Gaumenschmaus zum Literaturgenuss – Eine kulinarische Reise durch Bücherwelten

Gaumenschmaus zum Literaturgenuss – Eine kulinarische Reise durch Bücherwelten

Lesen ist ein Genuss! Aber nicht nur für den Kopf, sondern auch für den Gaumen. Um die Lektüre noch köstlicher zu gestalten, findet ihr hier einige literarische Häppchen mit dem passenden Leckerbissen aus der Küche für einen gelungenen Literaturgenuss.

Viel Spaß beim Ausprobieren, Schmökern und Genießen!

 

Die Drachenwerft (Rainer Braune)

Darum geht es:

Gilles wächst zwischen enggestellten Häusern, dem abgründigen See und unheimlichen Apfelgärten auf. In seiner Nachbarschaft leben ein musikvernarrter Metzger, die rätselhafte Zettelheim und Mitschüler, die ihm nichts Gutes wollen. Immerhin glaubt er sich unsterblich. Vor allem aber sehnt er sich danach mit seiner Geige aus dem tristen Alltag auszubrechen und den pfeifenden Herzögen zu folgen.

Zum Literaturgenuss schmeckt:

Gedeckte Apfeltorte

Foto: CC Pixabay

Zutaten

Für den Teig:

  • 300g Mehl
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 1 Ei
  • 100g Zucker
  • 125g Butter oder Margarine
  • 2EL Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Für die Füllung:

  • 1,5kg Äpfel
  • 50g Zucker
  • 1EL Zitronensaft
  • 25g zerlassene Butter
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 50g gestiftete Mandeln
  • 2EL Weinbrand oder Rum
  • 2 Eigelb
  • Etwas Aprikosenmarmelade

Zubereitung

Teig:

Aus allen Zutaten zügig einen Mürbeteig kneten und 30 Minuten kaltstellen. Dann den Teig teilen und dreiviertel davon in eine gut gefettete Springform drücken. Das Ganze 15 Minuten bei 250°C vorbacken und dann die Apfelfüllung hineingeben.

Füllung:

Die geschälten Äpfel in nicht zu feine Spalten schneiden. Diese dann in einen Topf geben und mit Zucker, Zimt, Zitronensaft, Butter und Rum vermischen. Im eigenen Saft einige Minuten dämpfen und dann vom Herd nehmen. Als nächstes die Mandeln unterheben und dann in die vorgebackene Teigform geben.

Den übrig gebliebenen Teig ausrollen und ein Teiggitter über die Apfelfüllung ziehen. Das Gitter mit zwei Eigelb und etwas Aprikosenmarmelade bestreichen und die Torte bei 200°C backen, bis das Gitter goldbraun ist. Mit Vanilleeis beim Schmökern genießen!

 

Das Buch, in dem die Welt verschwand (Wolfram Fleischhauer)

Darum geht es:

Im Jahr 1780 geht der junge Nürnberger Arzt Nicolai Röschlaub einer Reihe merkwürdiger Todesfälle nach. Begleitet wird er von einer rätselhaften jungen Frau. Seine Suche nach Antworten führt ihn nicht nur an die äußersten Grenzen des Landes, sondern stellt auch seine Überzeugungen in Frage. Doch er muss sich beeilen, denn die Zeit drängt und das Geheimnis ist aus einem Stoff, der ganze Welten zerstören kann.

Zum Literaturgenuss schmeckt:

Balsamicobraten

Foto: CC Pixabay

Zutaten

  • 2EL Butter
  • 800g Rindfleisch (idealerweise aus der Schulter)
  • 1EL Mehl
  • 1 große Zwiebel, geviertelt
  • 100ml Balsamico-Essig
  • 200ml Fleischbrühe
  • 300ml Sahne
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Zuerst das Fleisch mit Mehl bestäuben. Dann die Butter erhitzen und das Fleisch mit den Zwiebeln von allen Seiten gut anbraten. Dabei darauf achten, dass die Zwiebeln nicht zu dunkel werden. Den Essig dazu gießen und vollständig verdampfen lassen. Dann das Fleisch mit Salz und Pfeffer bestreuen und als nächstes die Fleischbrühe sowie die Sahne dazu geben. Anschließend einen gut schließenden Deckel aufsetzen, die Hitze reduzieren und etwa drei Stunden schmoren lassen. Nach dem Ende der Garzeit das Fleisch in Stücke schneiden und mit der gebundenen Soße zu Knödeln und Rotkohl vertilgen.

 

Elefant (Martin Suter)

Darum geht es:

Ein kleiner rosa Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet, verzaubert die Menschen. Ganz plötzlich taucht er in der Schlafhöhle des Obdachlosen Schoch auf. Woher das seltsame kleine Tier kommt und wie es entstanden ist, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er will daraus eine weltweite Sensation machen und sein angegriffenes Ego wiederherstellen. Doch der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der die Geburt des Tieres begleitete, hat ihm den kleinen Elefanten gestohlen. Er ist der Meinung, dass so etwas Besonderes versteckt und beschützt werden muss als es weltweit zu präsentieren.

