So eine Schwester wünscht sich jede(r) – Das Online-Magazin sisterMAG stellt sich vor

Alles begann mit einer Diplomarbeit, die Thea Neubauer nicht langweilen sollte. Entstanden ist ein dynamisches, frisches und vor allem sympathisches Online-Magazin, das aus den bisherigen Konventionen ausbricht.

Im Rahmen der Ringvorlesung „Current trends in publishing“ stellte sich gestern Abend das sisterMAG an der HTWK Leipzig vor, gegründet und herausgegeben von Toni Sutter und Thea Neubauer. Der Raum war schnell gefüllt und bereits optisch ließ sich an den beiden Damen erahnen, dass es kein langweiliger Vortrag werden würde.

© sisterMAG
Toni und Thea © sisterMAG

sisterMAG gibt es seit 3 Jahren. Das besondere: es ist kostenlos und erscheint ausschließlich in digitaler Form. Es ist konzipiert für Tablets und Smartphones und hat bereits eine feste Leserschaft von 150.000 Leserinnen und ein paar sich outenden Lesern. Finanziert wird es durch das Geschäftsmodell Content Marketing, das ca. ein Viertel des Magazins ausmacht. Bei einem Umfang von ca. 400 Seiten ist aber noch genug Platz für weiteren redaktionellen Inhalt. Content Marketing bettet Marken in eine Story ein und wird bei sisterMAG mit Fotos aufwändig in Szene gesetzt, finanziert von den jeweiligen Unternehmen. Partner waren bisher zum Beispiel Smart, DHL oder Vichy. Letztere arbeiten sogar dauerhaft mit dem Magazin zusammen.

Als USPs nennen Thea und Toni Fashion (DIY Mode zum Nachnähen), Food und auch Technologie – aber eben auf eine besondere, andere Art und Weise in Szene gesetzt. Es gibt keine feste Redaktion, keinen Verlag, der dahintersteht. Artikel werden hauptsächlich von unabhängigen Bloggern verfasst, die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben. Diese sind mit mehr Leidenschaft bei der Sache, so, wie die Herausgeberinnen selbst. Der Anspruch ist, Dinge anders zu machen als andere. Die Recherche findet dabei kaum am Schreibtisch statt. Die Blogger probieren aus, was sie schreiben. Nach dem Motto „Passionate beats Professional“ entstehen so Artikel über Matcha Grüntee, einen Rundgang durch das deutsche Apothekermuseum oder über die Musikszenen in verschiedenen Großstädten.

Ein positiver Effekt ergibt sich durch den Umgang mit den eigenen Inhalten. Jeder ist eingeladen Texte und Fotos zu teilen, es wird lediglich um den Quellverweis auf sisterMAG gebeten. Seit der Gründung ist dadurch ein weitverzweigtes Netz in den Sozialen Medien entstanden. Die Schwestern erklären, wie sie die Kanäle für unterschiedliche Zwecke nutzen: Facebook zur Information über neue Inhalte, Instagram zur Kommunikation mit den Usern, YouTube für einen Blick hinter die Kulissen.

Der größte Erfolgsfaktor ist jedoch mit Sicherheit die sympathische Art der beiden Schwestern. Sie leben für das, was sie machen und verkörpern dies nach außen. Sie haben Freude, setzen die Dinge liebevoll um und diese Freude und Leidenschaft ist im sisterMAG zu spüren. Bitte macht unbedingt so weiter!

Einen herzlichen Dank auf diesem Wege auch im Namen der Leipziger Lerche für diese wunderbare Vorstellung einer wunderbaren Idee und deren erfolgreicher Umsetzung.

Autorin: Maggy Kleinichen

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2 Gedanken zu „So eine Schwester wünscht sich jede(r) – Das Online-Magazin sisterMAG stellt sich vor

  • 2. Dezember 2014 um 22:55
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    Wenn die Blogger für ihre Arbeit auch ein angemessenes Honorar bekämen, würde ich Ihren Artikel so ja auch unterschreiben.

    Nur wenn man überlegt, dass die Sister-Mag-Damen mit sicherlich nicht so geringen Werbeeinnahmen ausgestattet werden, das Geld selbst behalten, die Blogger jedoch den eigentlich Gegenwert für lau erarbeiten lassen, so rätsele ich, wie man so etwas als nachahmenswertes und innovatives Geschäftsmodell anpreisen kann. Blogger mit ihrem Spezialwissen sind meiner Meinung nach einfach nur blöd, dass sie dieses anderen derart für lau zur Verfügung stellen.

    Man muss nicht glauben, dass alles, was neu ist, auch innovativ und gut ist. Das einzige, was neu ist: die Fähigkeit Konzepte auch mal kritisch zu hinterfragen und nach wirtschaftlichen Kriterien für alle Beteiligten abzuklopfen geht rapide verloren.

    Antwort
    • 3. Dezember 2014 um 17:26
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      Hallo Ralf,
      vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben recht: Nicht alles, was neu ist, ist eine Innovation. Allerdings kann man in diesem Fall durchaus davon sprechen. Es ist innovativ, selbst initiierte Stories mit den beworbenen Produkten zu erzählen, anstatt ausschließlich herkömmliche Anzeigen zu schalten, und Blogger an einem rein digitalen Magazin mitarbeiten zu lassen. Letztere leisten ihren Beitrag aus freien Stücken und nicht wegen eines finanziellen Anreizes. Die Zusammenarbeit entsteht oft aufgrund persönlicher Freundschaften oder weil sich die Blogger freiwillig melden. Ich denke hier geht es eher um positive Reputation und darum Teil eines neuen Formates zu sein, wenngleich natürlich der monetäre Aspekt nicht unerheblich sein sollte. Das müssen aber die Blogger selbst entscheiden.
      Bei dem Beitrag handelt es sich um eine Berichterstattung der Veranstaltung. Mir ging es in erster Linie darum, das Geschäftsmodell vorzustellen.
      Beste Grüße
      Maggy Kleinichen von der Leipziger Lerche

      Antwort

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