Lerche Dialekt: diesmal Schwäbisch

Bodenständig, sparsam, herzlich, humorvoll und kulinarisch… Adjektive, mit denen die Schwaben gerne bedacht werden. Zwischen modernen Städten, Fachwerkhäusern und farbenprächtiger Landschaft können Besucher des Schwabenlandes viele schöne Ereignisse erleben. Eines davon bleibt sicherlich lange im Gedächtnis: die schwäbische Mundart.

Schwäbisch – ein besonderer Dialekt

Nicht nur die Dialektgruppe auch die Gegend – Schwaben – ist etwas Besonderes. Als ehemalig historisch-politischer Raum wird Schwaben heute etwa mit der Gegend zwischen dem Schwarzwald im Westen und dem Lech im Osten, dem Bodensee im Süden und dem südlichen Teil der Region Heilbronn-Franken im Norden gleichgesetzt.
Gesprochen wird Schwäbisch in verschiedenen, angrenzenden Regionen im deutschsprachigen Raum. Besonders ausgeprägt findet es sich im mittleren und südöstlichen Bereich Baden-Württembergs, im Südwesten Bayerns sowie im äußersten Nordwesten Tirols und unterteilt sich in West-, Mittel- und Ostschwäbisch. Die Dialektgruppe gehört linguistisch gesehen zu den alemannischen Dialekten und damit zum Oberdeutschen. Im Süden der Region (ab Sigmaringen) geht das Südwestschwäbische in das Bodenseealemannische über.

Einblicke in typisch schwäbische Regionalküche

Bubenspitzle
Wenn man sich mal dieses Gericht anschaut, weiß man, wieso die Schupfnudeln im schwäbischen Munde so genannt werden. Aber mit normalen Nudeln haben sie wenig zu tun, da es in der schwäbischen Küche vor allem Kartoffelrezepte sind. Traditionell werden sie mit Kraut gegessen, aber auch süß mit Apfelmus, Zimt und Zucker sind sie ein Genuss.

Herrgottsbscheißerle
Wer hätte gedacht, dass die Schwaben ihre Maultaschen so nennen. Doch der Name ist Programm, denn da während der Fastenzeit bis zum Ostersonntag traditionell kein Fleisch gegessen werden darf, wurde einfach das Fleisch einfach in den Maultaschen versteckt. So kann der liebe Gott eben nicht genau sehen, was gegessen wird.
Mittlerweile gehören die Maultaschen zu den traditionellen, schwäbischen Gerichten und werden auch an anderen Tagen verzehrt – und das in vielen verschiedenen Varianten. Ob geschmälzt, gebraten, in der Suppe oder sogar als Auflauf oder Salat. Man kann sie einfach immer essen!

Nonnenfürzle
Das Schmalzgebäck besteht aus einem luftigen Brandteig, weshalb sich wohl auch der Name Nonnenfürzle von den Darmwinden der Nonnen ableiten lässt, welche auch für die Herstellung des Gebäcks verantwortlich waren. Traditionell verspeist werden die kleinen, in Zucker gewendeten Gebäckkugeln nämlich zur Fastnacht.

Und wer noch mehr Interessantes über die schwäbische Küche erfahren will, dem sei das Kochbuch schwäbisch: Echt schwäbisch! ans Herz gelegt. Hier lassen wunderbare Rezepte aus dem Schwabenländle entdecken, nachkochen und genießen!

Wohl bekommt´s!

Simon Tress: Kochbuch schwäbisch: Echt schwäbisch! 85 Familienrezepte ausm Ländle. Mit guten Speisen wird nicht gegeizt im Heimatland der Spätzle. Authentische schwäbische Regionalküche, die glücklich macht. Christian Verlag GmbH 2016.

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