Frankfurt auf Französisch – Ein Rückblick auf die Frankfurter Buchmesse 2017

Die Frankfurter Buchmesse verzeichnet ein Besucherplus von 6,5 Prozent – bis zu 280.000 Menschen strömten dieses Jahr durch die Messetore in Frankfurt. Lesungen der Lieblingsautoren, Neuerscheinungen und der „Ehrengast Frankreich“ zogen die Besucher in ihren Bann. Besonders am Wochenende war viel los in den Messehallen und auf dem Außengelände.

Frankfurter Buchmesse 2017 © Janka Diettrich

Neben Besuchern war auch das Fachpublikum wieder zahlreich mit dabei. Verlagsvertreter und Autoren reisen jedes Jahr gern wieder an. Wie beispielsweise der bekannte Tagesthemen-Moderator, Journalist und Schriftsteller Ulrich Wickert. Dieser bestätigt in einem Interview:

„Ich finde Bücher faszinierend und deswegen bin ich immer mit großer Begeisterung hier, um zu sehen was gibt es Neues. Denn das kann man nur aus der Zeitung nicht erfahren.“

Veranstaltungen

Nicht nur Autoren, sondern auch Musiker wie Brian May und Udo Lindenberg besuchten die Buchmesse um ihre neuen Bildbände vorzustellen sowie die Besucher mit ihrer Musik aus den Messehallen zu locken. Autogrammstunden von Ken Follett, Cecilia Ahern und Sebastian Fitzek waren ein weiteres Highlight für Besucher. Das Lesezelt auf dem Innenhof der Messe lud bei kostenlosem Tee zum Lauschen von „Grimms Morde“ ein. Der historische Roman von Bestsellerautorin Tanja Kinkel versetzt die Leser zurück ins 19. Jahrhundert und verbindet märchenhaftes Setting mit einer blutigen Mordserie.

Gastland Frankreich

Auf der Frankfurter Buchmesse standen drei Themenschwerpunkte im Mittelpunkt des Gastauftrittes: Innovation und digitales Schaffen, Französisch als Sprache des Wissensaustauschs und der Gastfreundschaft sowie die Belebung des deutsch-französischen Kulturaustauschs über die Jugend. Über 300 Veranstaltungen haben dieses Jahr schon unter dem Motto „Frankfurt auf Französisch“ stattgefunden.

Im Rahmen der Buchmesse stellte Michel Houellebecq sein neues Werk „In Schopenhauers Gegenwart“ vor. Im Ehrengastpavillion machten die Besucher viele Entdeckungen, besonders Digitalatelier sowie eine ausgestellte Gutenbergpresse waren ein Publikumsmagnet.

Preisverleihungen

Überall auf der Buchmesse war es zu sehen und zu hören. Die Preisverleihungen. Ungefähr 40 Auszeichnungen hat die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr an Illustratoren, Kinderbuchautoren, Buchblogger und weitere vergeben.

Der Verlag Kein & Aber wurde beispielsweise für sein brillantes Live-Marketing mit dem Orbanism Award ausgezeichnet. Die begehbaren Container, welche sowohl als Verlagsstand, als auch als Aussichtsplattform fungierten, zogen viele staunende Blicke auf sich.

Das allererste Mal konnte auch der Buchblog-Award vergeben werden. Uwe Kalkowkis Blog kaffeehaussitzer.de erhielt den Hauptpreis und Florian Valerius Instagram-Account @literarischernerd den Sonderpreis.

Für die besonders durchdachte Darstellung von Chancen und Risiken im Umgang mit Daten in Zeiten der Digitalisierung, wurde Adrian Lobe mit dem Journalistenpreis der Stiftung Datenschutz geehrt.

Die Frankfurter Buchmesse konnte also auch in diesem Oktober wieder glänzen und begeisterte Fachbesucher, Leser und Autoren. Im nächsten Jahr wird „Ehrengast Georgien“ empfangen. Zunächst jedoch können sich Bücherfreunde  auf die Leipziger Buchmesse im März 2018 freuen.

Autorin: Janka Diettrich

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