DIY – Highlightregal

DIY – Highlightregal

Egal ob Bücher, Zeitschriften oder sogar das E-Book – das Lieblingsmedium verdient auf jeden Fall einen besonderen Platz. Und genau deshalb habe ich euch eine Bastelanleitung für ein Regal mitgebracht, in dem sie besonders zur Geltung kommen.

Vorweg sei gesagt, dass ich hierfür eine relativ einfache Form genutzt habe, die sich natürlich nach Belieben abändern lässt (wie auch die Farbe).

Was ihr braucht: Pressspanplatte – ausreichend groß für alle Teile des Regals – Lineal, Bleistift, Winkelmesser, Farbe (ich habe Kreidefarbe verwendet, da diese besonders schön deckt und man das Holz vorher nicht abzuschleifen braucht), Sandpapier und eine Laubsäge bzw. eine Stichblattsäge (geht deutlich schneller). Außerdem noch Nägel und/ oder Holzkleber.

Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil

 

Zuallererst zeichnet ihr euch die Vorderseite, die Rückseite, den Boden und die beiden Seitenwände auf das Holz. Verwendet dafür den Winkelmesser, damit ihr schöne rechteckige Recken bekommt.

 

Maß nehmen & sägen

Zur Orientierung habe ich hier für euch meine verwendeten Maße (Pressspanplatte 6mm dick):

Bild DYI Highlightregal Maße
© Maxi Pfeil

 

Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil

Wenn ihr alle Teile aufgezeichnet habt, kommt jetzt der lustige Teil: Das Aussägen. Ich habe die elektrische Stichblattsäge verwendet, wodurch das ganze Unterfangen vielleicht 20 Minuten gedauert hat (Ich bin nicht die schnellste).

Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil

Am Ende hatte ich schöne, gerade Kanten, die ich nur noch kurz mit dem Sandpapier abschleifen musste, da die Kanten beim Sägen gegen die Faserrichtung rau werden.

 

Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil
Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil

 

Weiterverarbeitung & Veredelung

Sie beiden Seitenteile müssen an je einer der langen Kanten noch angeschrägt werden, sonst passen sie dann nicht bündig mit dem Boden zusammen.

Anschließend werden die Teile in der Wunschfarbe bemalt. Ich habe mich für ein schönes grün entschieden und wie bereits erwähnt Kreidefarbe verwendet, die super gedeckt hat und außerdem noch sehr ergiebig war.

Bild DYI Highlightregal
© Maxi Pfeil

 

Zum Schluss werden die Teile zusammengefügt und entweder mit Nägeln oder Holzkleber fixiert. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann gerne auch beides verwenden.

Sobald alles getrocknet ist, ist das Regal einsatzbereit. Es kann entweder hingestellt, oder an der Wand montiert werden.

Autorin: Maxi Pfeil

DIY – zwei individuelle Kaffeebecher

DIY – zwei individuelle Kaffeebecher

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und die Temperaturen fallen – das ideale Wetter, um sich mit einem schönen Buch (oder ganz vielen) und einer leckeren Tasse Tee/ Kaffee unter die Decke zu kuscheln. Und damit eure Tasse auch richtig was her macht, habe ich hier zwei schnelle Do-it-Yourself-Ideen für euch.

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© Maxi Pfeil

Die Tasse mit dem Nagellack

Für die erste Tasse braucht ihr – neben der weißen Tasse – einfach nur Nagellack in verschiedenen Farben und eine Plastikschüssel.

In die Schüssel gebt ihr zuerst kaltes Wasser. Der Wasserstand sollte hoch genug sein, damit ihr eine Seite der Tasse gut eintauchen könnt. Dann schüttet ihr den Nagellack in Kreisen in das Wasser. Achtet dabei darauf, dass ihr nicht zu viel Nagellack benutzt, denn dann wird das ganze nicht wirklich schön.

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© Maxi Pfeil

Wenn ihr den Lack verteilt habt, wartet am besten noch ein bis zwei Minuten, damit er sich im Wasser noch etwas verteilen kann.

Dann taucht ihr die Tasse ein und stellt sie zum Trocknen auf Küchenpapier (mit einer Unterlage, die auch dreckig werden kann) Hier seht ihr dann auch gleich, ob ihr zu viel Nagellack verwendet habt, denn dann läuft er herunter und das Muster verwischt (wegen Schwerkraft und so…).

