London Book Fair: Tipps für künftige Verlagsmenschen

© Stephanie Hübner
© Stephanie Hübner

Nicht nur für die alten Hasen hielt die London Book Fair 2015 allerhand Seminare bereit. Auch die Young Professionals konnten dank entsprechenden Podiumsdiskussionen wertvolle Hinweise für die Karriereplanung mitnehmen. Unsere Top 10:

  1. Skill up! Helen Youngs von der Personalagentur inspired selections ruft alle Berufseinsteiger auf, sich ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen bewusst zu werden. „Erzählt welche besonderen, auch übertragbaren Fähigkeiten ihr mitbringt. Der Lebenslauf lässt das nicht immer erkennen.“ Ihr Tipp: Kompetenz-Tutorials auf lynda.com.
  2. Move around! Gute Einstiege bieten Volontariate (in UK sind das Assistenzstellen). Wenn ihr flexibel und aufgeschlossen seid, könnt ihr hier euer Organisationstalent beweisen. Ihr könnt lernen Märkte zu beobachten, Veränderungen schnell zu erkennen und Problemlöser zu sein. Erwerbt Social-Media-Know-How, versucht Webseiten zu bauen und setzt euch mit SEO auseinander. Sicher, alles kann man nicht können. Aber solches Basiswissen fördert abteilungsübergreifendes Denken – eine in London oft gehörte Wortkombination. Wer hier brilliert, hat gute Chancen weiterzukommen.
  3. Be nosy! Alison Baverstock (Kingston University) wünscht sich Nachwuchskräfte, die sich nicht scheuen Fragen zu stellen. Natürlich könnt ihr (noch) nicht alles wissen.
  4. Be self-confident! „Ein Studium im Verlagswesen gibt euch die Möglichkeit ein Leistungsangebot zu versprechen, noch bevor ihr aktiv werdet. Ihr wisst worauf es in jedem Job eines Verlagshauses ankommt, nicht nur in eurem. Nutzt das!“, fordert Baverstock.
  5. „Work for Indies!“, rät Bridget Shine, Vorstandsvorsitzende der Independent Publishers Guild. Praktika in unabhängigen Verlagen bieten oft umfassende Einblicke in alle Bereiche.
  6. Plan ahead! Überlegt euch, wo euer Platz in der Branche sein soll und plant mit welchen Schritten ihr das erreichen könnt. Das erleichtert sich zu fokussieren – selbst, wenn sich der Plan auf halbem Weg ändert.
  7. Network! In einer Industrie, die sich besonders durch die Menschen auszeichnet, die in ihr arbeiten, sind Beziehungen oft sehr wichtig.
  8. „Short applications!“, empfiehlt die Pengiun-Personalerin Ellie Pike. Gerade große Unternehmen suchen bei 2000 Einsendungen pro Stelle nicht lange nach Besonderheiten, sie müssen ins Auge stechen. Beständigkeit und Persönlichkeit sollten daraus klar hervorgehen. Das Anschreiben soll den Lebenslauf nicht wiederholen. Im Zusammenhang mit euren Fähigkeiten darf Beachtenswertes jedoch gern erzählt werden. Richtet den Text auf eure Wunschstelle aus und zeigt, dass das Verlagswesen genau euer Business ist. Berichtet zum Beispiel, was euch in einem Praktikum besonders gut gefallen hat.
  9. Practice video interviews! Die Digitalisierung macht auch vor Vorstellungsgesprächen nicht halt. Große Häuser verwenden im Auswahlprozess mittlerweile non-live und live Videointerviews. Vorbereitungen: Übt das Reden vor dem Bildschirm, überprüft eure Technik und sorgt für eine stabile Internetverbindung. Regel: Inhalt vor Style. Lasst den Anzug im Schrank und überzeugt die Personaler mit eurer Persönlichkeit. Kein Grund nervös zu sein. Zweck dessen ist, dass ihr in gewohnter Umgebung freier erzählen könnt. Achtung Falle: Insbesondere bei non-live Videos ist die Zeit begrenzt – aber auch in Echtzeit-Gesprächen solltet ihr nicht ins Schwatzen geraten.
  10. You are you! Versucht nicht euch zu verstellen, denn das wird auffallen. Bleibt authentisch, schließlich wollt ihr das im Job dann auch sein.

Hilfreiche Links:

http://www.ipg.uk.com/jobs

https://www.inspiredselection.com/

http://www.publishers.org.uk/careers-in-publishing/

https://prhcareers.wordpress.com/

Übrigens: Auch Studierende der naturwissenschaftlichen Studiengänge sind den Verlagen willkommene Fachkräfte. Sie können zum Beispiel Pricing Analytics Manager oder Systemarchitekten werden.

Autorin: Stephanie Hübner

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