Reisen: Hyggeliges Kopenhagen

Sommerzeit ist Reisezeit! Ich besuchte Ende Februar das schöne, wenn auch verregnete Kopenhagen. Schnell wurde mir klar: Die Stadt hat viel zu bieten. Nach meinem Besuch wundert es mich nicht, dass die Dänen zu den glücklichsten Menschen der Welt zählen. Neben den klassischen Touristenhotspots wollte ich mir natürlich auch ein paar Buchhandlungen anschauen.

Nyhavn © Maggy Kleinichen
Nyhavn © Maggy Kleinichen

Zuerst posierte ich jedoch mit Hans Christian Andersen und besuchte die kleine Meerjungfrau. Ich spazierte auf der Strøget, der längsten Fußgängerzone Europas, entlang. Außerdem bestaunte ich die Architektur eindrucksvoller Gebäude, wie dem Rathaus oder der Marmorkirken, und erlag dem Charme der kleinen Gässchen mit den hübschen Häusern. Einen ganzen Tag hätte ich am liebsten am Nyhavn mit seiner bunten Silhouette verbracht, in einem der vielen kleinen Cafés sitzend und das Menschengetummel beobachtend. Einen Gegenpol dazu stellte für mich das autonome Viertel Christiania dar (Fotos schießen ist hier verboten, das muss man selbst gesehen haben). Auch die Wachablöse am Schloss Amalienborg war interessant zu beobachten, wenngleich man für dieses Spektakel etwas Zeit mitbringen sollte, da jede einzelne der vielen Wachen zeremoniell abgelöst wird. Ich aß außerdem das berühmte Smørrebrød und stellte fest, dass auf jeden Fall ein voller Geldbeutel für den Besuch in Kopenhagen notwendig ist.

Wo sind die Buchhandlungen?

Café Paludan © Maggy Kleinichen
Café Paludan © Maggy Kleinichen

Buchhandlungen zu besuchen war für mich zunächst leichter gesagt als getan. Beim Bummeln durch die Straßen ward keine gesehen. Beim Blick durch die Fenster einiger Cafés fielen mir jedoch von Zeit zu Zeit Bücherregale an den Wänden auf. Zum Glück hatte ich mir bereits in Deutschland ein paar Adressen notiert. Da es in Kopenhagen an vielen Orten kostenloses WLAN gibt, war der Weg schnell gefunden. Das urgemütliche Paludan Bog & Café bestaunte ich nur von draußen. Die Wände waren voll mit Büchern; es ist in erster Linie ein Café, im Keller befindet sich jedoch ein Antiquariat. Die kleine Buchhandlung Atheneum Academic books befindet sich in unmittelbarer Nähe der Universität. Ein Buchregal, das vom Boden bis zur Decke reicht, jagt das nächste. Die Titel werden übersichtlich und vorwiegend Rücken an Rücken präsentiert. Überraschenderweise befindet sich eine weitere Buchhandlung direkt im Zentrum in unmittelbarer Nähe des Rathausplatzes, wegen einer Baustelle war diese auf den ersten Blick jedoch nicht zu sehen: Boghallen. Beim Eintreten lag eine moderne aber zugleich gemütliche Buchhandlung vor mir. Neben den Büchern, die einige wohlbekannte Titel aus deutschen Buchhandlungen zeigten, gab es unzählige schöne Non-Book-Artikel, die ich in Deutschland so noch nicht gesehen hatte. Besonders gefielen mir hochwertig bedruckte Beutel mit Moby Dick oder Tassen, auf denen Märchen mit Bildern und Textauszügen abgedruckt waren. An letzteren kam ich nicht vorbei, Rotkäppchen und Aschenputtel stehen nun in meinem Schrank. Eine besonders tolle Idee der Buchhandlung fand ich im Untergeschoss: ein auf dem Boden aufgezeichnetes Wegesystem. Die Warengruppen waren in unterschiedlichen Farben auf den Boden geschrieben worden, eine Linie in derselben Farbe führte zu den gewünschten Regalen. Verlaufen unmöglich!

Kopenhagen ist nicht nur für Bücherliebhaber eine Reise wert: Action, Gemütlichkeit und Metropolen-Feeling reichen sich hier die Hand. Ich werde diese wunderbare Stadt auf jeden Fall noch einmal im Sommer besuchen und mit dem Fahrrad bestimmt noch die ein oder andere kleine Buchhandlung entdecken.

Autorin: Maggy Kleinichen

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