Der Lerche-Veranstaltungskalender für Juli

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Da die Tage wieder wärmer werden, möchte man seine Zeit draußen verbringen anstatt in der Uni zu sitzen. Fakt ist aber, die ganze Zeit nur rumliegen oder sich wohl oder übel an den Schreibtisch setzen um zu lernen wird irgendwann langweilig. Deshalb haben wir für euch die besten Prokrastinationsveranstaltungen im Juli zusammengestellt.

07.07. – 08.07.
Graphic Days Leipzig #1

Dieses Jahr kommt das große Kunstfestival aus Berlin erstmalig nach Leipzig. Eingeladen sind 50 nationale und internationale Grafiker*innen, Illustrator*innen, Siebdrucker*innen und Künstler*innen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. An diesem Wochenende könnt ihr sowohl Arbeiten der Künstler anschauen als auch erstehen. Hier gibt es Siebdruck-Plakate, bunte T-Shirts, Unikate, Bilder sowie zahlreiche grafische Werke. Begleitet wird das Ganze von verschiedenen Aktivitäten: Ausstellungen, Live Painting und DJs. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.

Eintritt: frei
Location: Werk 2 in Connewitz
Web: https://www.werk-2.de/programm/2018-07-07_graphic_days_leipzig

06.07. -15.07.
Hörspielsommer 2018

Wer den Sommer lieber im Park verbringt, kann das beim Leipziger Hörspielsommer
im Richard-Wagner-Hain tun. Der Hörspielsommer ist deutschlandweit das größte
Festival für Hörspielkunst. Gezeigt oder vielmehr gehört werden Hörspiele für Kinder
und Erwachsene. Des weiteren werden Hörspielwettbewerbe ausgerichtet. Zu sehen gibt es das Live-Programm des Festivals mit ausgesuchten Lesungen, Konzerten und Live-Performances. Das am Elsterflutbecken gelegene Festivalgelände bietet viel Platz für Picknickkörbe, Decken und Sonnenschirme. Ob man also alleine kommt und in der Gemeinschaft gespannt lauscht oder lieber mit Freunden das Wetter genießt, der Platz ist auf jeden Fall geboten.

Location: Richard-Wagner-Hain
Eintritt: frei
Web: https://hoerspielsommer.de

13.07. – 21.07. Christopher-Street-Day 2018

Zum diesjährigen CSD in Leipzig wird wieder in allen Farben des Regenbogens
gefeiert. Zahlreiche Veranstaltungen geben einen Einblick in die Vielfalt aller menschlichen Liebes- und Lebensformen. Mit Veranstaltungen, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Kinovorstellungen, Stadtrundfahrten bis hin zu Partys zeigt der Leipziger Christopher- Street-Day seine Kreativität und Vielfalt. Lasst euch aufklären, unterhalten oder setzt ein Zeichen im Kampf gegen Homophobie und Transphobie.

Location: ganz Leipzig
Web: https://www.csd-leipzig.de

27.07. – 12.08. Leipziger Sommer – Kleinmesse 2018

Schon seit 110 Jahren findet alljährlich die Leipziger Kleinmesse statt. Eröffnet und geschlossen wird die Messe mit einem großen Feuerwerk. Erleben kann man viele Fahr-, Lauf- und Versorgungsgeschäfte des großen Leipziger Schaustellervereins. Wer sich also den Duft nach Zuckerwatte, Kräppelchen, Waffeln und gebrannten
Mandeln nicht entgehen lassen will, der kann sich auf dem Messegelände am Cottaweg im bunten Treiben wieder wie ein Kind fühlen.

Location: Messe – Gelände am Cottaweg
Feuerwerk: am 28.07. Eröffnungs- und am 11.08. Abschlussfeuerwerk
Eintritt: frei
Web: http://www.leipziger-kleinmesse.net/inhalt/index.php

Autorin: Paula Heinze

Besuch der Londoner Buchmesse 2018

Besuch der Londoner Buchmesse 2018

© Anne Geßner

Im Rahmen des Faches Bookselling und Publishing begaben wir, Studierende der Studiengänge Bibliothekswissenschaften und Buchhandel / Verlagswirtschaft, uns vom 7. bis 14. April in Großbritanniens Hauptstadt auf Augenhöhe mit dem britischen Buchmarkt.

 

Die Londoner Buchmesse: Geschäfts- und Kontaktmesse der Buchbranche

Im Zentrum unserer Reise stand der Besuch der Londoner Buchmesse. Das jährlich im Frühling in der Olympia Hall von London stattfindende Event, zieht während drei Messetagen rund  2300 Aussteller aus 56 Ländern und Vertreter der sowohl britischen als auch internationalen Buchbranche an. Auch deutsche Stände wie zum Beispiel der Börsenverein des deutschen Buchhandels waren hier anzutreffen. Einen Unterschied zur Leipziger Buchmesse konnten wir sogleich am Anfang feststellen. Statt publikumswirksamer Veranstaltungen wie Lesungen und Signierstunden standen hier das Geschäft wie Lizenzverkäufe im Vordergrund.

Aber auch für uns Studenten hielt die Londoner Buchmesse zahlreiche spannende Seminare und Vorträge in lebhafter Messe-Atmosphäre bereit. Insbesondere die Präsentation neuer Geschäftsmodelle sowie innovativer Buchkonzepte unter dem Motto des Disruptive Publishing, wie zum Beispiel Publikationen des Verlages „One Third Stories“ oder das Konzept personalisierter Bücher durch das Unternehmen Wonderbly weckten unser Interesse.

Kreativität und Professionalität gehen Hand in Hand auf der Londoner Buchmesse

Neben der Präsentation interessanter aktueller Projekte wie der internationalen Kooperation „Pop Up Creators“ als Austausch zwischen jungen Künstlern und Verlegern, durften wir Gesprächen mit kreativen Köpfen der Buchbranche beiwohnen. Bestsellerautorin Jojo Moyes und Illustrator Alex T. Smith sprachen in Interviews über ihren kreativen Schaffensprozess.

Verleger und Lektoren beleuchteten aktuelle Trends und die Zukunft des Young Adult Genres. Auch das Kauf- und Leseverhalten, insbesondere junger Buchliebhaber, wurde unter die Lupe genommen. Allision David, Consumer Insights Director bei Egmont, referierte diesbezüglich über das Mediennutzungverhalten von Kindern und verwies auf mögliche Maßnahmen der Leseförderung, wie eine Kooperation mit der Londoner Buchhandlung Foyles.

