Leben bezahlt hat. Eines Tages bekommt er Besuch von seinem ehemaligen Chef: Ein letzter, unmöglicher Auftrag. Ein Serienkiller treibt sein Unwesen, welcher stets bei Vollmond zuschlägt und Familien in ihrem Zuhause grauenhaft verstümmelt. Graham entschließt sich, ein letztes Mal auf die Jagd nach einem Mörder zu gehen und benötigt dabei die Hilfe seines einstigen Widersachers: Dem Kannibalen Dr. Hannibal Lecter. Dieser sitzt in Isolationshaft in einer Psychiatrie und will sich an Graham rächen, indem er ihn in die Arme der „Zahnfee“, wie die Presse den Mörder getauft hat, treibt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die nächste Vollmondnacht naht bereits…

Die Hannibal-Romane von Thomas Harris wurden mit Anthony Hopkins als Dr. Lecter sehr erfolgreich verfilmt und sind bestens bekannt. Die erste Adaption des Stoffes, die zu Unrecht leider nicht besonders hohe Popularität genießt, war bereits 1986 „Manhunter“. Kein geringerer als Michael Mann, welcher später mit Filmen wie „Heat“, „Insider“ und „Collateral“ erfolgreich wurde,  führte damals Regie. Als Will Graham bekommen wir William Petersen zu sehen, welcher ab dem Jahr 2000 Chefermittler in der Fernsehserie „CSI: Den Tätern auf der Spur“ wurde. Dr. Hannibal Lecter wird von Brian Cox gespielt, der dem Charakter eine subtilere Note verleiht, als es Hopkins nach ihm tat. Sehenswert ist der Film aber vor allem wegen seiner für die damalige Zeit visionären Optik. Der kühle Hochglanzlook in Verbindung mit dem hypnotischen Soundtrack prägte das Krimi-Genre nachhaltig. Auch das Herausstellen der Ermittler-Arbeit, welche in andern Filmen oft im Verborgenen stattfindet, ist ein Alleinstellungsmerkmal. „Manhunter“ ist eine vergessene Thriller-Perle und Fans der Bücher, oder die es noch werden wollen, sollten sich den Film nicht entgehen lassen.

 

Wo zu sehen: Amazon Video, Apple iTunes, auf Blu-Ray und DVD

Trailer:


 

Kennt ihr weitere unbekannte Buchverfilmungen, die es nicht verdient haben, in Vergessenheit zu geraten? Welche Filme haben eure Erwartungen enttäuscht oder erfüllt? Welcher Roman muss unbedingt noch verfilmt werden? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

 

Autor: Norman Zwanzig

Ein flirrender Traum von Lissabon – „Inquietudo“: Autor Alexander Suckel im Lerche-Interview

Ein flirrender Traum von Lissabon – „Inquietudo“: Autor Alexander Suckel im Lerche-Interview

Man muss es nicht unbedingt lesen, so vermessen bin ich nicht. Aber es lohnt sich, weil man sich darin verlieren kann. Und auch wieder hinausfindet. Hoffentlich.

 

Am ersten Juni 2017 erschien der Debütroman „Inquietudo“ von Alexander Suckel. Grund genug, um mit dem Autor ein Gespräch zu führen, in dem er Rede und Antwort steht.

 

Klappentext zu „Inquietudo“:

Inquietudo Gif
Raffinierte Spiegelspiele als passendes Cover. © Ronny Wenzel

Am Anfang steht eine unerfüllte Liebesgeschichte. Kruse, Ende zwanzig, Pianist in einer Nachtbar, begegnet der TV-Moderatorin Marcenda. Kurz darauf stirbt sie bei einem mysteriösen Autounfall. Kruse flüchtet nach Lissabon, um mit seinem Schmerz allein zu sein. Die Stadt erscheint ihm wie ein Vexierspiegel. Tatsächliche Ereignisse überlagern sich mit sonderbaren und irrealen Vorkommnissen. Er trifft auf Menschen, die längst gestorben sein müssten, und schon bald verschwimmt die Gegenwart zu einer Unform aus Träumen, Phantasien und Realem.

 

 

 

 

Leipziger Lerche: Mit Inquietudo“ haben Sie Ihren Debütroman vorgelegt. Welche Intention bestand für Sie darin, einen Roman zu schreiben und wen möchten Sie mit diesem Buch ansprechen?

