Science Fiction: PIPER mit neuem Programm

Der PIPER Verlag startet im Herbst dieses Jahres erstmalig mit einem eigenen Programm zur Science Fiction. Bisher waren zwar schon vereinzelt Autoren dieses Genres im Verlag vertreten, jedoch nicht in einem vergleichbaren Rahmen. So soll zukünftig ein regelmäßiges Programm „mit sorgfältig ausgewählten Titeln des Genres“ geschaffen werden.

© sf-fan.de
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Im letzten Jahrzehnt gab es im Bereich Science Fiction nicht viel Neues. Immer wieder wurden die gleichen Geschichten aufgegriffen und – verpackt in neuem Gewand – abermals erzählt. Zuletzt war 1997 ein gutes Jahr für das Genre und 1999 erreichte es schließlich einen seiner Höhepunkte. Ab den 2000er Jahren aber blieben die Ideen dann nach und nach aus. Doch in letzter Zeit befindet sich die Science Fiction im Wandel. Die Geschichten werden tiefgründiger und greifen zum Teil auf wissenschaftlich fundierte Elemente zurück. „Die Science Fiction erfindet sich gerade neu“ sagt Carsten Polzin, Leiter des PIPER Fantasy- sowie des IVI-Programms für junge Erwachsene. Science Fiction ist für ihn „ein hochspannendes Genre mit großer Tradition und dem Gespür für die ganz großen Geschichten, die unser Leben und Schicksal in Zukunft bestimmen werden.“

In dieser aktuellen Zeit des Umbruchs ist es für PIPER natürlich lohnenswert diesem Trend zu folgen. Schließlich kann durch eine positive Entwicklung des Genres und der dazu passenden Erschließung einer neuen Zielgruppe ein entsprechender Mehrgewinn erzielt werden. Auf der anderen Seite müssen aber auch die Risiken abgewogen werden, die mit der Schaffung eines solch umfangreichen Programms einhergehen. So muss sich der Verlag unter anderem die Frage stellen, welche Titel in das neue Programm aufgenommen werden sollen. Gerade zu Beginn dürfen hier keine Fehlentscheidungen getroffen werden, da sonst das Vorhaben schnell nach hinten los gehen kann. Daher ist das Programm zunächst noch recht überschaubar. Als Einstieg hat der Verlag vier Titel geplant. Dabei handelt es sich um Peter F. Hamiltons Der Abgrund jenseits der Träume, Andreas Brandhorsts Das Schiff sowie den Klassiker Die letzten und die ersten Menschen von Olaf Stapledon aus dem Jahre 1930. Für Star Wars Fans hat der PIPER Verlag ebenfalls etwas im Angebot, auch wenn es sich hierbei „nur“ um eine Parodie handelt.

Aufgrund des Bekanntheitsgrades der Autoren dürften sich die Titel recht gut verkaufen. Und ein Star Wars Titel sollte bei den Fans der Saga ebenfalls auf Interesse stoßen. Dass ein Klassiker mit ins Programm aufgenommen wurde zeigt weiterhin, dass sich der Verlag auch mit den Anfängen des Genres auseinandersetzt.

Die Programm-Vorschau des Verlages kann hier heruntergeladen werden.

Autor: Michael Jahr

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