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© Maxi Pfeil

Sollte das ganze nicht so aussehen, wie ihr euch das vorstellt, könnt ihr den Nagellack ganz simpel mit Nagellackentferner entfernen und es noch einmal versuchen.

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© Maxi Pfeil

Die getupfte Tasse

Für die zweite Tasse braucht ihr – natürlich eine Tasse – und dazu einen Schwamm, Porzellanfarbe und haftende Buchstaben, die bekommt ihr in jedem gut ausgestatteten Bastelladen.

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© Maxi Pfeil

Als erstes klebt ihr die Buchstaben auf die Tasse. Ich habe das Wort Meins daraus gebildet. Als nächstes tupft ihr mit dem Schwamm bunte Punkte auf die Tasse – auch über die Buchstaben.

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© Maxi Pfeil

Wenn die Farbe trocken ist, könnt ihr die Buchstaben vorsichtig abziehen und euer Wort erscheint weiß zwischen den bunten Tupfen.

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© Maxi Pfeil

Und das war’s schon. So schnell habt ihr euch zwei hübsche, individuelle Tassen gestaltet, die ihr natürlich auch gerne variieren könnt, wenn ihr zum Beispiel lieber eine Blume oder eine bestimmte Form bei der getupften Tasse haben wollt.

 

Autorin: Maxi Pfeil

Print-it-yourself: Mit Wassertransferdruck Wow-Effekte erzeugen

Print-it-yourself: Mit Wassertransferdruck Wow-Effekte erzeugen

Schon klar, nicht jeder von uns ist ein Naturtalent in Sachen Handwerkern. Doch bei jedem Projekt lernen wir etwas Neues dazu und können uns danach ganz besonderer Fertigkeiten erfreuen. Beim Wassertransferdruck ist es ähnlich. Hier werden einfachste Lackierskills von euch gefordert. Wer aber in seiner Jugend schon mal die eine oder andere Hauswand getaggt hat, der sollte diese Aufgabe mit links lösen können.

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© www.3ders.org

Für alle anderen, keine Sorge, es ist einfacher als auf den ersten Blick den Anschein erwecken mag. Die erforderlichen Handgriffe solltet ihr jedoch spätestens beim zweiten/dritten Werkstück verinnerlicht haben und so könnt ihr schon bald „Drucken“ wie ein richtiger Erbe Gutenbergs. Zumal es auch eine gute Einnahmequelle wäre, wenn ihr ein paar eurer Meisterwerke zu Kauf anbietet. Gerade für diejenigen unter euch eine Option, die nicht so üppig von der Bafögfee beschenkt werden, aber auch für Leute, die zum Weihnachtsfest lieber mit etwas selbst gemachtem punkten wollen.

Was ist Wassertransferdruck?

Wassertransferdruck oder auch Hydrografie genannt, ist eine Methode, um ein dreidimensionales Objekt zu verzieren. Es ermöglicht euch ein Werkstück mit einem Dekor zu überziehen, und das mit einem Detailreichtum, der seines Gleichen sucht. Fotos von Freunden und Familie auf einem Smartphonecase sind genauso möglich, wie auch Camouflage- oder Holzmuster auf einem Motorradhelm. So gut wie alles ist denkbar. Aber das Beste daran ist, die Farben blassen nicht aus, da sie im letzten Arbeitsgang noch mit mehreren Schichten Klarlack überzogen werden. Dies bringt nicht nur einen schönen Glanz, sondern macht es auch noch Kratz-, Stoß- und Wasserfest.

Wie funktioniert Wassertransferdruck?

Watch out! Wikipedia is incoming.

„Ein Dekor wird auf einen speziell wasserlöslichen Polyvinylalkohol-Film gedruckt. Sofern erforderlich werden die zu beschichtenden Teile grundiert und/oder mit einem Grundfarbton überzogen. Der Druckfilm wird auf der Wasseroberfläche des Tauchbeckens ausgelegt und mit einem Aktivator besprüht. Die Trägersubstanz löst sich auf und gibt das vorher aufgedruckte Dekor in flüssiger Form an die Wasseroberfläche ab. Es bleibt dabei in seiner Form erhalten. Die zu beschichtenden Teile werden durch die Schwimmende Farbschicht in das Wasserbad getaucht. Durch den Druck des Wassers wird der Dekorfilm gleichmäßig an die Teile gepresst.“

Immer noch keine Vorstellung was Wassertransferdruck wirklich kann? Dann checkt mal diesen Video-Clip aus!

