Science Fiction: Perry Rhodan kreativ erleben

Woran denkt man wohl als erstes, wenn vom Genre Science Fiction gesprochen wird? Raumschiffe. Raumschiffe und Roboter. Perry Rhodan Leser können nicht nur an diese denken, sondern auch bauen – wenn auch nur aus Papier.

In der aktuellen Lerche 42 berichteten wir vom Perry Rhodan-Universum, einer seit über 50 Jahre laufenden Heftromanreihe. Der Fokus lag hierbei auf dem Hintergrund der Geschichte, aber für Kenner der Reihe gibt es mehr als „nur“ das Lesevergnügen.

Auf der Perry Rhodan Homepage wird eine Menge zusätzliches Material innerhalb der Multimedia-Lounge angeboten. Neben den Klassikern wie Hör- und Leseproben sind Videos, Musik, Titelbilder und Grafiken frei verfügbar. Diese ermöglichen nicht nur einen Einblick in das Universum, sondern ein tieferes Eindringen in eben dieses.

In diese Kategorie fallen auch die downloadbaren Bastelinformationen. Diese erlauben das Anfertigen von Papiernachbildungen bekannter Perry Rhodan-Maschinen wie der STARDUST Rakete. Ich persönlich mag solche Details. Die bedruckten Bastelbögen erlauben es Feinheiten zu entdecken, die man sich selbst nicht beim Lesen vorstellen oder auf Bildern erkennen konnte. Aus diesem Grund habe ich mich im Auftrag der Lerche an einem dieser Bausätze versucht.

Arbeitsvorbereitungen © Jonas Jorek

Da ich wenig mit Raumschiffen anfangen kann, fiel die Wahl auf den GLADIATOR. Dieser ist ein „Kampfroboter“, der von Martin Sänger und Marco Scheloske umgesetzt wurde. Im Original wäre dieser ein 2,5 Meter hoher und zwei Tonnen schwerer Metallkoloss, aber durch den Maßstab von 1:12 wird er zu einem realisierbaren Projekt.

Zu Beginn druckte ich die Bastelbögen des Modells aus. Um nicht vor dem Computer arbeiten zu müssen, verfuhr ich ebenso mit den Anleitungsblättern. Auf diesen waren die Arbeitsschritte und alle benötigten Hilfsmittel zu finden. Und dann konnte ich schon anfangen.

Die Anleitungen waren meist verständlich und man sollte diesen gewissenhaft Folge leisten. Es mag zu Beginn verführerisch sein alle Teile auf einmal auszuschneiden, aber bei über 170 Einzelteilen kann dies später Probleme verursachen. Um eben diese zu vermeiden nutzte ich zudem einen zweiten Ausdruck der Bastelbögen. Diese Reservebögen ermöglichten das schnelle Ersetzen von kleinen sowie komplexen Formen, die ich nicht auf Anhieb korrekt ausschneiden oder zusammenkleben konnte. Dies traf besonders bei den Füßen, den Händen und dem Kopf zu.

Vorsichtiges Ausschneiden der Bauteile © Jonas Jorek

Während die Bauteilgröße eine Herausforderung bei den Roboterzehen darstellte, waren bei den Händen die Arbeitsschritte unzureichend erläutert. Das Ansehen fertiger Modelle war zur Behebung dieses Problems eine große Hilfe. Der Kopf hingegen war eine harte Nuss, denn er vereinte mehrere kleine sowie kompliziertere Bauteile miteinander. Für den Unterkiefer benötigte ich drei Versuche und musste schließlich ein längere „Kieferprothese“ nutzen. Ich könnte mich ungeschickt angestellt haben, aber die Größe des Originalteils wollte einfach nicht passen. Wahrscheinlich bereiteten mir deshalb aber alle fertigen Gliedmaßen umso mehr Freude. Am Ende, als der vollständige GLADIATOR vor mir ragte, hatte ich schließlich das Gefühl etwas geleistet zu haben.

 
Aus diesem Grund kann ich grundsätzlich – ob Perry Rhodan-Leser oder nicht – einen Bauversuch empfehlen. Geduld sollte man aber haben. Das Unterfangen einen eigenen Kampfroboter zusammenzusetzen kann mehrere Nachmittage verschlingen. Mich zumindest hat dies zum Lesen in den Abendstunden animiert. Das Universum des eigenen Roboters sollte man ja kennenlernen.

Autor: Jonas Jorek

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Ein Gedanke zu „Science Fiction: Perry Rhodan kreativ erleben

  • 29. August 2016 um 18:33
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    Super Webseite. Sehr interessanter Artikel. Vielen Dank für die tollen Informationen.

    Gruß Anna

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