Zum Literaturgenuss schmeckt:

Waldbeeren-Tiramisu

Foto: CC Pixabay

 

Zutaten

  • 250g Waldbeeren
  • 600g Joghurt
  • 2EL Zitronensaft
  • 4EL Zucker
  • 125g Biskotten
  • 100ml Orangensaft

Zubereitung

Zuerst Joghurt, Zitronensaft und Zucker zu einer Creme vermengen. Dann die Hälfte der Biskotten in Orangensaft tauchen und den Boden einer Kastenform damit auslegen. Die Hälfte der Creme darauf verteilen und anschließend die Waldbeeren darauflegen. Eine zweite Lage Biskotten darüber schichten und mit dem übrigen Orangensaft beträufeln. Die restliche Creme darauf verteilen und zum Literaturgenuss vernaschen!

 Viel Spaß beim Ausprobieren und Schlemmen!

Autorin: Frances Liebau

Bücher auf der Leinwand – Literaturverfilmungen: Geheimtipp-Doppelpack

Bücher auf der Leinwand – Literaturverfilmungen: Geheimtipp-Doppelpack

Es ist eine komplizierte Angelegenheit: Filme, die auf Buchvorlagen basieren. Für die traditionellen Leser oft ein Grauen, weil Handlungsstränge gekürzt oder weg gelassen werden und die Schauspieler natürlich nie so wie die Figuren aussehen, die man sich im Kopf ausgemalt hat. Andere hingegen lassen sich von den Filmen dazu inspirieren, das Buch zu lesen, um dann vergleichen zu können. Aus verlegerischer Sicht ein Glücksfall, da sich mit dem Verkauf der Lizenzen viel Geld machen lässt und ein erfolgreicher Film gleichzeitig die Verkaufszahlen der zugehörigen Titel ankurbelt. Diesmal haben wir zwei Geheimtipps zu sehenswerten Literaturverfilmungen, die es nicht ins große Rampenlicht geschafft haben. Film ab!

 

 

Die dunkle Seite des Mondes (2016)

 

Buchvorlage:

Martin Suter – Die dunkle Seite des Mondes

Diogenes, 320 Seiten.

12,00€

Pic Dunkle Seite des Mondes
© amazon.de/Alamode

Der auf Fusionen spezialisierte Wirtschaftsanwalt Urs Blank stürzt nach einem tragischen Zwischenfall in eine Existenzkrise und beginnt seinen Lebensentwurf anzuzweifeln. Auf einem Flohmarkt lernt er die junge Lucille kennen, die ihn in die alternative Szene einführt. Er entwickelt schnell Gefühle für sie und lässt sich dazu überreden, halluzinogene Pilze zu konsumieren, um sein Inneres zu erforschen und Erkenntnisse über sein Leben zu erlangen. Dies geht jedoch gehörig schief und die Persönlichkeitsstruktur von Urs fängt an, sich rapide zu verändern. Der Rausch hat schwerwiegende Folgen und er beginnt die Kontrolle über sein Handeln zu verlieren…

„Die dunkle Seite des Mondes“ stellt den zweiten Teil der „neurologischen Trilogie“ des Schweizer Bestsellerautoren Martin Suter dar, die Persönlichkeitsveränderungen als zentrales Thema haben. Der deutsche Regisseur Stephan Rick hat mit der Verfilmung des Romans exzellente Arbeit geleistet. Moritz Bleibtreu brilliert mit seiner Darstellung des Urs Blank und auch der Rest der Besetzung weiß zu überzeugen. Die atmosphärischen Naturaufnahmen stehen im Kontrast mit der sich immer weiter zuspitzenden Handlung, die in ein fulminantes Finale mündet. Als spannende Mischung aus Psychothriller und Personendrama ist „Die dunkle Seite des Mondes“ darüber hinaus ein Paradebeispiel für einen grandiosen Film „Made in Germany“.

 

Wo zu sehen: Maxdome, Amazon Video, Apple iTunes, auf Blu-Ray und DVD

Trailer: 


 

 

Manhunter (1986)

 

Buchvorlage:

Thomas Harris – Roter Drache

Heyne, 464 Seiten.

9,99€

Pic Manhunter
© amazon.de/Kinowelt/Studiocanal

Will Graham, Ex-Profiler beim FBI, genießt seinen Ruhestand, nachdem er seinen Job beinahe mit dem Leben bezahlt hat. Eines Tages bekommt er Besuch von seinem ehemaligen Chef: Ein letzter, unmöglicher Auftrag. Ein Serienkiller treibt sein Unwesen, welcher stets bei Vollmond zuschlägt und Familien in ihrem Zuhause grauenhaft verstümmelt. Graham entschließt sich, ein letztes Mal auf die Jagd nach einem Mörder zu gehen und benötigt dabei die Hilfe seines einstigen Widersachers: Dem Kannibalen Dr. Hannibal Lecter. Dieser sitzt in Isolationshaft in einer Psychiatrie und will sich an Graham rächen, indem er ihn in die Arme der „Zahnfee“, wie die Presse den Mörder getauft hat, treibt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die nächste Vollmondnacht naht bereits…