Abseits der Pfade auf der Londoner Buchmesse: auf in die Kulturstadt London

Natürlich blieb abseits der Messezeiten freie Zeit zum Erkunden der Kulturstadt London. Neben Besichtigungen der National Gallery, St  Pauls Cathedral und Westminster Abbey fand sich stets eine Gelegenheit zum gemeinsamen Schmökern in einer der zahlreichen Londoner Buchhandlungen. Vor allem der Besuch der größten Buchhandlung Europas – der Flagship Store des in Großbritannien führenden Filial-Buchhändlers Waterstones – war für Studenten des Buchhandels ein Muss und ermöglichte es uns erneut, einen Blick auf die Novitäten des britischen Buchmarktes zu werfen.

Insbesondere für die Bibliothekswissenschaftler unter uns stellte die Führung durch die British Library ein weiteres Highlight der Studienreise dar. Mit einem Medienbestand von über 170 Millionen Werken gilt sie als eine der bedeutendsten und größten Forschungsbibliotheken weltweit. Im Buchbestand der Nationalbibliothek finden sich Ausgaben, welche bis ins Jahr 1600 vor Christus zurückreichen. Als krönenden Abschluss besichtigten wir die Warner Brothers Harry Potter Studios.

Autorin: Anne Geßner

Die Leipziger Lerche auf der Leipziger Buchmesse 2018: Buch Voraus

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Auch wenn Leipzig gerade von Schnee und Eis bedeckt ist, findet wie jedes Jahr die Leipziger Buchmesse statt. Überall in der Stadt gibt es Lesungen und spannende Einblicke in die Welt der Bücher. Hier in Leipzig kommt zusammen, was zusammengehört: Bücher, Autoren, Verlage und Leser!

Einblicke in Rumäniens Bücherwelt auf der Leipziger Buchmesse

Obwohl das diesjährige Gastland Rumänien laut einer Eurostat-Umfrage von 2011 im EU-Vergleich zu den Ländern mit dem geringsten Bücherkonsum gehört und die Durchschnittsauflage für einheimische zeitgenössische Literatur in der Regel nur bei 1.000 bis 1.500 Exemplaren pro Buchtitel liegt, ist das Interesse an rumänischer Literatur gerade auf einem Höchststand. Zu den beliebtesten Autoren zählt Mircea Cartarescu, der in den letzten Jahren erfolgreich Romane und Kurzgeschichten veröffentlichte.

Auf der Buchmesse war es nunmehr möglich, die Facetten dieses osteuropäischen Landes kennenzulernen. Verschiedene Veranstaltungen wie beispielsweise das Forum OstSüdOst näherten sich dem Land auf charmante Art und Weise, Lesungen rumänischer Autoren wie Dana Grigorcea, Gabriela Adamesteanu und Mircea Dinescu oder der in Rumänien geborenen Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller sowie eine Diskussionsrunde rumänischer Gegenwartsliteraten zogen die Buchmessebesucher in ihren Bann.

Die Lerche auf der Leipziger Buchmesse

Auch die Leipziger Lerchen der HTWK waren auf der Buchmesse unterwegs und verteilten am Stand Studium Rund ums Buch die frisch gedruckte Leipziger Lerche #48, die von allen Seiten begeistert aufgenommen wurde. Der neugestaltete Stand des Messeteams der HTWK war Anlaufpunkt für Studieninteressierte oder ehemalige HTWK-Studenten. Mit spannenden Würfelspielen und Quizzen rund um Bücher, Literatur und den Studiengängen selbst, war es ein gelungener Messeauftritt.

Ebenso gut besucht war die AusbildBar der Gutenberg-Schule. Mit viel Liebe zum Detail haben die Auszubildenden zusammen mit der Schulleiterin der Berufsschule und der Messeleiterin ihren Stand gestaltet. Das Messeteam der AusbildBar brachte Besuchern die Ausbildungsberufe rund ums Buch näher und Interessierte ließen sich den einen oder anderen Buchtipp gleich mitgeben.

Schneechaos, Comics und Cosplay auf der Leipziger Buchmesse

Neben vielen Lesungen bekannter und noch zu entdeckenden Autoren, kamen erneut auch die Manga- und Comicfreunde auf ihre Kosten. Halle 1 war erneut Anlaufpunkt für unzählige Freunde der europäischen, japanischen und amerikanischen Comickunst. Begeisterte Cosplayer trafen sich in bunten Kostümen und eiferten ihren Idolen aus Comics, Mangas, Animes und Graphic Novels nach.

Am Wochenende kamen trotz des heftigen Schneetreibens und der daraus resultierenden schwierigen Verkehrslage bei der Deutschen Bahn und den Leipziger Verkehrsbetrieben dennoch zahlreiche Besucher, die sich die Freude an der Literatur vom Wetter nicht verderben ließen. Und wenn die Buchmesse die Tore für dieses Jahr schließt, die Besucher glücklich und beseelt nach Haus strömen, wissen wir die Leipziger Buchmesse gibt es auch wieder nächstes Frühjahr. Dann hoffentlich auch ohne Schneechaos und vereiste Schienen.

Autorin: Saskia Liske

 

Der Lerche-Veranstaltungskalender für März

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Der Monat März widmet sich zu einem großen Teil der Leipziger Buchmesse, doch auch für Leipziger, die nicht auf Bücher stehen gibt es in unserer wunderschönen Stadt wieder einiges zu entdecken. Einige Highlights findet ihr nachfolgend.

15.03.2018 – 18.03.2018

Leipziger Buchmesse

Bücherfreunde aufgepasst! Deutschlands größte Buchmesse lockt mit unzähligen Neuerscheinungen und Frühjahrsereignissen der Buch- und Medienbranche. Autoren, Leser und Verlage treffen zusammen, um sich zu informieren, auszutauschen und Neues zu entdecken. Das Lesefest „Leipzig liest“ begleitet die LBM und bietet Interessierten ein spannendes Leseerlebnis an besonderen Veranstaltungsorten.