Alexander Suckel: Dass es ein Roman wird oder werden könnte, war beim Schreiben nicht abzusehen. Ich wollte ein paar Geschichten zu Papier bringen, die mich umgetrieben haben. Angesprochen könnte sich fühlen, wer von Literatur mehr als bloße Beschreibung des Alltags erwartet und wer – wie die Figuren des Buches – mitunter auch nicht immer zwischen Realität und Phantasie zu unterscheiden weiß.

 

Abseits des Klappentextes – könnten Sie für unsere Leser kurz umreißen, warum man Ihr Buch unbedingt lesen sollte?

Man muss es nicht unbedingt lesen, so vermessen bin ich nicht. Aber es lohnt sich, weil man sich darin verlieren kann. Und auch wieder hinausfindet. Hoffentlich.

 

Würden Sie sich selbst mit dem Pianisten Kruse identifizieren bzw. wie viel Alexander Suckel steckt in Kruse?

Ich identifiziere mich mit all meinen Figuren, vor allem mit den Weiblichen. Und also wohnt jeder Figur ein Teil des Autors inne.

 

Gibt oder gab es in Ihrem Leben auch eine Marcenda?

Sonst gäbe es das Buch nicht.

 

Lissabon ist der Haupthandlungsort Ihres Romans. Stehen Sie in einer besonderen Beziehung zu dieser Stadt?

Ich habe dort für ein paar Monate als junger Mensch gelebt. Es ist das Ende von Europa, den Atlantik im Rücken oder vor Augen. Beides schärft den Blick fürs Wesentliche. Der Fisch ist gut, der Wein ist billig, die Menschen friedlich, die Straßen unübersichtlich und meistens scheint die Sonne. Außer zu Weihnachten. Da regnet es. Was will man mehr vom Leben?

 

In einer Stelle des Buches schreiben Sie sinngemäß, dass sowieso niemand den Unterschied zwischen einem Boogie und einem Bepob kennt. Würden Sie unseren Lesern eventuell einen kleinen musikalischen Exkurs geben?

Einen Boogie können Sie auf der Weihnachtsfeier eines Versicherungsunternehmens spielen. Mit einem Bebop sprengen Sie die Veranstaltung.

 

Wie lange hat es gedauert, bis Ihr Roman von einem Verlag angenommen wurde, oder war der Mitteldeutsche Verlag Ihre erste Wahl?

Ich habe es nur dem Mitteldeutschen Verlag zu Lesen gegeben. Das war der Beginn einer hoffentlich langen und wunderbaren Freundschaft.

 

Planen Sie bereits einen neuen Roman?

Ja.

 

Aktuell Leben Sie in Halle und Leipzig. Wo lebt es sich für Sie am besten?

Im Stau auf der A14. Ansonsten in Lissabon.

 

Zum Schluss würde ich Sie bitten, unseren Lesern vielleicht noch einen kleinen Tipp für den nächsten Theaterbesuch zu geben.

„Piraten!“ und „Ewig Jung“, zwei Liederabende am neuen Theater Halle.

 

Herr Suckel, ich danke Ihnen für Ihre Zeit und das aufschlussreiche Gespräch.

 

Über Alexander Suckel:

Pic Alexander Suckel
Alexander Suckel, Autor von „Inquietudo“. © Anna Kolata

Alexander Suckel wurde 1969 in Halle geboren, studierte Musikwissenschaften und Opernregie in Halle und Berlin und arbeitete als Moderator und Autor fürs Radio. Seit 1995 ist er als Musiker, Dramaturg, Autor und Regisseur an vielen deutschen Theatern tätig. Außerdem lehrt er als Dozent an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie der Hochschule für Musik und Theater, Leipzig und schreibt für verschiedene Tageszeitungen und Fachzeitschriften. Suckel lebt in Halle und Leipzig.

 

 

 

 

 

 

Pic Inquietudo 2
© Ronny Wenzel

„Inquietudo“

mitteldeutscher verlag

ISBN: 978-3-95462-914-5

EUR 12,95 (D)

208 Seiten

www.mitteldeutscherverlag.de

  

 

 

 

Autor: Ronny Wenzel

Gut Leben ohne Werbung – das transform Magazin: fokussiert auf Inhalte

Gut Leben ohne Werbung – das transform Magazin: fokussiert auf Inhalte

Egal ob Print oder digital: wer gemütlich in Zeitschriften blättern will, den stört alle paar Seiten eine knallige Werbeanzeige. Überall blinkt und schreit es aufmerksamkeitsheischend. Dabei passt die Werbung häufig so gar nicht zum eigentlichen Heftinhalt. Entspannt und werbefrei Zeitung lesen – geht das überhaupt? Ja – wie das transform Magazin beweist, über das ich kürzlich gestolpert bin.

