Lifestyle: People – Neues aus der Promiwelt

Die Bauer-Verlagsgruppe hat mit einer Lizenzausgabe aus den USA ein neues Magazin auf dem Markt: People. Lizenzgeber des Magazins ist der Verlag Time Inc., welcher die People schon seit 1974 herausbringt.

© Monique Eckart
© Monique Eckart

Anfang März startete die erste deutsche Ausgabe mit 30 000 Exemplaren. Neben Closer, Joy, OK, IN, inTouch und Bunte ist People eine Erweiterung der Kategorie Lifestyle und Mode. Hinter der Idee von Bauer verbirgt sich nicht nur die Absicht für die Leser ein weiteres Promimagazin mit dem neusten Klatsch und Tratsch zu offerieren, sondern vor allem für Anzeigenkunden eine attraktivere Werbefläche zu bieten. Denn die Anzeigenkunden aus dem Mode- und Lifestyle-Bereich bevorzugen für ihre Premium-Anzeigen bekanntermaßen einen Platz an der Sonne. Im Unterschied zu inTouch oder Closer kommt People mit den „netten Geschichten“ daher. Keine bösen Storys über dubiose Affären, Jugendsünden oder Abstürze – in der People sind alle glücklich und erfolgreich. So schwebt Kate Middelton in einer der Mai-Ausgaben der People im Babyglück und in der inTouch wird sie von ihrer Schwester gehasst.

Im März dann aber gleich das böse Erwachen für den Verlag: Das Magazin ist in deutschen Läden noch kein Kassenschlager. Die Auflage wurde auf 250 000 reduziert. Im Vergleich zu den USA, wo wöchentlich dreieinhalb Millionen Ausgaben verkauft werden, ist das mager und keine wahrliche Konkurrenz zu Gala und Bunte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Im gleichen Atemzug wird zweieinhalb Monate nach Ersterscheinung mit einer neuen Werbekampagne um Aufmerksamkeit geeifert. Die Kampagne umfasst TV-Spots sowie Anzeigen in Print und Online. Damit richtig Schwung in die Sache kommt, wurde für die Umsetzung eine neue Agentur beauftragt. Die neue Kampagne soll „lauter“ und „aggressiver“ in Erscheinung treten und damit für mehr Verkaufszahlen sorgen.

Schade, dass im Aufbau keine Highlights auf sich warten, mit einem Reise- und Einrichtungsteil, Rezepten und Beautytipps unterscheidet die People sich kaum von anderen Zeitschriften ihrer Art. Dafür ist sie reichhaltig mit Bildern bestückt, glänzt in größerem Format und ist mit 2,90 Euro auf jeden Fall bezahlbar.

Ein so großer Coup, wie es angekündigt wurde, war der Launch des deutschen Magazins nicht. Als bekannte Marke wird sich die People sicherlich ihren Platz auf dem belegten Markt erobern. Wie groß ihr Marktanteil letztlich sein wird, ist aber fraglich.

Autorin: Monique Eckart

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