Die Hannibal-Romane von Thomas Harris wurden mit Anthony Hopkins als Dr. Lecter sehr erfolgreich verfilmt und sind bestens bekannt. Die erste Adaption des Stoffes, die zu Unrecht leider nicht besonders hohe Popularität genießt, war bereits 1986 „Manhunter“. Kein geringerer als Michael Mann, welcher später mit Filmen wie „Heat“, „Insider“ und „Collateral“ erfolgreich wurde,  führte damals Regie. Als Will Graham bekommen wir William Petersen zu sehen, welcher ab dem Jahr 2000 Chefermittler in der Fernsehserie „CSI: Den Tätern auf der Spur“ wurde. Dr. Hannibal Lecter wird von Brian Cox gespielt, der dem Charakter eine subtilere Note verleiht, als es Hopkins nach ihm tat. Sehenswert ist der Film aber vor allem wegen seiner für die damalige Zeit visionären Optik. Der kühle Hochglanzlook in Verbindung mit dem hypnotischen Soundtrack prägte das Krimi-Genre nachhaltig. Auch das Herausstellen der Ermittler-Arbeit, welche in andern Filmen oft im Verborgenen stattfindet, ist ein Alleinstellungsmerkmal. „Manhunter“ ist eine vergessene Thriller-Perle und Fans der Bücher, oder die es noch werden wollen, sollten sich den Film nicht entgehen lassen.

 

Wo zu sehen: Amazon Video, Apple iTunes, auf Blu-Ray und DVD

Trailer:


 

Kennt ihr weitere unbekannte Buchverfilmungen, die es nicht verdient haben, in Vergessenheit zu geraten? Welche Filme haben eure Erwartungen enttäuscht oder erfüllt? Welcher Roman muss unbedingt noch verfilmt werden? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

 

Autor: Norman Zwanzig

Bücher to go: öffentliche Bücherschränke – Lesefutter am Wegesrand

Bücher to go: öffentliche Bücherschränke – Lesefutter am Wegesrand

Öffentliche Bücherschränke sind Schränke, in die Bücher anonym getauscht oder hineingestellt werden. Sie sind meist für jedermann zugänglich. Als Vielleser werden sicher einige unter uns sein, die das Phänomen kennen: Du hast gelesene Bücher in deinem Regal stehen, die dich nicht überzeugen konnten. Sie nehmen Platz weg, also wären dies ideale Kandidaten für einen Bücherschrank, damit sich andere bücheraffine Menschen noch daran erfreuen können.

 

Woher kam die Idee?

Der Ursprung liegt in einem Projekt von zwei amerikanischen Künstlern: Michael Clegg und Martin Guttmann.

In den 90er Jahren setzten sie die Idee öffentlicher Bücherschränke erstmals in Form von „öffentlichen Bibliotheken“, eingebaut in Stromkästen, um. Die ersten Standorte waren Graz, Hamburg und Mainz.

Überlegungen zu weiteren Einrichtungen solcher Art wurden laut, um Literatur auszutauschen und zu fördern.

1996 stellte Michael Ibsen aus Darmstadt ein Regal, das er auf dem Sperrmüll fand, mit Büchern auf die Straße und 2002 wurde der erste offizielle öffentliche Bücherschrank in Bonn eingeweiht. Die finale Idee kam von der Architekturstudentin Trixy Royeck. Sie griff einige Überlegungen des Künstlerduos Clegg und Guttmann auf.

Mittlerweile gibt es öffentliche Bücherschränke in vielen verschiedenen Ausführungen. Beispielsweise eingebaut in alte Telefonzellen, integriert in Bussen des öffentlichen Verkehrs, kleine Regale in Banken, begehbare Bücherschränke, versteckt in Cafés oder als Bücherturm.

 

Wie kann ich öffentliche Bücherschränke finden?

Entweder über die Liste der öffentlichen Bücherschränke, oder über die Karte von Tobi, einem Blogger, über den ich bei meiner Suche nach öffentlichen Bücherschränken gestolpert bin. Auf dem Blog www.lesestunden.de gibt es eine Karte, auf der alle öffentlichen Bücherschränke Deutschlands, Österreichs und der Schweiz aufgeführt sind.

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© lesestunden.de

Hier können Nutzer von Bücherschränken noch nicht gelistete oder nicht mehr existierende Bücherschränke melden. Nach einer kurzen Prüfung wird die Karte dann aktualisiert. Auf einen Blick ist erkennbar wie viele öffentliche Bücherschränke in welchen Städten aufgebaut sind und um schnell und einfach einen in Bücherschrank in eurer Nähe zu finden, gibt es die Funktion der Postleitzahlsuche. Die Bücherschränke in eurer Nähe werden mit Adresse und eventuellen Öffnungszeiten angezeigt. Den Bücherschrankfinder gibt es mittlerweile sogar als App (Android kostenfrei, iOS 1,09 €).

 

Bücherschränke: meine persönliche Meinung?

Öffentliche Bücherschränke sind definitiv einen Besuch wert. Ich selbst habe schon einige gelesene Bücher hineingestellt, mir aber auch schon das ein oder andere mitgenommen. Manchmal sind sogar Bücher dabei, die schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste stehen und über deren Fund ich mich dann ganz besonders freue. Sie bieten eine gute Chance das übervolle Bücherregal mal „auszumisten“ und Platz für neue Schätze zu schaffen.

 

Autorin: Jana Menke

Veranstaltungsplaner für September

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende, doch die Semesterferien dauern noch an. Das Wetter spielt nicht mehr mit, das Lieblingsbuch liest man lieber nicht mehr unter dem Baum im Park und die Bäume fangen bald an ihre Blätter zu verlieren.