Location: Neue Messe Leipzig sowie die gesamte Stadt Leipzig

Web: http://www.leipziger-buchmesse.de/

03.03.18, 10:00 Uhr

54. Fockeberglauf

Der jährliche Kultlauf lockt auch dieses Jahr wieder viele Teilnehmer und Sportwütige an den Fuße des bekannten Schuttberges. Die Strecke hat sich, wie auch in den Vorjahren, nicht verändert. Läufer haben die Wahl zwischen einem Fitness- oder Hauptlauf (6 km/ 12 km).

Location: am Fuße des Fockeberges

Web: http://www.leipziger-triathlon.de

 

09.03.18 – 11.03.18

Internationale Ostereierbörse „Leipziger Eierlei“

Eier- und Osterliebhaber mit ausgefallenem Geschmack kommen hier auf ihre Kosten. Bestaunt werden können hier Eier jeglicher Größe, sowohl von Hühner, als auch von Wellensittichen oder Wachteln. Dreißig Künstler aus Deutschland und dem Ausland stellen hier ihre farbenfrohen und kreativen Kunstwerte aus.

Location: Alte Börse

Monetos: 4 € Erwachsene

Web: http://www.leipziger-eierlei.de

 

23.03.18 – 25.03.18 

Europäische Tage des Kunsthandwerkes

Designer, kreative Unternehmen und Kunsthandwerker öffnen ihre Tore für Neugierige. Hier kann hinter die Kulissen gelinst werden und die unzähligen Mitmachaktionen kitzeln das kreative Können jedes Teilnehmers heraus.

Location: verschiedene Veranstaltungsorte

Web: http://www.leipzig.kunsthandwerkstage.de

 

28.03.18 – 02.04.18

Ostermarkt und historische Leipziger Ostermesse

Musikanten und Schausteller runden das Ambiente des historischen Ostermarktes in der Innenstadt ab. Die Angebote der Händler sind sehr unterschiedlich und vielfältig. Hier und da können die Besucher Kuriositäten und Unbekanntes entdecken und sich in eine vergangene Zeit entführen lassen.

Location: Leipziger Innenstadt

Web: https://www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/einkaufen-und-ausgehen/maerkte/ostermarkt/

Autorin: Jana Menke

Der Lerche-Veranstaltungskalender Februar

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Der Prüfungsstress hat nun auch die Entspannten erreicht und jeder sehnt sich nach den Semesterferien. Wir bieten euch wieder zahlreiche Möglichkeiten für eine kleine Pause zwischendurch und Anregungen für die freie Zeit danach.

 

01.02.2018

Reisevortrag: Geisterstädte

Jörg Hertel berichtet über seine Reisen in verlassene Städte. Die Hinterlassenschaften menschlichen Daseins hat er mit seiner Kamera festgehalten. Wen also dieses spannende Thema interessiert, sollte unbedingt vorbeischauen!

 

Beginn: 19.00 Uhr

Location: Bibliothek Gohlis „Erich Loest“

Monetos: Eintritt frei

Web: https://www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/veranstaltungen-und-termine/eventsingle/calendar/2018/02/01/event/tx_cal_phpicalendar/reisevortrag-geisterstaedte-1/

 

02.02.2018 – 04.02.2018

Motorrad-Messe Leipzig 2018

Leipzig wird in diesem Jahr Gastgeber der ersten echten Motorrad-Messe des Jahres in Deutschland. Über 300 Aussteller zeigen ihre Neuheiten und Gebraucht-Teile. Motorrad-Begeisterte sollten dieses Event auf keinen Fall verpassen.

 

Beginn: täglich von 09.00 bis 18.00

Location: Messegelände Leipzig, Halle 3 und 5

Monetos: Tageskarte: 14,00 Euro / im Online-Vorverkauf: 12,59 EUR
                  Ermäßigungskarte: 12,- Euro / im Online-Vorverkauf: 10,46 EUR
                  Dauerkarte: 20,- Euro (nur an der Tageskasse)
                  Kinder & Jugendliche (unter 16): freier Eintritt

Web: http://www.zweiradmessen.de/motorrad-messe-leipzig/

11.02.2018

Großer Rosensonntagsumzug 2018

 

Unter dem Motto „Wir feiern bunt in Leipzigs Herzen – das lassen wir uns nicht verscherzen“ startet der große Umzug der Leipziger Narren. Gegen Ende der Veranstaltung wird der schönste Umzugswagen mit dem „Goldenen Wagenrad“ ausgezeichnet. Also holt eure Faschingsklamotten vom Dachboden und bringt jede Menge gute Laune mit.

 

Beginn: 14.00 Uhr

Location: Leipziger Innenstadt

Monetos: Eintritt frei

Web: https://www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/veranstaltungen-und-termine/eventsingle/calendar/2018/02/11/event/tx_cal_phpicalendar/grosser-rosensonntagsumzug-2018/

 

13.02.2018

Lesebühne Kunstloses Brot – Ausgabe 15

Die vier Mitglieder der Lesebühne Kunstloses Brot beschäftigen sich an diesem Abend mit allerlei Träumereien. Auch die Gäste sind eingeladen, ihren Fantasien nachzuhängen, um dem Alltag zu entfliehen. Perfekt für alle, die eine kleine Auszeit benötigen.

 

Beginn: 20.00 Uhr, ab 19.30 Uhr Einlass

Location: Beyerhaus

Monetos: 4 €

Web: https://www.lesebuehne-kunstloses-brot.de/

20.02.2018

Sternenspaziergang (Winterferienpass- und Familienangebot)

Aufgepasst an alle Hobbyastronomen und Romantiker! Das historische Planetarium des Schulmuseums bietet die Möglichkeit in den Leipziger Wintersternenhimmel zu blicken.

Für Gruppen werden gesonderte Termine angeboten. Nehmt dazu bitte rechtzeitig Kontakt mit dem Museum auf.

 

Beginn: 11.00 Uhr

Location: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte, 2. Obergeschoss Planetarium

Monetos: mit Ferienpass: Eintritt frei

                  ohne Ferienpass: 3 €

Web: https://www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/veranstaltungen-und-termine/eventsingle/calendar/2018/02/20/event/tx_cal_phpicalendar/sternenspaziergang-winterferienpass-und-familienangebot-3/

 

25.02.2018

Freude schöner Götterfunken (Schillerhaus)

Taucht ein in Schillers Ode an die Freude und ihren musikalischen Nachklang durch eine Führung im Schillerhaus.