Das transform Magazin für das gute Leben versteht sich als werbefreie Zone. Auf seinen Seiten finden sich keinerlei Anzeigen. Auch wenn das für das Heft keine Werbe- und Anzeigeeinnahmen bedeutet. Viel wichtiger als Geld ist der Redaktion die Grundaussage des transform Magazins. Es geht um Entschleunigung, hinaus aus dem Hamsterrad und hinein in die genussvolle Lektüre. Da würde Werbung nur stören – zumal viele der Texte recht kritisch mit unserer heutigen Gesellschaft ins Gericht gehen.

 

Entspanntes Hipsterleben & moderne Übersichtlichkeit

pic transform 2 cover
Die aktuelle Ausgabe. © transform-magazin.de

Das transform Magazin für das Gute Leben ist ein seit Juli 2015 erscheinendes Printmagazin, welches sich – wie der Titel schon verrät – mit dem Guten Leben und all seinen Facetten beschäftigt. Auf 127 Seiten finden sich Texte und alltagstaugliche Inspirationen, wie es in Heft Nr. 1 bezeichnet wird. Die Redaktion möchte mit transform einen Beitrag zur Entschleunigung leisten und wendet sich offen gegen den Selbstoptimierungswahn.

 

In jeder Ausgabe des Magazins gibt es ein Schwerpunktthema. Die die erste Ausgabe drehte sich um das Thema Arbeit („Wir schmeißen hin“), die zweite um Empathie („Empathie da wo’s wehtut“), und die dritte Ausgabe beschäftigte sich mit den eigenen, menschlichen Widersprüchen („Wir widersprechen uns“). Zu diesen Schwerpunktthemen gibt es dann diverse Artikel, aber auch die wiederkehrenden Rubriken Sanftmütige Dissidenz im Alltag und Das gute Leben sind von dem Schwerpunkt geprägt.

Charmant an dem Magazin finde ich seine leichte wie beschwingte Sprache, die dennoch von einem ernsthaften Unterton begleitet wird. Die Artikel richten sich nie gegen etwas, sondern regen zum Nachdenken an. Die teils umfangreichen und komplexen Texte werden mit verschiedenen kleineren Artikeln, lustigen Beiträgen, praktischen Handlungsanweisungen, Mandalas sowie ironischen Zitaten und Anspielungen aufgelockert. Beispiele gefällig? „Anleitung zum Blaumachen. 10 praktische Tipps“, „Du kannst es auch! Diesmal: Die Mundharmonika“ oder „Pimp my Denkmal“ sind nur einige der aufheiternden Artikel, die sich im transform Magazin finden lassen.

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Sehr praktisch finde ich auch das Icon-System, welches die Redaktion für das Magazin erdacht hat. Dieses Bildsystem dient der Einordnung der Beiträge und zur schnellen Übersicht, wieviel Zeit das Lesen in Anspruch nimmt (Symbol: Armbanduhr bzw. Standwecker) oder ob es was fürs Herz (Symbol: Herz) oder für den Kopf (Symbol; Glühbirne) ist. So weiß man immer, woran man ist.

 

Ein werbefreies Bookazine

Mit seiner inhaltlichen wie formalen Ausgestaltung präsentiert sich das transform Magazin als hochwertiges Produkt. Auf 127 Seiten und recyceltem Papier kommt es nicht wie eine einfache Zeitschrift daher. In seiner Beschaffenheit ist es nicht nur Magazin, sondern auch Buch. transform weicht vom typischen A4-Format ab und orientiert sich eher an einem Standart-Fachbuch mit einer Breite von 23 Zentimetern. Im Englischen gibt es für diese in den letzten Jahren aufgekommene Hybridform die Bezeichnung „Booakzine“. In der Regel sind diese zwischen 116 und 132 Seiten stark, im A4-Format und auf hochwertigem Papier gedruckt, konzentrieren sie sich auf ein spezielles Thema und funktionieren häufig ohne oder mit nur wenigen Werbeanzeigen.