Doch das alles ist kein Grund zum Trübsal blasen! Der September hat für Liebhaber von Buch, Literatur und Kultur schöne Veranstaltungen in Leipzig zu bieten, auch für die schmale Geldbörse. Hier ein kleiner Eventplaner für euch:

 

03.09.2016

Comicgarten 2016 – Comicfestival für Leipzig und Umgebung

Jedes Jahr begrüßt der Comicgarten 30-50 Künstler, Verlage und Comicfans.Highlights des Comicfestivals sind der Cosplaywettbewerb, Lesungen, Livemusik und die Preisverleihung des goldenen Gartenzwerges – ein Preis für den besten Comic des letzten Jahres. Außerdem kann man sich dort Autogramme, Sketches und zahlreiche Neuerscheinungen holen. Der Comicgarten 2016 hat also vieles zu bieten.

Monetos: Keine, ist kostenlos!

Spot: Gartengaststätte Siegismund, Philipp-Rosenthal-Str. 51b, 04103 Leipzig

Web: http://comicgarten-leipzig.de/

 

10.09.2016 – 11.09.2016

50 Jahre Academixer Festwochen

Das Leipziger Kabarett Academixer lädt am zweiten Septemberwochenende zum 50. Geburtstag ein und hat ein buntes Programm in petto. Es werden Lesungen gehalten, Kabaretts aufgeführt, Autogramme gegeben, zusammen gefeiert und etwas Leckeres zu Essen wird es auch geben. Hier wird einem alles geboten was das Herz begehrt. Also keine Gedanken verschwenden und einfach vorbeischnuppern.

Monetos: Straßenfest ist umsonst, der Rest variiert

Spot: Academixer Leipzig, Kupfergasse 2, 04109 Leipzig

Web: http://www.academixer.com/festwochen.html

         http://www.academixer.com/spielplan.html?date=2016-09

 

11.09.2016 – 18.09.2016

Festwoche 100 Jahre Stadtbad

Das Leipziger Stadtbad feiert 100 Jahre und gleichzeitig feiert die Förderstiftung Leipzig Stadtbad 10 Jahre. Ein Grund für eine Festwoche voller Ereignisse die sich sehen lassen können. Das erste Wellenbad Europas hat sein Programm mit Führungen, Lesungen, einer Burlesque Show, einem Kabarett und vielem mehr gespickt. Ein Blick lohnt sich in jedem Fall.

Monetos: Führungen kosten nichts, bei den Shows unterschiedlich.

Spot: Leipziger Stadtbad, Eutritzscher Str. 21, 04105 Leipzig

Web: http://www.herz-leipzig.de/news/doppeljubilaeum-100-jahre-leipziger-stadtbad-und-10-jahre-foerderstiftung-wird-mit-        festwoche-gefeiert/r-news-a-2792.html

 

19.09.2016

Hans Fallada „Kleiner Mann – was nun?“ mit ARTE Filmpremiere

Im Haus des Buches geht es, wer hätte es gedacht, um Bücher, aber auch Autoren, Geschichte und Interkulturelle Themen. Am 19. September dreht sich alles um Hans Fallada und seinen weltbekannten Roman „Kleiner Mann – was nun?“ Zuerst spricht Carsten Gansel vom Aufbau Verlag über die ungekürzte Neuauflage des Romans und im Anschluss gibt es die Premiere der ARTE Dokumentation „Fallada –  im Rausch des Schreibens“ zu sehen.

Monetos: Keine, ist kostenlos!

Spot: Haus des Buches, Literaturhaus Leipzig, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Web: http://www.haus-des-buches-leipzig.de/Veranstaltungen.php?m2=9&j2=2016#

 

20.09.2016

Livelyrix Poetry Slam Battle: Leipzig vs. Frankfurt

Poeten und Poetinnen treten im Täubchenthal gegeneinander an, dabei geht es um die Wor(s)t. Das mit den Wortwitzen können Kaleb Erdmann und Marsha Richardz sicher besser, welche bei dem Lyrikwettkampf unteranderem auftreten werden. Die Besucher können sich ganz gemütlich die Veranstaltung im Sitzen ansehen, da sie bestuhlt ist.  Ein unterhaltsamer Abend ist garantiert!

Monetos: 10€ VVK

Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Spot: Täubchenthal, Markranstädter Strasse 1, Leipzig, 04229 Germany

Web: http://www.livelyrix.de/veranstaltung/livelyrix-poetry-slam-battle-leipzig-vs-frankfurt/

 

25.09.2016

15. Offene Ateliers Leipzig

Am 25. September finden bereits zum 15. mal die „Offenen Ateliers“ in ganz Leipzig statt. Als Besucher hat man von 14 – 19 Uhr die Möglichkeit Kunstwerke in ihrem Entstehungsprozess zu entdecken, zahlreiche bekannte aber auch neue Gesichter „hinter den Kulissen“ ihrer Kunstwerke kennenzulernen, sowie die kreative Atmosphäre der Ateliers in sämtlichen Stadtteilen Leipzigs zu erleben.

Monetos: Keine, ist kostenlos!