 

Beginn: 15.00 Uhr

Location: Schillerhaus

Monetos: Eintritt frei

Web: http://www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de/bildung-vermittlung/fuehrungen/erwachsene/

 

Autorin: Janka Diettrich

Frankfurt auf Französisch – Ein Rückblick auf die Frankfurter Buchmesse 2017

Frankfurt auf Französisch – Ein Rückblick auf die Frankfurter Buchmesse 2017

Die Frankfurter Buchmesse verzeichnet ein Besucherplus von 6,5 Prozent – bis zu 280.000 Menschen strömten dieses Jahr durch die Messetore in Frankfurt. Lesungen der Lieblingsautoren, Neuerscheinungen und der „Ehrengast Frankreich“ zogen die Besucher in ihren Bann. Besonders am Wochenende war viel los in den Messehallen und auf dem Außengelände.

Frankfurter Buchmesse 2017 © Janka Diettrich

Neben Besuchern war auch das Fachpublikum wieder zahlreich mit dabei. Verlagsvertreter und Autoren reisen jedes Jahr gern wieder an. Wie beispielsweise der bekannte Tagesthemen-Moderator, Journalist und Schriftsteller Ulrich Wickert. Dieser bestätigt in einem Interview:

„Ich finde Bücher faszinierend und deswegen bin ich immer mit großer Begeisterung hier, um zu sehen was gibt es Neues. Denn das kann man nur aus der Zeitung nicht erfahren.“

Veranstaltungen

Nicht nur Autoren, sondern auch Musiker wie Brian May und Udo Lindenberg besuchten die Buchmesse um ihre neuen Bildbände vorzustellen sowie die Besucher mit ihrer Musik aus den Messehallen zu locken. Autogrammstunden von Ken Follett, Cecilia Ahern und Sebastian Fitzek waren ein weiteres Highlight für Besucher. Das Lesezelt auf dem Innenhof der Messe lud bei kostenlosem Tee zum Lauschen von „Grimms Morde“ ein. Der historische Roman von Bestsellerautorin Tanja Kinkel versetzt die Leser zurück ins 19. Jahrhundert und verbindet märchenhaftes Setting mit einer blutigen Mordserie.

Gastland Frankreich

Auf der Frankfurter Buchmesse standen drei Themenschwerpunkte im Mittelpunkt des Gastauftrittes: Innovation und digitales Schaffen, Französisch als Sprache des Wissensaustauschs und der Gastfreundschaft sowie die Belebung des deutsch-französischen Kulturaustauschs über die Jugend. Über 300 Veranstaltungen haben dieses Jahr schon unter dem Motto „Frankfurt auf Französisch“ stattgefunden.

Im Rahmen der Buchmesse stellte Michel Houellebecq sein neues Werk „In Schopenhauers Gegenwart“ vor. Im Ehrengastpavillion machten die Besucher viele Entdeckungen, besonders Digitalatelier sowie eine ausgestellte Gutenbergpresse waren ein Publikumsmagnet.

Preisverleihungen

Überall auf der Buchmesse war es zu sehen und zu hören. Die Preisverleihungen. Ungefähr 40 Auszeichnungen hat die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr an Illustratoren, Kinderbuchautoren, Buchblogger und weitere vergeben.

Der Verlag Kein & Aber wurde beispielsweise für sein brillantes Live-Marketing mit dem Orbanism Award ausgezeichnet. Die begehbaren Container, welche sowohl als Verlagsstand, als auch als Aussichtsplattform fungierten, zogen viele staunende Blicke auf sich.

Das allererste Mal konnte auch der Buchblog-Award vergeben werden. Uwe Kalkowkis Blog kaffeehaussitzer.de erhielt den Hauptpreis und Florian Valerius Instagram-Account @literarischernerd den Sonderpreis.

Für die besonders durchdachte Darstellung von Chancen und Risiken im Umgang mit Daten in Zeiten der Digitalisierung, wurde Adrian Lobe mit dem Journalistenpreis der Stiftung Datenschutz geehrt.

Die Frankfurter Buchmesse konnte also auch in diesem Oktober wieder glänzen und begeisterte Fachbesucher, Leser und Autoren. Im nächsten Jahr wird „Ehrengast Georgien“ empfangen. Zunächst jedoch können sich Bücherfreunde  auf die Leipziger Buchmesse im März 2018 freuen.

Autorin: Janka Diettrich

Meine Messe-Erkenntnisse 2017

Meine Messe-Erkenntnisse 2017

Die Leipziger Buchmesse 2017 ist seit 14 Tagen Geschichte. Mit etwas zeitlichem Abstand zum reflektieren und auswerten der Eindrücke, hier nun meine persönlichen vier Frühlings-Trends im Messe-Report.

 

1. Ich sehe die Messe vor lauter Menschen nicht

Im Laufe eines Bücherwurm-Lebens sammelt sich ein ganzer Stapel Kontakte an, aus der Branche, dem Studium, der Ausbildung… Und natürlich stolpere ich alle paar Meter über eine Bekannte. Man quatscht, bringt sich auf den neuesten Stand, klagt über den Stress – und schon wieder ist eine halbe Stunde verstrichen, in der ich auch eine Lesung besuchen oder unter neuen Büchern hätte stöbern können. Tatsächlich ist dieses schöne Kontakt-Netz sogar daran schuld, dass ich diesmal das Exzessive Merch-Shopping in Halle 1 extrem einschränken musste – immerhin, den Geldbeutel freut’s. Im Rückblick betrachtet, ist es mir aber trotz allem deutlich lieber, die Messe mit anderen, und sei es im Gespräch, als allein auf einer Lesung zu erleben.

 

 

2. Die Alten werden enttäuscht sein

Wie das so ist, versammelt man sich mit seinen anderen Kommilitonen am Abend, um den Messetag ausklingen zu lassen. Eins kommt zum anderen, und ehe wir’s uns versehen, landen wir zu einem Absacker in der Stamm-Bar. Was dann folgt, sollte kein zukünftiger Chef je zu Gesicht bekommen: Restadrenalin, Alkohol und Nerdtum vermischen sich im Nuh zu einem rasanten Cocktail voller Coldmirror-Zitate, zweideutiger Einwürfe und enthusiastischer Planungen für die Gamescom. Oh, die Begeisterung für „gehobene Literatur“ ist bei uns Nachwüchslern denkbar gering, dafür schlägt unser Herz umso höher für Comics, Manga und Computerspiele. Obwohl mich der Verdacht beschleicht, dass auch die Altvorderen abseits des Blauen Sofas schockierend unkultiviert sein können, wenn erst der dritte Sektempfang durch ihre Kehlen rinnt.