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© transform-magazin.de

Diese No-Advertising Einstellung findet sich auch ganz explizit beim transform Magazin wieder. Das Magazin möchte dem Leser eine gute Zeit bieten, voller interessanter Artikel, Ideen und genussvoller Ästhetik. Der Verzicht auf Werbung erlaubt dem Magazin, unabhängig und frei agieren zu können.

Denn mit Werbung würde das Magazin zu einer wahllosen Plattform, auf der es nur um den Verkauf und monetäre Interessen ginge. Dies widerspricht aber dem Selbstverständnis der Redaktion, sodass einfach darauf verzichtet wird. Wenn sie immer wieder das Verhältnis von Werbung in Magazinen problematisiert, wird deutlich, dass es hier wirklich um ein Umdenken im Verhältnis von Werbung und Zeitungstext geht. Dies geschieht ernsthaft, aber dennoch leicht und witzig. Im transform Nr. 1 finden sich zum Beispiel zwei Seiten, die sich ganz darauf konzentrieren.  Dabei ziert die linke Heftseite auf weißen Grund nur ein überdimensional großes schwarzes X und darunter das Wort Werbung in schwarz, auf der rechten Seite findet sich der Buchstabe O in groß, darunter ein längerer Satz mit der Botschaft: „Wer seinen Leser‘innen hochwertige Inhalte anbietet, sollte nicht darauf achten müssen, ob Werbekunden ein gutes Umfeld für ihre Produkte finden. Wir sind werbefrei. Und ziemlich stolz darauf.“

 

Crossmedial: für jeden das passende

Ein weiterer Aspekt des Magazins: Die Redaktion konzentriert sich nicht nur auf Print, sondern auch auf digitale Inhalte. Wer sein Magazin lieber im PDF-Format auf einem mobilen Endgerät liest, der kann die digitale Vollversion erwerben. Interessant ist außerdem das Angebot, den reinen Textinhalt des Magazins kostenfrei lesen zu können. Wer also nur Interesse an den Texten der Redaktion und der Autoren hat, der ist bei der Open Source Variante (im RTF-Format) gut aufgehoben. Um die längere Wartezeit auf eine neue Ausgabe zu versüßen, komplettiert ein Blog mit neuen Beiträgen das Angebot. Hier kommen neben den transform Autoren auch diverse Gastschreibende in den Rubriken Gutes Leben, Dissidenz, Zeitgeist, Zukunft sowie Arbeit zu Wort.

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Die Redaktion. © transform-magazin.de

Das Heft ist im Zeitungsladen des Vertrauens oder direkt beim Hersteller für zehn Euro in der Printversion oder fünf Euro in der digitalen Vollversion erwerbbar. Für einen ersten, unentgeltlichen Blick könnt ihr natürlich auch auf der Homepage des transform Magazin für das Gute Leben vorbeischauen und euch durch den Blog oder die Open Source Magazinvariante lesen.

Dann verpasst ihr allerdings die tollen Illustrationen und eine genussvolle Lektüre. Ich empfehle die Printvariante, da bietet sich was für Herz, Augen und Hirn!

Autorin: Saskia Liske

Preiswerte Superhelden gesucht: Buchbranche im Nachwuchs-Dilemma

Preiswerte Superhelden gesucht: Buchbranche im Nachwuchs-Dilemma

Kommunikationsstark und dynamisch sollen sie sein. Belastbar, natürlich gebildet und wahre „Digital Natives“. Die Anforderungen an die Einsteiger der Buchbranche sind hoch, und der Verlagsalltag hat den jungen Buchmenschen vor allem Blut, Schweiß und Tränen anzubieten. Jedes Jahr schrumpfen die Azubi-Klassen an den Berufsschulen, und Verlage suchen ausdrücklich nach Quereinsteigern. Hat die Buchbranche ein Nachwuchsproblem?