Beginn: 14.00 Uhr Ende: 19.00 Uhr

Spot: Ateliers in ganz Leipzig

Web: http://offene-ateliers-leipzig.blogspot.de/

 

28.09.2016

Coloured Gigs Vol. VIII

Das Coloured Gigs eine Ausstellung, welche im Zeichen der Kunst und der Musik steht, findet am 28. September im Werk II statt. Hierbei sind nationale sowie internationale Künstler vertreten. Es sind Künstler aus den USA, den Niederlanden, Frankreich, Spanien uvm. eingeladen um ihre Werke zu präsentieren. Untermalt wird die Veranstaltung mit Musik von eingeladenen Bands oder DJ’s, welche ihre Klänge parallel zum Besten geben werden.

Monetos: Keine, ist kostenlos!

Beginn: 19 Uhr

Spot:     Werk II, Kochstraße 132, 04277 Leipzig

Web: http://www.werk-2.de/programm/2016-09-28_colored_gigs_vol_viii-international_silkscreen_gigposter_exhibitions

Ganzer September

globaLE 2016 – globalisierungskritisches Filmfestival

Zum Schluss ein Tipp für den ganzen September: Das 12. globaLE Filmfestival hat bereits am 21.07. begonnen und geht noch bis zum 03.11.2016. Die globaLE ist ein politisches Filmfestival, welche in ihren Vorstellungen verschiedene Themen wie die Auswirkungen der kapitalistischen Ökonomie, Widerstand gegen Ausbeutung und Ausgrenzung und wie Menschen ihren Mut, ihre Würde und ihre Hoffnung nicht verlieren. Es wird herzlich dazu eingeladen sich eine andere Seite der globalen Lebenswirklichkeit anzusehen und an den Diskussionen teilzunehmen.

Monetos: Keine, ist kostenlos!

Spot: Unterschiedlich, je nach Tag und Programm

Web: http://www.globale-leipzig.de/

 

Autorin: Viktoria Gamagina

London Book Fair: Making Words Go Further

London Book Fair: Making Words Go Further

Auch in diesem Jahr ist eine kleine Auswahl an HTWKlern zur London Book Fair geflogen. Die Buchmesse, die bereits ihr 45-jähriges Jubiläum erlebt, ist ein Mekka für Lizenzkäufe und Gespräche über die neusten Trends der Branche. Wichtiger Teil der drei Tage sind die zahlreichen Seminare. Hier ein paar Tipps von Will Rycroft (Community Manager bei Vintage, Penguin) sowie Simon Appleby (Bookswarm) aus einem Panel über Erfolgreiche Social Media Strategien.

© Anne Wimmer
© Anne Wimmer

Content, Content, Content

Fest steht: Ein Webauftritt ist nur so gut wie sein Inhalt. Wenn eine Seite verspricht, Hintergrundinformationen zu einem Roman zu liefern, dann muss dieses Versprechen eingehalten werden. Andernfalls verliert der Auftritt (und sein Betreiber) an Glaubwürdigkeit und Lesern. Darüber hinaus hilft eine gewisse Regelmäßigkeit bei den Posts, den Leser immer wieder auf den eigenen Kanal zu locken.

Wissen ist auch im Web Macht

Zum anderen sollten Social Media Accounts nur erstellt werden, wenn sie wirklich bespielt werden. Dabei ist ein bisschen Grundwissen im Umgang mit den unterschiedlichen Plattformen nötig. Während auf Instagram das berühmte Foto von Buch und Tee- oder Kaffeetasse für Follower sorgt, ist es auf Twitter bissiger Humor und die Fähigkeit, Hashtag-Trends zu finden und klug zu reagieren.

Vernetzen statt Follower sammeln

Gerade in der Medienbranche ist Feedback wichtig fürs Geschäft. Der Handel mit Erfahrungs- und Vertrauensgütern zieht einen hohen Bedarf an Marktstudien mit sich. Aus diesem Grund ist Social Media eine wichtige und preiswerte Informationsquelle. Dabei sollte der Wert einer Plattform nicht an der Zahl der Follower und Likes festgemacht werden, sondern an der Intensität der Interaktion. Schließlich lassen sich aus einem ausführlichen Review mehr Schlüsse ziehen als aus einem vielgeteilten Katzenvideo.

Der Wohlfühlfaktor zählt

Bei der Wahl des Social Media-Kanals spielt die Zielgruppe eine große Rolle. Die Altersgruppe Unter 18 wandert immer mehr von Facebook ab und nutzt lieber Instagram sowie Youtube. Doch letztendlich gilt: Wo du dich wohl fühlst, solltest du auch surfen. Wenn die Möglichkeiten einer Social Media-Plattform den eigenen Vorlieben widersprechen und jeder hochgeladene Post eine Qual ist, wird ein Wechsel bitter nötig.

Autorin: Beatrix Dombrowski

Kopierschutz, aber wie?

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Immer mehr meiner Freunde schreiben Bücher. Fast alle von ihnen verkaufen diese online. Für Selfpublisher gehören E-Books zum Tagesgeschäft. Sie leben davon und sie leben damit. Doch wie gehen eigentlich etablierte Verlage mit E-Books um? Wie kann man verhindern, dass die eigenen Inhalte frei, unbeschränkt und unmarkiert im Internet verfügbar sind? Wie funktioniert Kopierschutz im Internet?

Nach der Musikbranche und der Film- und Fernsehwelt, sieht sich nun letzten Endes auch die Buchbranche mit dem Problem der Handhabung von digitalen Inhalten und deren Nutzungsrechten im Internet konfrontiert.