Welche Materialien eignen sich für Wassertransferdruck?

So gut wie alle! Den Anwendungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt, da man sein Objekt durch das vorangegangene Grundieren sowieso schon versiegelt hat. Es ist so also theoretisch möglich selbst Objekte aus Pappe zu bedrucken. Dabei gilt die Faustregel: Kannst du es grundieren und lackieren, so kannst du es auch mit einem Dekor probieren. Bei Teilen, die später in Kontakt mit Wärmequellen kommen, solltet ihr darauf achten, einen dementsprechenden resistenten Lack einzukaufen. Generell müsst ihr aber darauf verzichten, Gegenstände zu lackieren mit denen ihr später Nahrungsmittel zu euch nehmt. Die Außenseiten von beispielsweise einer Kaffeetasse sind jedoch unbedenklich.

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© i.imgur.com

 

Das braucht ihr zum selber machen

  • Cutter-Messer
  • Latexhandschuhe
  • Klebestreifen
  • Klarlack
  • Silikonentferner
  • Grundierung (je nach dem welches Material ihr bedrucken wollt)
  • Dippdaktivator
  • Dekor / Transferdruckfolie
  • große Schüssel / Badewanne
  • feines Schleifpapier
  • Atemschutzmaske

Alle Sachen, die ihr benötigt, sind in der Regel in einem gut sortierten Baumarkt zu erhalten. Die Transferdruckfolie jedoch werdet ihr wahrscheinlich nicht im Baumarkt bekommen, hierfür solltet ihr mal in einem Bastelladen oder bei Amazon vorbeischauen. Ihr könnt aber auch wahlweise auf Startersets einschlägiger Hersteller zurückgreifen. Die Kosten für solche Sets belaufen sich um die 60-80€, wenn ihr euch aber alles einzeln organisiert, kommt ihr wesentlich günstiger davon.

 

Und so geht’s

 

Schritt 1

Schleift euer Objekt gründlich mit dem Schleifpapier ab und reinigt es danach mit einem Tuch und dem Silikonentferner. Tragt nun die Grundierung gleichmäßig auf. Achtet dabei darauf die Spraydose in einem Abstand von 30 cm über euer Stück zu halten. Lasst es danach für mindestens 24 Stunden trocken.

Schritt 2

Schneidet euch die Folie zurecht. Sie sollte ungefähr doppelt so breit wie euer Objekt sein. Begrenzt anschließend die Ränder mit einem Rahmen aus Klebestreifen. Füllt das Gefäß mit 30 Grad warmen Wasser und legt die Folie vorsichtig auf die Wasseroberfläche. Dabei ist es wichtig, dass sich keine Lufteinschlüsse unter Folie bilden und euer Gefäß tief genug ist, um das Objekt weit genug eintauchen zu können. Sprüht das Aktivatorspray gleichmäßig auf die Folie. Sie sollte sich innerhalb weniger Sekunden auflösen. Taucht das Werkstück jetzt in einem Winkel von 45 Grad langsam aber gleichmäßig in das Wasser. Verwirbelt nun die Wasseroberfläche, währenddessen sich euer Werkstück noch unter Wasser befindet. Spült es anschließend unter einem laufenden Wasserhahn behutsam ab. Lasst es dann etwa für ein bis zwei Stunden trocknen.

 

Schritt 3

Tragt danach den Klarlack ebenfalls in einem Abstand von 30 cm auf das Objekt auf. Ihr solltet mindestens zwei Schichten Lack auftragen, wenn ihr es aber noch Glänzender haben wollt, dann könnt ihr gerne auch drei bis vier Schichten auftragen. Zwischen jeder Lackschicht solltet ihr es aber unbedingt 30 Minuten antrocknen lassen. Wenn ihr die letzte Schicht aufgetragen habt, dann muss es nur noch einen Tag durchtrocknen.

Voila, und schon habt ihr euer ganz individuell bedrucktes Kunstwerk.

