Bücher to go: öffentliche Bücherschränke – Lesefutter am Wegesrand

Bücher to go: öffentliche Bücherschränke – Lesefutter am Wegesrand

Öffentliche Bücherschränke sind Schränke, in die Bücher anonym getauscht oder hineingestellt werden. Sie sind meist für jedermann zugänglich. Als Vielleser werden sicher einige unter uns sein, die das Phänomen kennen: Du hast gelesene Bücher in deinem Regal stehen, die dich nicht überzeugen konnten. Sie nehmen Platz weg, also wären dies ideale Kandidaten für einen Bücherschrank, damit sich andere bücheraffine Menschen noch daran erfreuen können.

 

Woher kam die Idee?

Der Ursprung liegt in einem Projekt von zwei amerikanischen Künstlern: Michael Clegg und Martin Guttmann.

In den 90er Jahren setzten sie die Idee öffentlicher Bücherschränke erstmals in Form von „öffentlichen Bibliotheken“, eingebaut in Stromkästen, um. Die ersten Standorte waren Graz, Hamburg und Mainz.

Überlegungen zu weiteren Einrichtungen solcher Art wurden laut, um Literatur auszutauschen und zu fördern.

1996 stellte Michael Ibsen aus Darmstadt ein Regal, das er auf dem Sperrmüll fand, mit Büchern auf die Straße und 2002 wurde der erste offizielle öffentliche Bücherschrank in Bonn eingeweiht. Die finale Idee kam von der Architekturstudentin Trixy Royeck. Sie griff einige Überlegungen des Künstlerduos Clegg und Guttmann auf.

Mittlerweile gibt es öffentliche Bücherschränke in vielen verschiedenen Ausführungen. Beispielsweise eingebaut in alte Telefonzellen, integriert in Bussen des öffentlichen Verkehrs, kleine Regale in Banken, begehbare Bücherschränke, versteckt in Cafés oder als Bücherturm.

 

Wie kann ich öffentliche Bücherschränke finden?

Entweder über die Liste der öffentlichen Bücherschränke, oder über die Karte von Tobi, einem Blogger, über den ich bei meiner Suche nach öffentlichen Bücherschränken gestolpert bin. Auf dem Blog www.lesestunden.de gibt es eine Karte, auf der alle öffentlichen Bücherschränke Deutschlands, Österreichs und der Schweiz aufgeführt sind.

Pic bookcase map germany
© lesestunden.de

Hier können Nutzer von Bücherschränken noch nicht gelistete oder nicht mehr existierende Bücherschränke melden. Nach einer kurzen Prüfung wird die Karte dann aktualisiert. Auf einen Blick ist erkennbar wie viele öffentliche Bücherschränke in welchen Städten aufgebaut sind und um schnell und einfach einen in Bücherschrank in eurer Nähe zu finden, gibt es die Funktion der Postleitzahlsuche. Die Bücherschränke in eurer Nähe werden mit Adresse und eventuellen Öffnungszeiten angezeigt. Den Bücherschrankfinder gibt es mittlerweile sogar als App (Android kostenfrei, iOS 1,09 €).

 

Bücherschränke: meine persönliche Meinung?

Öffentliche Bücherschränke sind definitiv einen Besuch wert. Ich selbst habe schon einige gelesene Bücher hineingestellt, mir aber auch schon das ein oder andere mitgenommen. Manchmal sind sogar Bücher dabei, die schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste stehen und über deren Fund ich mich dann ganz besonders freue. Sie bieten eine gute Chance das übervolle Bücherregal mal „auszumisten“ und Platz für neue Schätze zu schaffen.

 

Autorin: Jana Menke

DIY – Highlightregal

DIY – Highlightregal

Egal ob Bücher, Zeitschriften oder sogar das E-Book – das Lieblingsmedium verdient auf jeden Fall einen besonderen Platz. Und genau deshalb habe ich euch eine Bastelanleitung für ein Regal mitgebracht, in dem sie besonders zur Geltung kommen.

Vorweg sei gesagt, dass ich hierfür eine relativ einfache Form genutzt habe, die sich natürlich nach Belieben abändern lässt (wie auch die Farbe).

Was ihr braucht: Pressspanplatte – ausreichend groß für alle Teile des Regals – Lineal, Bleistift, Winkelmesser, Farbe (ich habe Kreidefarbe verwendet, da diese besonders schön deckt und man das Holz vorher nicht abzuschleifen braucht), Sandpapier und eine Laubsäge bzw. eine Stichblattsäge (geht deutlich schneller). Außerdem noch Nägel und/ oder Holzkleber.

Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil

 

Zuallererst zeichnet ihr euch die Vorderseite, die Rückseite, den Boden und die beiden Seitenwände auf das Holz. Verwendet dafür den Winkelmesser, damit ihr schöne rechteckige Recken bekommt.

 

Maß nehmen & sägen

Zur Orientierung habe ich hier für euch meine verwendeten Maße (Pressspanplatte 6mm dick):

Bild DYI Highlightregal Maße
© Maxi Pfeil

 

Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil

Wenn ihr alle Teile aufgezeichnet habt, kommt jetzt der lustige Teil: Das Aussägen. Ich habe die elektrische Stichblattsäge verwendet, wodurch das ganze Unterfangen vielleicht 20 Minuten gedauert hat (Ich bin nicht die schnellste).

Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil

Am Ende hatte ich schöne, gerade Kanten, die ich nur noch kurz mit dem Sandpapier abschleifen musste, da die Kanten beim Sägen gegen die Faserrichtung rau werden.

 

Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil
Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil

 

Weiterverarbeitung & Veredelung

Sie beiden Seitenteile müssen an je einer der langen Kanten noch angeschrägt werden, sonst passen sie dann nicht bündig mit dem Boden zusammen.

Anschließend werden die Teile in der Wunschfarbe bemalt. Ich habe mich für ein schönes grün entschieden und wie bereits erwähnt Kreidefarbe verwendet, die super gedeckt hat und außerdem noch sehr ergiebig war.

Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil

 

Zum Schluss werden die Teile zusammengefügt und entweder mit Nägeln oder Holzkleber fixiert. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann gerne auch beides verwenden.

Sobald alles getrocknet ist, ist das Regal einsatzbereit. Es kann entweder hingestellt, oder an der Wand montiert werden.

Autorin: Maxi Pfeil