Eine naheliegende Methode um sich vor unrechtmäßiger Content Nutzung zu schützen, ist die Belegung der Daten mit einem Kopierschutz. Ob sich diese Schutzmechanismen von Verlagsseite jedoch lohnen und welche Konsequenzen ihre Abschaffung hätte, steht branchenintern zur Diskussion.

Die meisten Verlage versahen ihre E-Books in den vergangenen Jahren mit Kopierschutz. Dabei handelte es sich jedoch meist um weichen Kopierschutz, d.h. ein Versehen der Dateien mit Wasserzeichen. Dies verhindert jedoch keineswegs die unerlaubte Weiterverbreitung. Trotz der insgesamt positiven Markttendenz sind, wie andere digitale Medien (z.B. Musik, TV-Serien, Filme,…), auch E-Books von Piraterie betroffen. Genaue Zahlen gibt es natürlich nicht und Schätzungen wie die 1:10 Quote von legalen zu illegalen Downloads  sind zwar kontrovers, scheinen allerdings realistisch zu sein.

Was tun?

Vielen Verlagen drängt sich durch solche Zahlen die Frage nach dem Mehrwert des Kopierschutzes auf. Es war 2014 zu beobachten, dass der Trend hin zum Kopierschutz (von 53% in 2013 zu 62% in 2014), aber gleichzeitig weg vom harten Kopierschutz durch DRM-Systeme geht. Über die Hälfte der E-Books auf dem deutschen Markt werden heute mit sog. Wasserzeichen geschützt. Diese zählen als weicher Kopierschutz und sind das digitale Äquivalent zu ihren historischen Namesgebern. Sie machen es möglich den ursprünglichen Käufer eines E-Books zu identifizieren, sollte es kostenfrei im Internet auftauchen. Mehr lesen

J. F. Cotta: Der Napoleon des deutschen Buchhandels

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(c) wikipedia.de

Zwei der weltweit bekanntesten deutschen Schriftsteller, Goethe und Schiller, außerdem mit Wieland und Herder die beiden anderen Geistesgrößen des Weimarer Viergestirns. Jean Paul, Fichte, Hölderlin, Hegel, Pestalozzi und Alexander von Humboldt – alle hatten sie denselben Verleger. Im Vergleich zu seinen Autoren, ist sein Name jedoch weniger geläufig: Johann Friedrich Cotta. Wer war der Mann, der die aufklärerischen Ideale und Ideen, viele philosophischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse einer ganzen Epoche unter seinem Haus vereinigte?

Geboren wurde Cotta 1764 in Stuttgart. Er studierte Mathematik, Geschichte, Jura, ehe er mit 23 Jahren die wenig glanzvolle, Cotta’sche Verlagsbuchhandlung seines Vaters in Tübingen übernahm. Obwohl er zunächst wenig Interesse an der Übernahme hatte, formte Cotta in wenigen Jahren aus dem provinziellen Kleinunternehmen den bedeutensten Universalverlag seiner Zeit. Er verlegte über 60 Zeitungen und Zeitschriften, u. a. Schillers Horen, wichtige wissenschaftliche Werke, betrieb einen Kunst- und Landkartenverlag und besonders die Klassiker von Goethe und Schiller hatten eine Strahlkraft über die Landesgrenzen hinaus.

Der Aufstieg der Cotta’schen Verlagsbuchhandlung

Wie war dieser Aufstieg in kurzer Zeit möglich? Es waren weniger glückliche Umstände als enormer Arbeitsdrang, feiner Charakter, unternehmerisches Genie und politisches Talent. Doch eine glückliche Vermittlung spielte gerade zu Beginn eine wichtige Rolle: 1793 traf Cotta in Tübingen durch Initiative des dortigen Philosophieprofessors und ehemaligen Lehrers von Schiller auf ebendiesen. Aus diesem Treffen entwickelte sich eine enge persönliche Verbindung und Zusammenarbeit mit dem zu diesem Zeitpunkt bereits weithin bekannten Dichter. Dieser war es dann auch, der den Kontakt zu Goethe und den anderen beiden Weimarern herstellte. Damit war der Grundstein für den Aufstieg der Verlagsbuchhandlung und weiterer Unternehmungen gelegt.

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(c) wikipedia.de

Nachwirkungen

In seinem umtriebigen Leben, in dem er auch etliche Herausforderungen zu bewältigen hatte, brachte Johann Friedrich Cotta eine Vielzahl an ökonomischen, technischen, kulturellen und politischen Unternehmungen auf die Bahn. Beispiele: Revolutionierung der Drucktechnik durch den Einsatz von Dampfmaschinen, Beteiligungen an einer Papier- und Maschinenfabrik, Erwerb eines Landgutes zur modernen Schafszucht, Gründung einer gemeinnützigen Sparkasse, Beratung und diplomatische Hilfe für Fürsten und Regierende.

Doch besonders seine Leistungen für die deutsche Buchlandschaft sollen uns hier interessieren: Mit hohen Honoraren und zukunftsweisenden Verträgen war er ein Vorkämpfer der Autorenrechte. Das Urheberrecht des Autors und das Besitzrecht des Verlages wurden sorgsam getrennt, was der Kapitalisierung des Gewerbes dienlich war. Er wirkte für Reformen des Buchhandels und setzte sich gegen den Nachdruck und für die Pressefreiheit ein. 1832, im selben Jahr wie Goethe, mit dem er bezüglich den Honoraren auch schon mal aneinander geraten war, starb – inzwischen geadelt – Johann Friedrich Freiherr Cotta von Cottendorf.

