Terry Pratchett: Einfach göttlicher Humor

Groß A’Tuin, die Riesenschildkröte, schwebt durch das Universum. Auf ihr stehen vier Elefanten und auf deren Rücken ruht die Scheibenwelt.
Viele Leser, Hörer und Zuschauer hat Sir Terry Pratchett mit dem Leben auf dieser kleinen Welt begeistert. Auch mich.

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© wikipedia

Im Alter von 17 Jahren veröffentlichte Pratchett sein erstes Buch, „Die Teppichvölker“. Damals war er als Journalist bei einer Lokalzeitung tätig. Schon in diesem Werk wird Pratchetts außergewöhnliche Fantasie deutlich. Es gibt keine Helden, die gegen Drachen kämpfen um eine Königin zu befreien. Pratchetts Figuren sind dicke Hexen, abgedrehte, aber liebenswerte Zauberer und viele andere Persönlichkeiten, die eins gemeinsam haben: sie sind überaus originell. Viele dieser Figuren treffen sich in Ankh Morpork, der größten Stadt der Scheibenwelt. Durch sie fließt der Fluss Ankh, der so verschmutzt ist, dass man beinahe auf ihm laufen kann.
Pratchett schafft es auf humorvolle und manchmal hintergründige Weise die Klischees des Fantasy-Genre gekonnt auf die Schippe zu nehmen.

 

Die flache Welt im Universum

Auch wenn seine Scheibenwelt komplex ist, verliert der Leser nie den Überblick. Jedes Buch zeigt nur einen Ausschnitt des geschaffenen Universums. In einem steht die Stadtwache im Vordergrund, in einem anderen die Hexen Nanny Ogg und Oma Wetterwachs oder Gevatter Tod. Keiner der Figuren ist wirklich böse. Selbst der Sensenmann hat eine Menge Humor, wenn auch meist ziemlich schwarzen.

Einige Romane von Pratchett wurden auch verfilmt. Wer also zu faul zum Lesen ist, kann sich mit „The Colour of Magic“, „Hogfather“ oder „Ab die Post“ einen Vorgeschmack auf die Scheibenwelt holen. Mehr als 60 Romane hat Terry Pratchett herausgebracht, davon satte 41 über die Scheibenwelt. Er gilt nach J.K. Rowling als einer der erfolgreichsten Autoren Großbritanniens.

Pratchett und sein Ableben

Am 12. März 2015 starb Sir Terence David John Pratchett, Order of the British Empire im Alter von 66 Jahren. Ursache war das Benson-Syndrom, das einer Demenz sehr ähnlich ist. Schon 2007 gab Pratchett seine Krankheit bekannt, in den folgenden Jahren spendete er eine Million Dollar für die Erforschung von Alzheimer. Seine letzten Bücher verfasste er mit einer Spracherkennungssoftware. Sein letzter Scheibenwelt-Roman „Die Krone des Schäfers“ erschien im November 2015.

Für all seine Fans und Bewunderer wird Sir Terry Pratchett für immer im Herzen und vor allem im Bücherregal bleiben.

Autor: Melanie Uhlig

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