HTWK auf dem Bachfest: Interview mit Theresa Möckel

Auch in diesem Jahr findet vom 09. bis 18. Juni 2017 wieder das Bachfest in und um Leipzig statt. Die Besucher reisen aus der ganzen Welt an, um zehn Tage lang Konzerte und Veranstaltungen zu besuchen. Was viele nicht wissen – auch die HTWK Leipzig ist am Bachfest beteiltigt!

Die Beteiligung der HTWK am Bachfest betrifft vor allem unseren studentischen Fernsehsender floid und die Studierenden der technischen Medienstudiengänge. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, beim „Bach Open Air“, dem Teil des Bachfests auf dem Marktplatz, die Übertragung der Konzerte mit vier Kameras auf die Leinwände am Bühnenrand zu übernehmen. Meine Kommilitonin Julia und ich sind in diesem Jahr für die Pressemitteilung und den Nachbericht der Beteiligung der HTWK Leipzig am Bachfest zuständig und fanden das alles so spannend, dass wir für euch ein Interview mit Theresa Möckel geführt haben. Sie studiert im 6. Semester Medientechnik im Bachelor und wir haben sie für alle Blogleser der Lerche mit Fragen gelöchert!

 

Wie empfindest du das Bach Open Air (ehemals BACHmosphäre) als Veranstaltung?

Ich empfinde das Bachfest als kleine „Auftakt“-Veranstaltung für die vielen schönen Open Air Events, die Leipzig zu bieten hat. Durch meine Mitarbeit beim Programm auf der Bühne am Markt habe ich leider bis jetzt noch nicht alle Facetten des Bachfests bzw. andere Veranstaltungen außer der auf der Marktbühne, miterleben können. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

 

Wie bist du dazu gekommen, beim Bachfest das Team zu unterstützen?

Ich bin seit dem ersten Semester bei floid, dem Fernsehen der HTWK, tätig. Und im Zuge der Kooperation zwischen HTWK und Bacharchiv (den Veranstaltern des Bach Open Air) haben wir die Möglichkeit praktische Erfahrungen im Bereich der Live-Videoproduktion auf dem Bachfest zu sammeln. Das heißt, alles, was man als Besucher auf der großen Leinwand neben der Bühne sieht, stammt von uns. Man kann sich aussuchen, ob man sich als Kameramann/-frau, Regisseur oder Bildmischer ausprobieren möchte.

 

pic Bachfest floid 3
© Leipziger Lerche/Lina Al Ghori

 

Wie oft hast du mitgearbeitet? Was hat dich dazu motiviert, neben der Uni auch noch beim Bachfest mitzuwirken?

Ich konnte schon zwei Mal beim Bachfest mitarbeiten. Am spannendsten ist dabei für mich die Herausforderung der Live-Situation. Wenn ein Orchester oder ein Musiker auf der Bühne performt, gibt es keine Möglichkeit zu sagen „Oh, da hatten wir einen Kamerawackler, das machen wir nochmal.“ Deshalb gibt es für jedes Konzert und jede Veranstaltung, die wir begleiten auch eine Probe, damit wir schon mal wissen, wie das Ganze läuft und wann wir wo mit der Kamera sein müssen. Neben dieser Herausforderung motiviert aber auch die Möglichkeit, praktische Erfahrungen sammeln zu können. Ohne floid, und das Angebot beim Bachfest mitzuarbeiten, hätte ich so etwas wahrscheinlich nie gemacht. Und die Teamarbeit und der damit verbundene Spaß gibt es dann als Extra noch obendrauf!

 

Was war deine Aufgabe?

Im ersten Jahr konnte ich mich als Schulterkamera und Kabelhilfe ausprobieren und letztes Jahr als Bildmischer.

 

 

Gab es ein Highlight auf das du gerne zurückblickst?

Die Konzerte und Veranstaltungen sind immer sehr vielseitig und unterschiedlich. Ein herausstechendes Event gibt es daher für mich nicht. Da das Bachfest ja „nur“ an einem Wochenende, einmal pro Jahr stattfindet, würde ich es an sich als Highlight bezeichnen. Also ich würde sagen: ein Highlight des Sommersemesters ist für mich die Mitarbeit beim Bachfest.

 

Ist schon mal etwas schiefgegangen oder gab es ein lustiges Ereignis?

Ich kann mich an einen Regenschauer erinnern, ich glaube das war vor zwei Jahren, der so heftig ausfiel, dass manche aus unserem Team in den nahegelegenen Citytunnel unter dem Markt flüchten mussten. Und letztes Jahr kam ein Typ mit Flöte während der Probe des Organisten, der am Abend auftreten sollte, und hat einfach zur Orgelmusik Flöte gespielt. Jedes Bachfest hält ein paar witzige und verrückte Situationen bereit.

 

pic Bachfest floid 2
© Leipziger Lerche/Lina Al Ghori

 

Mit welchen Schwierigkeiten habt ihr jedes Jahr zu kämpfen?

Spontan würde ich da noch einmal den Regen nennen. Dagegen können wir nichts machen, aber die letzten Jahre haben uns Wolkenbrüche öfters einen Strich durch die Planung gemacht. Aber der Regen ist auch eine gute Übung für schnelle Reaktionsfähigkeit und das Know-How, Technik regensicher einzupacken. Zu viel Sonne kann für die Kameraleute vor der Bühne allerdings auch unangenehm werden. Eineinhalb Stunden in der prallen Sonne, da helfen nur Cap und Sonnencreme.

 

Bist du in diesem Jahr wieder dabei oder unterstützt du das Team im Hintergrund?

Ich bin dieses Jahr wieder mit dabei. Zurzeit ist die Aufgabenverteilung noch nicht ganz festgelegt, aber ich habe mich für die Schulterkamera „beworben“.

 

Was hast du für dich aus der Mitarbeit mitgenommen?

Sehr viel. Die Mitarbeit beim Bachfest deckt eine ziemlich große Bandbreite an Wissen ab, dass man sich durch die praktische Anwendung auch besser merken kann. Welches Kabel ist für welches Signal, wie setze ich die Musiker gut ins Bild, Kamera-Einstellungsgrößen, Regie-Anweisungen – nach so einem Bachfest-Wochenende weiß man viel mehr. Und zwar sowohl technischer als auch inhaltlicher Natur. Und ich finde, dass auch die Zusammenarbeit im Team gestärkt wird, denn so ein ganzes Wochenende und solche extremen Live-Herausforderungen schweißen zusammen.

 

Liebe Theresa, vielen Dank für das Interview!

 

Und, findet ihr das auch so spannend wie wir? Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr auf den Moment, wenn es am Freitag das erste Mal am Rand der Bühne „Kamera läuft!“ heißt, und die Bilder der Konzerte auf dem Markt für die vielen Zuschauer zu sehen sind.

Das Interview führte Lina AL Ghori.

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