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© hydrofxprinting.com

Besondere Sicherheitsanweisungen

Bei sämtlichen Lackierschritten solltet ihr darauf achten, eine Atemschutzmaske zu tragen und die Räumlichkeiten währenddessen und danach gut zu lüften. Wahlweise könnt ihr auch auf dem Balkon lackieren. Ebenso müsst ihr auch immer Handschuhe beim Arbeiten tragen, denn die Lacke reizen nicht nur die Atemwege, sondern sind auch nicht besonders freundlich zu eurer Haut.

 

Worauf wartet ihr noch? Get your stuff colored!

 

Autor: Ronny Wenzel

Do it yourself – MiniBuchKette

Do it yourself – MiniBuchKette

Ihr habt Langeweile in den Semesterferien, eure beste Freundin hat bald Geburtstag und ist zufällig Bücherfreak oder ihr habt einfach mal wieder Lust auf ein kleines Bastelprojekt? Dann hab ich hier die perfekte Idee für euch, bei der das Basteln nicht mal eine halbe Stunde dauert – eine MiniBuchKette!

 

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Dafür braucht ihr:

  • Ein Stück Leder
  • Eine gute Schere
  • Eine spitze Schere oder noch besser eine Lochzange
  • Einen kleinen Ring/ Öse
  • Guten Kleber
  • Papier
  • Eventuell Stoffreste oder Anhänger zum Verzieren
  • Eine Kette
  • Freude am Basteln

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Zu erst schneidet ihr ein kleines Stück Leder in der Form eines Buchcovers aus. Meins war 3,5x5cm groß. Dann macht ihr ein kleines Loch oben in die Mitte einer langen Kante. Dort kommt später die Öse durch.

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Als nächstes schneidet ihr aus eurem Blatt Papier viele kleine Rechtecke aus, die alle etwas kleiner sind als euer späteres Buchcover aus Leder. Bei mir waren die Papierstücke dann etwa 3×4,5cm groß. Diese klebt ihr dann wie ein kleines Buch zusammen. Am besten ihr presst das Ganze dann noch etwas zwischen schweren Gegenständen damit alles gut klebt.

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Nun zieht ihr durch das Loch eure Öse. Das funktioniert am Besten mit einer Zange, da ich die aber nicht zur Stelle hatte, hab ich durch das Loch einen Faden gezogen und die Öse damit festgeknotet. Danach könnt ihr euer Papierbuch in den Lederumschlag einkleben und noch mal zur Sicherheit pressen …

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… und fertig ist eure kleine Buchkette! Ihr müsst nur noch das Kettchen durch die Öse fädeln. Ist die nicht niedlich? Ich hab zur Dekoration noch ein Herz aus Ikea-Stoff geschnitten und mit dem Kleber draufgeklebt. Man könnte aber auch noch ein Lesezeichen hinzufügen oder an der Öse kleine Anhänger befestigen.

Ich wünsch euch ganz viel Spaß beim Nachbasteln der MiniBuchKette!

 

Autorin: Lina Al Ghori

 

 

 

 

 

 

DIY – Buchumschlag selbstgemacht

DIY – Buchumschlag selbstgemacht

Ihr wollt eure Lieblingsbücher unterwegs gut schützen, findet aber die erhältlichen Schutzumschläge einfach nicht hübsch? Oder keiner passt wirklich zu euren Büchern? Dann macht einfach selbst einen! Ich zeige euch wie es geht.

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© Maxi Pfeil

Was braucht ihr?

Auf alle Fälle Stoff – genauer gesagt Baumwollstoff. Der lässt sich schön verarbeiten und verzieht sich nicht beim Nähen. Außerdem empfehle ich euch ein Vlies zu kaufen, das man auf den Stoff aufbügeln kann. Das verleiht der Hülle am Ende extra Festigkeit und bietet zusätzlichen Schutz, falls euch zum Beispiel mal das Getränk im Rucksack ausläuft. Ich persönlich habe mich für zwei verschiedene Stoffe entschieden, einen für die Außen- und einen für die Innenseite des Umschlags. Das macht meiner Meinung nach die ganze Optik interessanter.