 

 

3. Meine Füße werden mich hassen

Wenn ich in ein paar Jahren erstmal beruflich mit Büchern zu tun habe, werde auch ich mich auf der Messe vermutlich in Schlips und Sakko präsentieren müssen – und in den dazugehörigen Schuhen. Einen Vorgeschmack darauf konnte ich bereits am Freitag sammeln, als das Speedmeeting von „Verlage der Zukunft“ etwas förmlichere Kluft erforderte. Zwei dicke Blasen waren der Lohn für stundenlanges herumlaufen – an lediglich einem Tag! Das wird mich also in Zukunft erwarten? Ich verstehe, warum manche Menschen solch horrende Summen für adäquates Schuhwerk ausgeben.

 

 

4. Die Literaten sitzen (mal wieder) im Elfenbeinturm

Samstags wird die Messe traditionell von Cosplayern und Nerds überflutet. Halle 1 ist komplett diesen Künsten vorbehalten, und ich mag nur erahnen, welchen Anteil die Buntgewandeten am jährlichen Erfolg der Buchmesse und vor allem am Gesamtumsatz des Buch- und Comicmarktes haben. Wir, die jungen Eskapismus-Experten, sind die Nachwuchs-Vielleser, die Content-Konsumenten und Medienprofis. Leider sehen das anscheinend viele im etablierten Literaturbetrieb nicht so. Die Berichterstattung der großen Medien tut die Comciszene immer noch als liebenswertes, aber nischiges Kellerkind ab und freut sich lieber ausgiebig über Preisverleihungen an „künstlerisch hochwertigere“ Autoren mit mindestens genauso nischiger Vita.

Dabei habe ich zusehends den Eindruck, die deutsche Literaturlandschaft dämmert im eigenen Saft ihrer Frühverrentung entgegen. Die Tage eines Martin Walser als Massenphänomen sind vorbei, die neuen Stars in der multimedialen Manege heißen Marvin Clifford, Bernhard Hennen oder Jan Böhmermann. Da ändern auch wütende Tiraden eines Carsten Otte im Öffentlich-Rechtlichen über die unpassende Fröhlichkeit der Cosplayer angesichts der politischen Weltlage nichts. Aber wen juckt’s, wenn wir mit den sympathischen Verrückten von Nerdzig den drittgrößten Fernseh-Berichterstatter am Start haben! Bücher können nicht länger ausschließlich als hehres Kulturgut gepachtet werden, dennoch schmerzt mich der Zaun, welcher hier von den so toleranzbedachten Buch-Eliten errichtet wird. Auch wenn Mauerbau grad DER Trend des Jahres ist – Ich will keinen Krieg, sondern friedliche Koexistenz!

 

Autor: Niklas Gaube

Der Lerche-Veranstaltungsplaner für die Leipziger Buchmesse 2017

Der Lerche-Veranstaltungsplaner für die Leipziger Buchmesse 2017

Wenn beinahe 200.000 Menschen nach Leipzig strömen, dann ist Buchmesse-Zeit. Man verliert schnell den Überblick bei so vielen Veranstaltungen die zur Leipziger Buchmesse stattfinden. Doch nicht verzagen – die Leipziger Lerche fragen! Wir haben einen besonderen Blick auf Locations außerhalb des Messegeländes geworfen und einen Masterplan mit Spaß-Garantie für euch erstellt.

 

23.03.2017

Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen

Schon bei dem Titel muss man ein bisschen schmunzeln. Bei der Lesung mit Sicherheit erst recht. Darum geht’s: Anton ist klein, bebrillt, hat zwei zu große Ohren und nur ein Haar an einer ganz bestimmten Stelle. Jetzt erfährt er auch noch, dass er das Ergebnis eines Kondomunfalls ist. Das hebt seine Laune kein bisschen. Um seinem Leben doch noch Sinn zu geben, beschließt Anton, eine neue Frau für seinen Vater zu finden. Zusammen mit Ine, der besten Freundin der Welt. Doch wo sollen die zwei jemanden auftun, der sich für einen Klohäuschenvertreter interessiert? Na klar, im örtlichen Strickverein…

Monetos:           keine, ist kostenlos

Beginn:              10.00 Uhr

Spot:                   OrtJobClub Leipzig – Axis Passage, Georg-Schumann-Straße 171–175, 04159

 

 

23.03.2017

„Leipzig liest“: Lesung Jan Mohnhaupt – Der Zoo der Anderen

Als sich der Kalte Krieg Anfang der sechziger Jahre auf seinem Höhepunkt befindet, beginnt auch ein tierisches Wettrüsten in Berlin, das sinnbildlich für das geteilte Deutschland steht. Dessen Geschichte lässt Jan Mohnhaupt anhand der beiden Berliner Zoos und deren Bewohner auf einzigartige Weise aufleben. Ob Brillenbär-Spende durch die Stasi, Schlagzeilen wie Westesel gegen Ostschwein oder der regelmäßige Schlagabtausch der beiden charakterstarken Direktoren – die Zoos verraten mehr über das Verhältnis zwischen Ost und West als so manche Regierungserklärung. Mit großer Sympathie für Tier und Mensch erzählt Jan Mohnhaupt erstmals ihre gemeinsame Geschichte.

Monetos:           9€

Beginn:               18.30 Uhr

Spot:                    Zoo Leipzig, Pfaffendorfer Str. 29, 04105 Leipzig

Web:                    http://www.leipziger-buchmesse.de/ll/veranstaltungen/23111

 

23.03.2017

L3 – Lange Leipziger Lesenacht 2017 – „Es gilt das gesprochene Wort“

Seit 2005 präsentiert die Lange Leipziger Lesenacht, kurz L3, auf den vier Bühnen der Moritzbastei die Vielfalt der jungen deutschsprachigen Literatur. Um die besten Sitzplätze kann man ab 18 Uhr wetteifern, dann beginnt der Einlass. Von 19 Uhr bis nach Mitternacht geht dann das Programm. Bei der L3 geben sich unbedingt zu entdeckende und bereits entdeckte Autoren in den Kellergewölben der MB die Klinke in die Hand. Einer DER Pflichttermine zur Buchmesse!

