Jahreswechsel mit der Lerche – „Gute Vorsätze“

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Ich will mehr Sport machen! Ich will mit dem Rauchen aufhören! Ich will mich gesünder ernähren, weniger Fernsehen, mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen, mehr Geld sparen …

Wir alle kennen sie, stellen sie auf und vergeigen die Umsetzung.

Gute Vorsätze für das neue Jahr

 

Man nimmt sich etwas am 31.12. vor, um es am 01.01. zu vergessen.  Klingt enttäuschend? Das ist es auch. Also warum verzichten wir nicht einfach mal auf die wagen, undefinierten Vorhaben? Denn ganz ehrlich, wenn man es schon von Januar bis November nicht schafft die eigenen Pläne zu verwirklichen, warum sollte es im Dezember klappen?

Wie wäre es, die „guten Vorsätze“ dieses Jahr bzw. nächstes gemeinsam zu schwänzen? Denn oft machen sie uns doch nur unzufrieden und zeigen unsere Fehlbarkeit auf. Deswegen: kein Druck „Es“ durchzuziehen und kein Schamgefühl bei der Frage: „Wie läuft es mit deinen Vorsätzen?“ Wir sollten entspannt in das nächste Jahr starten mit der Antwort: “Läuft super, ich hatte keine!“

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Vorsatz, nicht Ziel

Doch woher rührt dieses ständige Scheitern an den eigentlich guten „Zielen“? Zuerst einmal ist ein Vorsatz kein Ziel, er ist unverbindlich und erinnert mehr an Wunschdenken als an Fokussierung.

Ich will mehr Sport treiben. – Ja, aber wie viel ist mehr? Welchen Sport will man treiben und wie oft?

Und dann diese Angelegenheit mit der Ausdauer, es durchzuhalten. Entgegenwirken kann man hier jedoch schon mit kleinen guten Vorsätzen (besser: Zielen) die erst mal nicht zu hoch gegriffen und sowohl kurz- als auch langfristig umsetzbar sind. Den zeitlichen Faktor darf man also nicht aus den Augen verlieren. Ablenkungen, sowohl beruflich als auch privat, machen es zusätzlich schwer.

Wichtig ist dann: Prioritäten setzen!

Und wenn dann noch genug Geduld vorhanden ist, werden die Ziele zu Gewohnheiten. Sobald Gewohnheit einkehrt, fühlt es sich so an, als koste es gar keinen Aufwand mehr sich an die selbst aufgestellten Regeln zu halten. Dann wird der regelmäßige Sport zum Alltag und ist so selbstverständlich wie das Zähneputzen nach dem Aufstehen.

Mit Ehrlichkeit, vor allem zu sich selbst, kommt man weiter als gedacht. Aus diesem Grund ist es besser, sich selbst im Laufe des Jahres kritisch zu betrachten, um dann wirklich etwas zu ändern, anstatt sich am Ende des Jahres im Gruppenzwang gute Vorsätze aus der Nase zu ziehen, welche bald wieder ad acta gelegt werden. Es gibt immer mehrere Wege die zum Ziel führen. Man muss sich nur einen aussuchen der zur eignen Person passt. Vielleicht wird dann die auferlegte Pflicht schnell zu einem inneren Bedürfnis.

 

Die Krux mit den Guten Vorsätzen

Wenn also wieder einmal nach wenigen Tagen die Luft raus ist, bei unseren guten Vorsätzen, ist die Frage: was sollen wir nun tun? Durchziehen oder fallen lassen? Unser 5-Punkte-Plan sagt euch, was ihr tun könnt!

 

  1. Spezifische Ziele oder kleinere Teilziele anstatt „gute Vorsätze“ festlegen

  2. Einen Zeitrahmen oder Startpunkt wählen, der dem Ziel nützt und nicht dem Gruppenzwang am Jahresende nachhetzen

  3. Sich die Vorteile vor Augen halten und somit Verbündete (z.B.: Trainingspartner) finden und überzeugen

  4. Bei ersten Erfolgen – Belohnen

  5. Rückschläge sind zu erwarten, solange man danach weitermacht

Atmet tief durch und entspannt euch. Der Jahreswechsel wird mit etwas Selbstreflextion genau das, was ihr braucht – auch ohne „gute Vorsätze“.

Autorin: Melody Schieck

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