Sein Wirken reicht bis in unsere Zeit: Die Cotta’sche Verlagsbuchhandlung wurde 1977 von der Klett-Gruppe übernommen und firmiert seitdem unter Klett-Cotta, wo u. a. die deutschen Übersetzungen der Werke von J. R. R. Tolkien erschienen sind.

 

Autor: Fabian Schwab

Kurt Wolff: Ein Verleger-Prototyp

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„Warum studierst du Verlagswirtschaft? Mit Büchern verdient man doch heute kein Geld mehr.“ Eine Frage, die ich inzwischen zu gut kenne. Warum sollte man heute noch Bücher machen wollen? Meine Antwort darauf ist ganz einfach. Kurt Wolff. Verleger, unidealistischer Idealist und ein Mensch den ich – wie sicher auch viele andere – bewundere.

Der 1887 in Bonn geborenen Kurt Wolff entstammte einer Bildungsfamilie und verlebte eine recht unspektakuläre Jugend. Er studierte in mehreren deutschen Städten Germanistik und fasste schließlich (zumindest für einige Jahre) in Leipzig Fuß. Plötzlich ging alles ganz schnell. Mit Anfang 20 lernte er Ernst Rowohlt kennen und stieg kurz darauf zunächst als stiller Teilhaber, bald jedoch in aktiverer Rolle, in dessen neu gegründeten Verlag ein. Es kam zu Streitigkeiten zwischen den Beiden und sie gingen bald wieder getrennter Wege, doch Wolff beschloss dem Verlegerberuf treu zu bleiben. Er nutzte die neu gewonnene Freiheit und passte die Verlagsausrichtung stärker seinen eigenen Vorstellungen an.

Der Kurt Wolff Verlag veröffentlichte die frühen Werke einiger der wegweisendsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Unter ihnen waren Hasenclever, Werfel, Kafka und Trakl, doch auch Else Lasker-Schüler und Karl Kraus.

1919 zieht der Verlag von Leipzig nach München. Mit den Jahren veränderte sich das Verlagsprogramm und fokussierte sich verstärkt auf internationale Literatur und Kunstpublikationen. Anfang der 20er Jahre gründete Wolff in Florenz einen Verlag rein für kunstwissenschaftliche Werke.

Einige Jahre später, kommt die Wirtschaftskrise und die Verlage geraten in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Wolff muss das Münchner Verlagshaus verkaufen. Er verlässt den Verlegerberuf und widmet sich anderen Dingen, doch nach seiner Flucht vor dem zweiten Weltkrieg in den frühen 40er Jahren gründet er in den USA ein weiteres Mal einen Verlag: Pantheon Books.

Bis zu seinem Tod 1963 unterhält Kurt Wolff Brieffreundschaften mit Autoren und Künstlern. Er lebte Literatur. Durch seine Briefe bekommt man einen Einblick, wer dieser Mensch war. Es ist anzunehmen, dass es sich bei ihm nicht immer um den einfachsten Zeitgenossen handelte, doch wahrscheinlich war es genau das, was ihn so erfolgreich machte.

Er veröffentlichte die Werke der ganz großen deutschen Expressionisten und zwar bevor sie zu den Großen gehörten. Er förderte Autoren, deren Werke Weltliteratur wurden. Ein solches Literaturverständnis zu besitzen und die Sicherheit bzw. auch den Willen zu haben, sich auf neue Wege zu begeben, ist meiner Meinung nach bewundernswert.

Die Kurt-Wolff-Stiftung vergibt auch dieses Jahr am Freitag, den 18. März 2016, um 13 Uhr auf der Leipziger Buchmesse ihre Preise an unabhängige deutsche Verlage, die sich auf besondere Weise hervorgetan haben.

 

Autorin: Amelie Müller

Spezial: Recycling – Auf den (Buch-)Leim gegangen 

Spezial: Recycling – Auf den (Buch-)Leim gegangen 

Während durch den fortwährend steigenden Papierkonsum der Ruf nach Ressourcenschonung und Recycling immer lauter wird, haben sich mehrere Methoden entwickelt um eine Zweitverwertung von Papier in unserer Überflussgesellschaft zu ermöglichen. Dabei treten jedoch vermehrt Hürden für die Branche auf, welche zum Teil noch ohne einen Lösungsansatz dastehen. 

Share Economy – Tauschen macht Spaß

Eine vor allem durch das WWW voran getriebene Entwicklung ist das zunehmende Aufkommen von Tausch- und Teilwirtschaft. Die Grundidee ist einfach: durch die Weitergabe eines ausgelesen Buches oder den Tausch dessen gegen ein anderes, soll eine Zweitverwertung stattfinden und eine unnötiger Konsum vermieden werden. Dies basiert natürlich auf den Grundlagen von Vermittlung und Vertrauen – ein Aspekt, welcher durch die mannigfaltige Auswahl von Online-Tauschbörsen gewährleistet wird.