Monetos:           14€ AK/ 10€ VVK

Beginn:              19.00 Uhr

Spot:                   Moritzbastei, Universitätsstraße 9, 04109 Leipzig

Web:                   https://www.ldrei.de/

 

24.03.2017

Auch dieser Raum entsteht durch Gebrauch – Lyriknacht zur Leipziger Buchmesse

Zur Buchmesse strömen Lyriker aus allen Teilen des deutschsprachigen Raums nach Leipzig, zwölf der spannendsten sind an diesem Abend zu hören: Autoren, die sich schon einen Namen gemacht haben, genauso wie solche, die es zu entdecken gilt. Die Lyriknacht, die zum zweiten Mal stattfindet, wird vielsprachig, konzentriert und wild, einen „Karneval der Worte“ nannte die Süddeutsche Zeitung die erste Ausgabe. In diesem Jahr gilt wieder: Auch dieser Raum entsteht durch Gebrauch.

Monetos:           keine, ist kostenlos

Beginn:              21.00 Uhr

Spot:                   Noch Besser Leben, Merseburger Str. 25, 04229 Leipzig

Web:                  https://de.eventbu.com/leipzig-plagwitz/auch-dieser-raum-entsteht-durch-gebrauch/1670554

 

24.03.2017

Livelyrix Buchmessenslam 2017

Was darf auch zur Buchmesse nicht fehlen? Ein Poetry Slam natürlich und, zwar das Kronjuwel der Slam- Saison. Denn wenn sich in Leipzig schon einmal einige der besten Poeten des Landes aufhalten, dann wollen wir sie auch auf die Bühne sehen. Mit dabei sind unter anderem Kirsten Fuchs, Sven Hensel und Volker Surmann –  um nur einige zu nennen!

Monetos:           10€ VVK / 14€ AK

Beginn:              19.00 Uhr

Spot:                   Schauspiel Leipzig, Bosestraße 1, 04109 Leipzig

Web:                   http://www.livelyrix.de/veranstaltung/livelyrix-buchmessenslam-2017-im-schauspiel-leipzig/

 

 

25.03.2017

Leipziger Verlage stellen sich vor

Hugendubel lädt ein zur großen Jubiläumsveranstaltung in seiner Buchhandlung. Auf diesem Event bekommt man die einzigartige Möglichkeit, die bunte Leipziger Verlagswelt kennen zulernen und einen exklusiven Blick auf deren Themenvielfalt zu werfen. Kommt vorbei und feiert mit – das Ganze natürlich kostenlos. Mit dabei ist zum Beispiel der Verlag Voland & Quist.

Monetos:           kostenlos

Beginn:              10.30 Uhr

Ende:                  20.00 Uhr

Spot:                   Hugendubel, Leipzig Petersstraße 12, 04109 Leipzig

Web:                   http://www.hugendubel.de/de/event;jsessionid=29F87E4C9AD6CFFFAA0814D74DFA3485.www03?eventId=8741

 

25.03.2017

MDR SPUTNIK LitPop X

Zum zehnjährigen Jubiläum freut sich Leipzig auf Lesungen mit mehr als 25 Autoren und Slammern, auf Konzerte in den „heiligen“ Wandelhallen und Tanzmusik bis in die frühen Morgenstunden, umrahmt mit Stars und Sternchen der deutschen Medienlandschaft auf vier Lese- und Konzertbühnen. Musikalisch sorgen Dead Disco, Preller & Mr. Olsen, Kid Simius, Fil Bo Riva und Mighty Oaks für die richtige Untermalung.

Monetos:           14€ VVK / 16€ AK

Beginn:              18.00 Uhr

Spot:                   Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4-6, 04109

Web:                   http://www.litpop.de/

 

26.03.2017

Der Miesepups – Lesung

In einer dunklen Baumhöhle im Mooswald wohnt der Miesepups. Er macht nicht viel: schlafen, herumrumpeln, über seine Unordnung stolpern, schimpfen und wieder schlafen. Raus geht er nicht, Besuch kriegt er nicht, und andere Leute kann er schon mal gar nicht leiden. Autorin Kirsten Fuchs liest für alle, die einen Miesepups kennen oder selbst manchmal ein Miesepups sind.

Monetos:           keine, ist kostenlos

Beginn:              11 Uhr

Spot:                   Kinderbuchladen Serifee, Karl-Liebknecht-Str. 36 / Feinkosthof, 04107

Web:                   www.kinderbuchladen-serifee.de

 

 

Autorin: Viktoria Gamagina

Buchmesse im Ohr – Interview mit „Leipzig lauscht“

Buchmesse im Ohr – Interview mit „Leipzig lauscht“

Die Leipziger Buchmesse, DAS Event des Jahres für alle Bibliophilen Mitteldeutschlands, steht wieder vor der Tür. Auch das Team von Leipzig lauscht ist wieder auf der LBM17 unterwegs und nimmt euch mit zu allen wichtigen Veranstaltungen und Lesungen auf der Messe. Ihr kennt Leipzig lauscht noch nicht? Wir haben für euch Patricia Blume, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Buchwissenschaft der Universität Leipzig, Organisatorin von Leipzig lauscht und Redaktionsleiterin, mit unseren Fragen gelöchert.

 

Wie und warum ist Leipzig lauscht entstanden?

Patricia Blume: Die Idee hatte Siegfried Lokatis, Professor für Buchwissenschaft an der Uni Leipzig. Zur Buchmesse kam immer wieder die Frage auf, ob sich der Besuch dieser oder jener Veranstaltung denn gelohnt habe. Und so entstand der Gedanke, dass es einen Ort geben müsste, wo man genau das nachlesen kann. Es passiert ja ziemlich häufig, dass der Leipzig liest-Besucher es nicht pünktlich zum Veranstaltungsbeginn schafft, die Lesung schon proppenvoll ist oder er oder sie sich für doch für eine andere Priorität entschieden hat. Es bleibt das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Und www.leipziglauscht.de ist eine sichere Quelle, aus der der Messebesucher die Ereignisse der Veranstaltung nachvollziehen kann: Hat sich der Moderator peinlicherweise in der Aussprache des Namens vertan, fühlte sich der Autor verkannt und beleidigte das Publikum? Ist der neue Roman wirklich so überragend, aber der Dialekt des Autors macht ihn trotzdem unerträglich? Die Bandbreite an Vorkommnissen ist groß, wie wir mindestens aus Loriots Krawehl-Lesung wissen. Aber es geht Leipzig lauscht natürlich nicht allein um Missgeschicke, es geht um einen Eindruck von der Lesung, der Atmosphäre, vom Publikum, von der Autorenpersönlichkeit und natürlich vom Stoff des Buches. Dafür bilden wir die Leute ein Semester lang aus.