Wenn es nach dem WDR geht, nicht nur das. Der Sender läutet gerade mit einer vierteiligen Radioserie die Totenglocke für den Beruf des Buchhändlers. Die Berufsschule in Köln muss dieses Jahr wegen Schülermangels schließen. So verbleibt für ganz Nordrhein-Westfalen nur noch der Standort in Düsseldorf. Darüber kann der Osten Deutschlands nur müde lächeln. Die Gutenberg-Schule in Leipzig ist die einzige Berufsschule für ostdeutsche Buchhändler – außer Berlin, welche aber nur für die Hauptstadt zuständig ist. Alle anderen, ob im Harz oder von der Ostseeküste, müssen in die Messestadt pilgern. Dennoch ist es jedes Mal ein Erfolg, wenn ein Jahrgang mit zweistelligen Schülerzahlen beginnt.

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Die Gutenberg-Berufsschule in Leipzig. © leipzig.de

Hohe Erwartungen an den Nachwuchs

Tatsächlich erscheint die Beschäftigung mit totem Papier in Zeiten rasanter Digitalisierung als anachronistischer Berufswunsch, höchstens ein Refugium für Mauerblümchen mit Hang zum Eskapismus. Die sind aber genau das Gegenteil, was die Buchbranche gerne hätte. Medienprofis werden verlangt, mit allen Wassern gewaschene Content-Kapitäne, um die Unternehmen mit sicherer Hand durch den digitalen Sturm zu steuern.

Natürlich ist neben diesen „Soft Skills“ auch noch eine umfassende und moderne Bildung gewünscht. Wer heute beim altehrwürdigen Fischer-Verlag lektoriert, muss nicht nur die Feinheiten der deutschen Sprache und gewisse Kenntnisse der Hochkultur beherrschen. Digitale Medien sollen wie eine Zweitwohnung für den Nachwuchs sein. Er bewegt sich mühelos zwischen Facebook, Twitter und Google, schnappt dabei die neuesten technologischen Trends auf beherrscht sie idealerweise auch – natürlich auf allen möglichen Geräten. Nur so gelingt es einigermaßen, dem allmächtigen Teufel Amazon hinterher zu hecheln.

 

Spannender Job, karges Einkommen: Arbeit mit Büchern

Solch ein Universalgenie liegt selten schon in der Kinderwiege. Der Weg zu den höheren Weihen einer Festanstellung in der Buchbranche ist lang und steinig. Eine Ausbildung, Studium oder idealerweise beides, vielleicht noch ein Auslandsjahr, natürlich zahlreiche Praktika und Volontariate – sind längst keine Garantie, mit Ende zwanzig schließlich ein sicheres Auskommen zu finden. Ingenieure denken da bereits über den Hausbau nach, während der Nachwuchs der Buchbranche die nächste billige WG in München sucht.

Aber diese Genies, diese Übermenschen – sie wollen auch irgendwann leben können. Die Jungen Verlagsmenschen befragten Anfang des Jahres den Buchbranchen-Nachwuchs zu seinem Arbeitsleben. Fazit: Hingabe und Freude am Beruf sind ungebrochen, aber ebenso der Unmut über unverhältnismäßige Entlohnung und den Missbrauch von Volontären als Ersatz für Vollzeitkräfte.

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Digital Native, aber bitte ohne Ansprüche: typisches Berufsbild in der Buchbranche. © FirmBee/pixabay.com

Wer nach über einem halben Jahrzehnt Ausbildung nur hinhaltende Versprechen auf die nächste befristete Anstellung hört, sucht woanders sein Glück. Mäßige Bezahlung kaum über Mindestlohnniveau, um das teure Leben in Berlin, Frankfurt oder Hamburg zu finanzieren; selbstverständliche Überstunden und Chefs, deren Dienstjahre sie in ihren Augen vor jeglicher Meinungsänderung schützen: Warum sollte ein ambitionierter Medienprofi voller Ideen bei einem Verlag arbeiten? Es hört sich nicht unbedingt nach einem guten Tausch an – wenn ebenso die Marketing-Abteilung von BMW lockt. Oder der Job als Postbote zu ähnlichen Bedingungen, dieser aber wenigstens in der Nähe der Familie und mit weniger hochtrabenden Anforderungen.

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Buchstadt, Messestadt, teures Pflaster – Deutschlands Literatur-Zentrum Frankfurt am Main. © csalow/pixabay.com

Wer sich nicht mit nostalgischen Papierdogmatikern anlegen will, macht sich eher noch selbstständig. Idealismus hin oder her, aber schließlich sind wir auch ausgebildete Kaufleute und erkennen ein schlechtes Angebot. Noch weniger Interesse dürften diese trüben Aussichten bei den ersehnten Quereinsteigern mit beruflicher Kompetenz im IT-Bereich wecken. Einen XML-erfahrenen Medieninformatiker ersehnen sich eben nicht nur knausrige Buchverlage.

