Weihnachten: Zwischen Besinnung und Konsum

Heiligabend, die Weihnachtsfeiertage und der Jahreswechsel bieten Zeit mit und für Familie, Freunde und sich selbst. Diese Zeit ist für viele jedoch auch undenkbar ohne Geschenke. Wer keine Zeit oder Lust auf etwas Selbstgemachtes oder kreative Geschenkideen (s. letzten Blogartikel) hatte, wird wahrscheinlich dem alljährlichen weihnachtlichen Konsum gefrönt haben. Was aber machen mit unpassenden Geschenken, die nach Weihnachten nicht umgetauscht werden können? Auch dafür gibt es ein paar kreative Ideen, die nicht nur nützlich sind, sondern auch Spaß machen können. 

Sinnvolle Alternativen zum Wegwerfwahn nach Weihnachten

Die Ideen eignen sich natürlich auch für Dinge, die schönen Geschenken weichen müssen. Der Bücher- oder Kleiderschrank droht nach Weihnachten übervoll zu werden, aber Wegwerfen kommt nicht in Frage? Dann eignen sich vielleicht folgende Alternativen, frei nach dem Prinzip „Teilen und Tauschen“ statt „Besitzen und Wegwerfen“:

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Öffentlicher Bücherschrank in der Filiale der Leipziger Volksbank, Karl-Liebknecht-Str. 54 © Detlef M. Plaisier

Bücherschränke: Besonders interessant für Buchfreunde sind die öffentlichen Bücherschränke, die es in immer mehr deutschen Städten gibt. Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Bücherschränke werden meist an öffentlichen, gut frequentierten Plätzen aufgestellt und jeder kann seine Bücher, die er nicht mehr benötigt, gegen andere tauschen oder kostenlos zur Verfügung stellen. Das Konzept ist nicht auf Bücher beschränkt. So finden sich immer mehr sogenannte Give-Boxen, bei denen auch andere Gegenstände getauscht werden.

Kleider- oder Büchertauschpartys: Kleidertauschpartys erfreuen sich steigender Beliebtheit: Ein Raum wird organisiert, Musik aufgelegt und von den Teilnehmern nicht mehr gebrauchte Kleidung mitgebracht, anprobiert und neue Kleidung mit nach Hause genommen. Da einige Teilnehmer ganze Geschichten zu ihren Kleidungsstücken erzählen können, ist Unterhaltung garantiert und es entstehen schnell interessante Gespräche. Die Idee ließe sich ebenso auf Bücher übertragen.

Flohmärkte: Altbekannt, aber nicht weniger beliebt: Seine Sachen für wenig Geld auf Flohmärkten anbieten. Leipzig bietet hier verschiedene Anlaufstellen. Unterhaltung ist hier ebenfalls so gut wie immer garantiert.

Netter Nebeneffekt bei den genannten Ideen: Der Konsum- und Wegwerfgesellschaft ein Schnippchen schlagen und deren Folgeerscheinungen etwas mindern. Wer keine vergleichbaren Angebote in seiner Umgebung findet, kann selbst aktiv werden und die Liste seiner Neujahresvorsätze direkt um einen Punkt erweitern.

Autor: Fabian Schwab

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