 

Wie setzt sich euer Team zusammen und worauf dürfen wir uns zur LBM 2017 freuen?

Das Team von Leipzig lauscht besteht immer aus etwa 70 Personen, die mehrere Lesungen von Leipzig liest besuchen. Dementsprechend viele Veranstaltungen können wir auf dem Blog abbilden. Auch wenn das immer noch nur ein Bruchteil aller Lesungen insgesamt ist, halten wir doch ein gutes Stück Vielfalt und Buntheit des literarischen Frühlings in Leipzig fest. Vielfältig geht es bei uns allemal zu, denn die Hoheit beim Aussuchen der Bücher und Veranstaltungen liegt bei den Rezensenten. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen und haben ganz unterschiedliche literarische Interessen.

So sind in diesem Jahr die Veranstaltungen mit Jussi Adler Olsen dabei und mit Lukas Bärfuss, der mit Hagard für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert ist; oder die neuen Romane von Clemens Meyer und Feridun Zaimoglu, aber auch passend zu den diesjährigen Schwerpunktthemen ein Band mit jungen litauischen Erzählungen aus dem Mitteldeutschen Verlag und ein Buch über den Lutherweg in Sachsen aus der Evangelischen Verlagsanstalt. Außerdem einiges an Fantasy und aus der Poetry-Slam-Szene, daneben aktuelle Sachbücher wie von Orell Füssli über Deutschlands neue rechte Mitte, dazu vieles aus unbekannteren Verlagen wie der gesunde Menschenverstand oder CulturBooks. Es sind auf jeden Fall vielversprechende Titel dabei: Milchschaumschläger, Elfenwächter und Miesepups; die Krankheitensammlerin, Bulettenbetti und die Wanderapothekerin; Kaltland, Zuckersand und Ætherhertz.

 

Haben sich durch eure Arbeit an dem Projekt Begegnungen/ Treffen ergeben, mit denen ihr nicht gerechnet habt?

Manchmal halten Veranstaltungstitel nicht, was sie versprechen, und umgekehrt ist manchmal eine Lesung viel grandioser als ihre bescheidene Ankündigung. Interessant wird es oft, wenn unvorhergesehene Dinge passieren. Immer mal wieder fallen Veranstaltungen aus, weil der Autor erkrankt etc. Deswegen musste einer unserer Rezensenten im letzten Jahr auf Thea Dorn verzichten, entdeckte dafür aber den US-amerikanischen Autor Alexander Hemon. Überraschend sind auch besondere Formate, also alles, was mal nicht eine normale Lesung ist. Autoren vom Aufbau Verlag haben zum Beispiel im letzten Jahr mit dem Publikum ein Literaturspiel gespielt, und für eine Lesung in der Moritzbastei haben sich alle Besucherinnen als Prinzessinnen gestylt. Unsere Rezensenten und Rezensentinnen sind in der Mission Leipzig lauscht auf der Messe unterwegs, aber natürlich ergeben sich automatisch im Messegeschehen interessante Begegnungen. Sie waren häufig begeistert, wenn sie ein Gespräch mit der Autorin oder dem Autor führen konnten.

 

Gibt es lustige Anekdoten aus den zwei Jahren Leipzig lauscht, die ihr mit uns teilen könnt?

Die Buchmesse ist immer ein Ort mit hoher Freak-Dichte, da kommt der Spaß nicht zu kurz. In die dazugehörige Vorlesung, mit der wir die Studierenden auf das Messegeschehen vorbereiten, kommen immer verschiedene Leute aus dem Literaturbetrieb, Verleger, Autoren, Mitarbeiter aus der Öffentlichkeitsarbeit. Denen fragen die Studierenden auch immer Löcher in den Bauch nach lustigen Anekdoten über die Feuilleton-Promis. Und sie plaudern gern etwas aus dem Nähkästchen. Aber da sind wir ja unter uns.

 

Wo findet man euch auf der Leipziger Buchmesse 2017? Kann man direkt mit euch in Kontakt kommen?

Tatsächlich sitzen wir nicht nur auf Lesungen oder dann hinterm Rechner, um darüber zu schreiben. Wir sind in diesem Jahr wieder am Stand der Uni Leipzig dabei. Dort machen wir jeden Tag um 17 Uhr ein kleines Finale, geben Empfehlungen und haben ein Quiz rund um Bücher vorbereitet. Vorbeikommen können alle Interessierten in Halle 3, Stand H 202! Es lohnt sich nicht nur wegen der Gewinne. Ansonsten kann man natürlich auch digital über diverse Kanäle Kontakt zu uns aufnehmen.

 

Was macht ihr, wenn grad keine Buchmesse stattfindet?

Die meisten aus dem „Leipzig lauscht“-Team sind ganz normale Studierende, wenn es das überhaupt gibt. Manche sind Booktuber oder Instagramer in Buchmission, schreiben für verschiedene Medien, sind im Kulturbereich unterwegs. Dadurch fällt das ganze Projekt auf sehr fruchtbaren Boden. Wir werden es jetzt nach unseren ersten drei Leipziger Buchmessen so machen, dass „Leipzig lauscht“ nicht bis zum nächsten Frühling schlummert. Stattdessen schreiben wir weiter für den Blog und bespielen unsere Social-Media-Kanäle mit Neuigkeiten. Also: Nach der Messe ist vor der Messe.

 

Gibt es die Möglichkeit, bei Leipzig lauscht mitzumachen?