Neben Tauschplattformen wie Bambali sind Social Media – Plattformen mit ihren lokalen Flohmarkt- sowie Verschenkgruppen durchaus geeignet ein solches Tauschgeschäft zu initiieren. Dabei spielen natürlich auch andere Medienformen wie Musik-CDs und DVDs eine Rolle, denn jeder getauschte Datenträger, der einen Neuerwerb verhindert, verhindert damit die Anschaffung weiterer nur schwer recyclebarer Ressourcen. Ein Paradebeispiel für Share Economy sind die öffentlichen Bücherschränke und eine Ausweitung dieses Netzwerkes wäre wünschenswert.

Buchherstellung in der Kreislaufwirtschaft

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© Verband Deutscher Papierfabriken e.V. 2016

Schon seit Jahren subventionieren UNO und EU Recycling-Methoden, um ein zirkulare Wirtschaft zu ermöglichen. Der angestrebte Zero Waste-Point bleibt dabei utopisch, dennoch sind Fortschritte in vielen Branchen zu erkennen. Doch in der Buchproduktion hapert es oft an durchsetzungsfähigen Methoden, die sowohl nachhaltig, als auch ökonomisch vertretbar sind. Neben der Nutzung von Altpapier oder der Entwicklung von alternativen Papiersorten (z.B. Steinpapier) kommt es bei einer „grünen“ Buchproduktion jedoch auf einige andere Faktoren an. So steigert sich zwar die Anzahl der Druckereien, welche durch erneuerbare Energien betrieben werden, doch in der Masse hat sich dies noch nicht durchgesetzt.

Auch die Verwendung von mineralölfreien Druckfarben und die Einbandgestaltung unter einer Green Chemistry-Maxime entsprechen keinesfalls der Regel. Problematisch ist auch nach wie vor das Recycling von Büchern; der Grund dafür liegt jedoch hinter dem Papier, nämlich im Buchleim. Die zumeist verwendeten Klebstoffe der konventionellen Bindearten erschweren einen abfallfreien Recyclingprozess nicht nur enorm, es gibt zudem bisher kaum Alternativmöglichkeiten, die eine entsprechende Durabilität des Druckerzeugnisses gewährleisten. Eine leimfreie Bindetechnik zu entwickeln, welche in der großindustriellen Produktion eine Alternativmöglichkeit bietet, wäre also nicht nur wünschenswert, sondern auch bitter nötig.

Autor: Tankred Hielscher

Weihnachten: Very Last Minute Geschenkideen

Weihnachten: Very Last Minute Geschenkideen

In 4 Tagen ist Weihnachten und der ein oder andere unter euch überlegt sicher immer noch, welche Weihnachtsgeschenke es für die Lieben in diesem Jahr sein sollen. Damit ihr euch nicht verzweifelt unter die Menschenmassen in den Einkaufsgassen mischen müsst, haben wir heute ein paar Very Last Minute Geschenkideen, mit denen ihr sicher so gut wie jedem Buchwurm eine Freude machen könnt.

Geschenkideen für entspanntes Lesen

 

Für Harry Potter Fans © etsy.com

 

 

Bei mir darf zum Lesen meist eine heiße Tasse Tee nicht fehlen. Also warum nicht mal eine ganz individuelle Tasse verschenken?

Dazu braucht es nur Keramikstifte (gibt’s in jedem Bastelladen) und euren Backofen!  Circa eine halbe Stunde später ist das Geschenk auch schon fertig!

 

 

 

 


 

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© themerrythought.com

 

 

Außerdem könnt ihr die Teetasse natürlich auch gleich mit ein paar Leckeren füllen. Wem Plätzchen zu langweilig sind, kann sich ja mal an schokoladenüberzogenen Bretzeln probieren. Lecker!

 

 


 

Gerade im (hoffentlich bald) kalten Winter bietet sich ein warmes Bad zum Schmöckern an. Eine Badekugel dafür kaufen kann jeder, macht sie doch einfach mal selbst! Alles was man dafür braucht, bekommt ihr im Supermarkt, der Drogerie oder Apotheke.

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© fitnessista.com

Man nehme:
250g Natron/Backpulver
125g Zitronensäure (in Lebensmittelqualität)
60g Stärke
60g Kokosöl
15 Tropfen ätherisches Öl
Lebensmittelfarbe (flüssige), getrocknete Blütenblätter, etc.
Form, z.B. Muffinförmchen

Verrührt zuerst die Öle; das Kokosöl muss dabei eventuell im Wasserbad erhitzt werden. Vermischt dann die trockenen Zutaten mit der Lebensmittelfarbe (je nach gewünschter Farbintensität) und hebt sie langsam nach und nach unter die Öle. Knetet nun alles zusammen, am Ende fühlt es sich ungefähr wie nasser Sand an. Schließlich müsst ihr die Masse nur noch in eure Förmchen drücken (geht super mit der Unterseite eines Löffels) und um die 24h trocknen lassen. Wer möchte, kann noch getrocknete Blüten o.Ä. dazutun.

 


 

Natürlich könnt ihr euren Liebsten auch direkt ein Buch schenken. Vielleicht ja sogar gleich mit einem passenden Lesezeichen? Eine kleine Anleitung dazu findet ihr hier:

Lesezeichen
© projektila.blogspot.fi

 

Für welche Geschenke ihr euch auch entscheidet, wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest mit euren Familien!

 

Autorin: Cindy Schulze