 

Ausbildung im Buchhandel: Eigeninitiative statt Lehrplan

Der wundervolle Beruf des Buchhändlers ist immer noch ein wichtiger Einstiegsweg in die Medienbranche. Die Ausbildung ist sehr vielfältig und jeden Tag aufs Neue spannend, aber kein Zuckerschlecken: Einsatz am Wochenende und Feiertagen gehören naturgemäß zum Einzelhandel, die Vergütung ist bei unabhängigen Buchhandlungen kaum der Rede wert. Fraglich, wer sich in dieser Gesamtsituation für eine Ausbildungsstätte in einer 40 000-Seelen-Kleinstadt irgendwo in der norddeutschen Tiefebene erwärmen kann. Es sind aber nicht nur die trüben Aussichten, welche den Nachwuchs abschrecken. Viele Buchhandlungen bilden einfach nicht mehr aus.

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Jung, Belesen und Multimedial – der Buchhändler von heute. © ksookhai/pixabay.com

Nun könnte der Geist der jungen Azubis in den Betrieben, Berufsschulen und durch gute Nachwuchsarbeit der Branchenorganisationen geschmiedet werden. Leider gilt bei uns eher: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Gerade in den engagierten, unabhängigen Buchhandlungen mangelt es oft an elementaren Kenntnissen aus der digitalen Welt. Das Webseitendesign aus den 90ern mal überholen? Kann ja der Praktikant machen, wenn er Lust hat. Softwareupdates, um Sicherheitslücken zu schließen? Nicht möglich, das billige Gratisprogramm wird seit drei Jahren nicht mehr unterstützt. Windows XP auf dem Bürorechner ist da nur die Spitze des Eisbergs.

In den Berufsschulen und Unis sieht es auch nicht besser aus. Zwischen unterfinanzierten Computerkabinetten und einem altbackenen Berufsschullehrplan (zwei Stunden zum Thema E-Books, vier Wochen korrekte Anordnung bibliografischer Daten) versuchen engagierte Lehrer, durch eigene Fortbildung den Unterrichtsstoff ins 21. Jahrhundert zu bringen. Doch was nützt die beste theoretische Bildung, wenn der Nachwuchs die Technik nicht in der Praxis kennenlernt?

Gehiiirne! Jung und zart. Das ist, was wir brauchen!

Auch wenn die Jungen Verlagsmenschen immerhin deutliche Gehaltssteigerungen feststellen konnte: Es bleibt noch viel zu tun. Selbst diese Verbesserung wäre wohl kaum ohne den Zwang des Mindestlohns gekommen. Mit Sparkurs und falscher Nostalgie sorgt die Buchbranche nicht nur für ein Abwandern intelligenter Fachkräfte, sondern behindert ihre eigene Innovationsfähigkeit. Auf Sparflamme gesetzte Volontäre mit unsicherer Zukunft behalten ihre Kompetenzen natürlich eifersüchtig für sich, um dem Verlag die dauerhafte Übernahme schmackhaft zu machen. Wenn die Vertiebs-Volontärin, die gerade das verlagsinterne CMS-System optimiert hat, dann doch geht, verschwinden natürlich auch ihre Kenntnisse. Dafür werden ihre Nachfolger endlos neu eingelernt. Ein selbstverschuldeter „Brain-Drain“.

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„Wir haben das schon immer so gemacht, das kann so schlecht nicht sein!“ Standard-Innovations-Spruch im Verlagsalltag. © StockSnap/pixabay.com

Am Ende könnte die Buchbranche tatsächlich zugrunde gehen. Nicht, weil E-Books die gedruckte Literatur ersetzen oder niemand mehr Bücher kauft. Sondern weil ihr die guten Mitarbeiter den Rücken kehren. Ich würde diesen Tod zutiefst betrauern, denn ich arbeite für mein Leben gern in der Buch- und Medienbranche, und bin da nicht allein. Wir alle in unserem Studiengang sind auf unsere Art masochistisch-idealistisch. Zeit, dass wir die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Autor: Niklas Gaube

Der Lerche-Veranstaltungskalender für August

Der Lerche-Veranstaltungskalender für August

Nach einem Monat Pause kehrt im Sonnenmonat August der Veranstaltungskalender auf eure Bildschirme zurück. Es darf wieder gelacht, gesehen, gefühlt und gehört werden, was Herz und Hirn begehren!

