Oh Forest

Man findet sich wieder im dunklen Wald, nur in Gedanken schwebend und allein stehend. Man sieht sich um, doch jeder Blick führt ins Nichts, man kann nur Umrisse erkennen und weiß nicht was sie bedeuten sollen.

„Könnte einer dieser Umrisse zu dem Weg ins Licht oder ins Dunkel führen?“

Vor einem Weg wartet ein Zerberus, der den Eingang ins Licht versperrt, man müsste sich den Einzug ins Gute erkämpfen, aber will man es, ist man sich nicht doch zu bequem dafür und hofft, dass einem etwas Gutes in den Schoß fällt. Man wendet sich ab und schaut kurz zu einem anderen Weg: Wo dieser wohl hinführt? Man ist gespannt, voller Vorfreude und trotzdem Angst vor dem Ungewissen. Einen Blick zu erhaschen fällt sehr schwer. Plötzlich will eine Hand jemanden hineinziehen, sie fühlt sich sicher, solide, sanft und unbeschwert an. So, als ob dies der Weg zu einem normalen Leben wäre, aber wer will heutzutage schon ein normales Leben führen? Alles muss aus Spannung, Abenteuer und Nervenkitzel bestehen, damit man sich nicht langweilt und später irgendetwas bereuen könnte – nein, diesen Weg will man auch nicht einschlagen.

Nun bleiben nur noch wenige Wege übrig, einer dunkler als der andere, aber man muss sich entscheiden; sonst führt einen eine unsichtbare Rolltreppe hin zu einem Weg, welcher der düsterste von allen ist, geplagt von Krankheit, Armut und Unzufriedenheit.

Auf einmal scheinen beide vorherigen Wege doch nicht so falsch oder schlecht wie zuvor. So zieht man sie doch wieder in Betracht. Doch was ist der Weg der einem noch über bleibt? Ist dies der perfekte Weg, welcher alles zum Guten wenden wird?

Aber hat man wirklich selbst die Wahl welchen Weg man gehen will, oder bestimmen diesen doch wieder andere Faktoren; wie Geruch, Luftzug oder ein leichtes Licht im Hintergrund, und wieder überlegt man ein wenig zu lang. Was und wohin nun, aber während man überlegt und still steht, bewegt man sich immer weiter auf den Weg ins Verderben.

Man kann nur hoffen, dass man sich nicht zu spät entscheidet und jede Chance vertan ist. Wobei es doch aber letzten Endes nicht darauf ankommt ob man einen soliden, steinigen, abenteuerlichen oder spannenden Weg geht. Das wichtigste hierbei ist nur, was man aus seinem Weg noch herausholen kann, denn jeder dieser Wege kann das Beste von allem beinhalten und diese spezielle Priese, welche die Wege beeinflussen und besser machen können. Es sind die Menschen, welche an deiner Seite diesen Weg bestreiten und dir hoch helfen, sobald du einmal gestolpert bist und kurz ins Straucheln kommst. Diese Menschen werden dir zu deinem persönlichen Glück und Seelenfrieden verhelfen. Daher halte dich nicht zu lange mit der Entscheidung des Weges auf und lass dich führen, leiten und mitnehmen. Aber halte diese Personen fest und lass sie nicht einfach so eine falsche Abzweigung nehmen, denn auch sie sind von dir abhängig und verlassen sich auf dich; auch wenn sie nicht immer direkt bei einem sein können, trägt man sie tief in seinem Herzen und führt sie mit sich, auf der langen Reise des Lebens.

Autor: Michael Kroschwald

Inhalt teilen:
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on TumblrPin on Pinterest

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.