Bei Leipzig lauscht kann jede/r mitmachen, die oder der Studierende/r der Uni Leipzig ist, Lust am Literaturbetrieb hat und am Schreiben. Immer im Wintersemester ist Leipzig lauscht ein – Achtung, langes Wort – Schlüsselqualifikationsmodul und steht uniweit offen. Ab diesem Sommersemester bleiben wir auch während des Sommersemesters „on air“. Dabei wird Leipzig lauscht das erste Seminar aus dem Angebot der Uni Leipzig sein, das Studierenden der HTWK offen steht. Der Hintergrund ist eine neue Kooperation des Studiengangs Verlags- und Handelsmanagement aufseiten der Hochschule und der Buchwissenschaft aufseiten der Uni.

 

 

 

Wir danken Patricia Blume für das spannende und aufschlussreiche Interview zu Leipzig lauscht!
Wenn ihr neugierig geworden seid, dann besucht die Website http://www.leipziglauscht.de
oder folgt dem Team auf FacebookTwitter oder Instagram.

 

Leipzig lauscht auf der Buchmesse:

Halle 3

Stand H 202

 

 

Das Interview führte Lina Al Ghori.

Menschen & mehr – In internationalem Auftrag auf der Buchmesse

Menschen & mehr – In internationalem Auftrag auf der Buchmesse

Flandern und die Niederlande waren dieses Jahr Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Die HTWK veranstaltete in Kooperation mit der HdM Stuttgart und dem Nederlands Letterenfonds ein internationales Austauschprojekt für Studenten. Neben vielen tollen Gesprächen und neuen Gesichtern gab es natürlich auch die aktuellsten Trends der Buchbranche zu sehen.

foto souvenirs
Souvenirs von der Frankfurter Buchmesse

 ICE nach Frankfurt, drei Stunden Fahrt. Es ist Buchmesse, und allein durch mein Transportmittel fühle ich mich schon wie ein professioneller Verlagsmensch, mit vollgepacktem Terminkalender und tausend Erwartungen im Kopf. Übernächtigt von der ComicCon am Wochenende direkt ins nächste literarische Großereignis gestolpert, bin ich dieses Jahr Teilnehmer an einem Kooperationsprojekt verschiedener Hochschulen aus Deutschland, Flandern und den Niederlanden. Wie sich schon bald herausstellt, auch das Küken unserer Gruppe. Um mich herum ein gutes Dutzend Master-Studenten mit bevorstehendem Einstieg ins Berufsleben und exzellenten Branchenkontakten. Als kleiner Bachelor im dritten Semester fühlt man sich da etwas verloren – zum Glück völlig unbegründet. Ein feucht-fröhlicher Abend im „Fichtenkränzi“ beseitigt schnell alle Barrieren, Englisch ist die Sprache der Wahl und schon bald tauschen wir uns über linguistische Absurditäten, die Vorzüge hessischer Käsespätzle und Lazar Popovic, die Fahrstuhllegende der Buchmesse, aus.

Ein bunter Strauß Messegeschichten

Das ist der Vorteil der Buchbranche: Es gibt immer ein Einstiegsthema ins Gespräch, die Menschen sind freundlich und gute Geschichten schätzen sie alle. Dessen hübsche Verpackungen beschäftigen uns am nächsten Tag. Gruppenarbeit ist angesagt und unser Team soll das schönste Cover der Buchmesse ausfindig machen. Das ist gar nicht so leicht bei all den Versuchungen, die sonst so auf den Messebesucher warten. Eine virtuelle Operndiva, kleine Johannes Gutenbergs aus dem 3D-Drucker und unzählige lebensspendende Kaffeequellen locken am Wegesrand. Schlussendlich gelangen wir aber doch an einen niederländischen Stand mit einer beeindruckenden Auswahl für besonders schön befundener Bücher. Der visuelle Trend ist offensichtlich: Auch die Buchproduktion schließt sich der Retro-Mode an und erinnert an jene glorreichen Tage, als das Papier braun-gelblich roch und Karl-May-Ausgaben noch lukrativ waren.

 

foto ktb
Fundstück Nr.1: Sieht aus wie Opas Kriegserinnerungen, ist aber ein Sachbuch
Foto Via Romana
Fundstück Nr.2: Sehr „römisch“ gestaltetes Büchlein über das antike Wegenetz der ewigen Stadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inside Buchbranche

Doch auch das Kontakteknüpfen sollte nicht zu kurz kommen, schließlich waren wir ja hauptsächlich dafür hergekommen. Zunächst wühlten wir zusammen mit Lektoren, Lizenzhändlern und Agenten in den Innereien der Branche. Selbst offenherzige Fragen hielten sie nicht davon ab, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Noch mehr netzwerken konnten wir dann bei unseren Einzelgesprächen, bei mir in diesem Fall das Bloggertreffen des Schweizer Verlegerverbandes, zu dem ich als Begleitung der Verlegerin Sabine Dörlemann eingeladen war. Hier konnte man den ganzen Smalltalk über Bord werfen und ganz ungezwungen geschäftlich plaudern. Fast schon rituell der Austausch der Visitenkarten – für mich auch eine perfekte Gelegenheit, die internationale Öffentlichkeit zu überfallen und dem Blog unserer „Lerche“ zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen.

Dankjewel!

Zu guter Letzt ließen wir die Tage mit einem verlegertypischen Sektempfang ausklingen. Für mich blieb eine äußerst interessante Erkenntnis: Diese ganzen geschäftsmäßigen Gespräche, das termingetriebene Herumhetzen, dealen und Menschen kennenlernen – es bereitete mir einen diebischen Spaß, weitaus mehr als ich selbst gedacht hätte. In punkto beruflicher Orientierung hat sich das Austauschprojekt also auf jeden Fall gelohnt. Viele kurzfristig angekündigte Aufgaben und Blog-Schreib-Aufträge knabberten den zeitlichen Rahmen fürs selbstständige Kontakte knüpfen aber arg an. Wird das abgestellt oder die Gesamtzeit des Projekts verlängert, sollte einer erfolgreichen Neuauflage 2017 mit dem nächsten Ehrengast Frankreich aber nichts im Wege stehen. An dieser Stelle auch noch einmal ein großes Dankeschön an die Professoren, die alles organisiert haben. Vor allem aber an unsere Mit-Teilnehmer. Es war eine fantastische Zeit mit euch – bis hoffentlich irgendwann wieder.

Autor: Niklas Gaube