 

03.08.2017 – 06.08.2017

Leselust Leipzig

Jeder von euch kennt ihn: Den Vorleser – oder zumindest habt ihr schon einmal von ihm gehört. An vier vollen Tagen könnt ihr nun zum Zuhörer werden und fantastischen, abenteuerlichen, amüsanten Geschichten einiger Vorleser lauschen. Pssst – hinhören lohnt sich!

Monetos:         keine, ist kostenlos

Beginn:            täglich ab 10:30 Uhr

Location:         Clara- Zetkin- Park, 04107 Leipzig

Web:                 https://www.leselustleipzig.de/leselust-im-august/

04.08.2017 – 13.08.2017

Classic Open

Auch im August wird es wieder „Klassisch“. Denn bereits zu Beginn des Monats findet auf dem Leipziger Marktplatz eine Musizierstunde der Richtungen Swing, Jazz, Pop und natürlich Klassik statt. Ein Vorbeischauen für Musikliebhaber lohnt sich.

 

Monetos:         keine, ist kostenlos

Beginn:            Am 04.08.2017 um 11:00 Uhr

Location:         Leipziger Marktplatz, Markt, 04109 Leipzig

Web:                 http://www.classicopenleipzig.com

 

04.08.2017

Open Air Talentshow

Bereits die dritte Runde der Talentshow ist angelaufen. Hier treten Comedians, Slammer, Musiker und Menschen mit anderen besonderen Begabungen gegeneinander an und werden von dem Publikum genauestens beäugt. Der Gewinner darf eine Runde weiterziehen und im Dezember gegen die anderen Finalisten antreten.

 

Monetos:         3 €

Beginn:           21:00 Uhr

Spot:                Pool Garden, Erich-Zeigner-Allee 64, 04229 Leipzig

Web:                http://www.urbanite.net/de/leipzig/events/open-air-talent-show-2

 

09.08.2017

Münchhausens Abenteuer

In der Feinkost Leipzig wird diesen Sommer wieder Theater gespielt. Am 09. August könnt ihr Münchhausens Abenteuer erleben. Seit dabei und fliegt auf der Kanonenkugel ins Wunderland des Lügenbarons davon!

Monetos:         Tickets ab 8 €

Beginn:            19:00 Uhr

Spot:                 Feinkost Leipzig, Karl-Liebknecht-Straße 36, 04107 Leipzig

Web:                 https://www.facebook.com/FeinkostSommertheater

 

12.08.2017

Pardon wird nicht gegeben! 100 Jahre Satirezeitschriften in Deutschland

Humor, Satire und Nonsens sind seit mehr als 100 Jahren überall und für jeden verfügbar. In diesem Zusammenhang erwartet euch diesmal im Buch- und Schriftmuseum eine Kabinettausstellung, welche sich mit 100 Jahren der Satirezeitschriften in Deutschland beschäftigt. Es wird in diesem Kontext eine Kuratorenführung angeboten, welche durch die verschiedenen Stationen der Ausstellung führt und euch mit humoristischen Zeitschriften jeder Art verzücken möchte.

 

Monetos:         keine, ist kostenlos

Beginn:            15:00 Uhr

Spot:                 Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek, Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

Web:                 http://www.dnb.de/DE/DBSM/Veranstaltung/20170812KuratorenfuehrungPardon.html

 

 

18.08.2017 – 20.08.2017

Wasserfest Leipzig

Wasserratten hergehört! In der Mitte des Monats erwartet euch ein Wasserspaß den ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Im Clara-Zetkin-Park findet das 17. Leipziger Wasserfest statt. Gepaart mit einem vollgepackten Programmkalender, unter anderem Bootsparade, Entenrennen und einem Bandwettbewerb, könnt ihr hier ein feucht-fröhliches Spektakel erleben, um euch ein wenig in der Sommerhitze abzukühlen.

 

Monetos:         keine, ist kostenlos

Spot:                Clara-Zetkin-Park, 04107 Leipzig

Web:               http://www.wasserfest-leipzig.de/start

 

Autor: Michael Kroschwald