Ihr braucht außerdem noch ein elastisches Band, das am Ende das Buch mit Umschlag zusammen hält. Und wenn ihr gleich ein Lesezeichen mit einbauen wollt, besorgt noch ein anderes (unelastisches) Band, das ihr dafür verwendet.

Weiterhin braucht ihr eine Stoffschere, ein Maßband, Stecknadeln, Faden und natürlich eine Nähmaschine.

Bevor ihr jetzt aber in den nächsten Stoffladen stürzt, vergesst nicht ein Referenz-Buch für die Höhe und den Umfang zu messen, nicht dass euch am Ende Stoff oder Vlies fehlt.

 

Schritt 1: Messen und Schneiden

Für den Schnitt des Stoffes messt ihr zuerst Höhe und Umfang eines Buches, das am besten dem Durchschnitt eurer Bücher entspricht – damit sollten dann die meisten perfekt in die Hülle passen.

Bei mir haben die Bücher z.B. eine Höhe von 22 cm und einen Umfang (beide Umschlagseiten und der Einband) von 35 cm.

Für die endgültigen Maße muss dann noch etwas dazugegeben werden. In der Höhe sollte man etwas Bewegungsfreiraum einplanen, am besten oben und unten je 1 cm, dann kommt nochmal je 1 cm für die Naht oben und unten dazu. Insgesamt also in meinem Fall 26 cm.

Für den Umfang werden auch insgesamt 2 cm für die Naht zugegeben. Außerdem muss noch ein Umschlag gemacht werden, der das Buch in der Hülle hält. Dafür eignen sich 6 oder 7 cm auf beiden Seiten. Wenn ich also die 7 cm nehme, komme ich dann auf 51 cm. Ich habe dann nochmal 2 cm zugegeben, damit sich der Umschlag leichter anziehen lässt.

Jetzt kann geschnitten werden: 26×53 cm aus den Stoffen für Außen und Innen, sowie dem Vlies.

 

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© Maxi Pfeil

 

Schritt 2: Den Vlies aufbügeln

Als nächstes wird der Vlies auf die linke Seite des Außenstoffes (die man nicht mehr sieht, wenn alles fertig ist) aufgebügelt. Achtet darauf, dass er auch wirklich fest ist, sonst kann er sich eventuell später wieder lösen.

 

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© Maxi Pfeil

 

Schritt 3: Zusammen nähen

Nun werden Außen- und Innenstoff aufeinander gelegt und zwar so, dass die Seiten, die Außen sein sollen, aufeinander liegen. Wollt ihr ein Lesezeichen, platziert ihr es in der Mitte der langen Seite und näht es an einer mit fest, wenn ihr Außen- und Innenstoff verbindet. Dann näht ihr es an drei Seiten – einer kurzen und den beiden langen Seiten – zu, mit einem Nahtabstand von 1 cm, damit das Ganze auch gut hält.

Wenn Ihr damit fertig seid, dreht Ihr den Stoff um und schließt die letzte Seite von außen. Dafür faltet ihr die Ränder nach innen und setzt die Naht so nah wie möglich an den Rand.

 

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© Maxi Pfeil

 

Schritt 4: Umschläge nähen

Zuletzt legt ihr euch die Umschläge von 7 cm zurecht und fixiert sie mit Stecknadeln. Setzt die Stecknadeln dorthin, wo später die Nähte sitzen sollen und lasst euer Referenzbuch den Umschlag anprobieren. So geht ihr sicher, dass am Ende auch alles passt. Falls es mit den Nadeln zwar passt, aber etwas eng ist, macht euch keine Sorgen, die Stecknadelköpfe nehmen etwas mehr Platz weg, als die Naht selbst.

Wenn das Buch gut passt, könnt ihr den Umschlag von der Vorderseite (des Buches) zunähen. (Nehmt dafür das Buch am besten wieder aus dem Umschlag raus.)

 

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© Maxi Pfeil

 

Bei der Rückseite wird nun das elastische Band mit eingenäht. Dafür könnt ihr entweder schätzen oder das Buch wieder zu Hilfe nehmen: Ein Ende des Bands wird unten in den Umschlag gesteckt und schon festgenäht. Dann wird das Buch wieder in den Umschlag gesteckt und das Band außen herum gezogen und oben in den Umschlag gesteckt und fixiert. Dann wird oben auch zugenäht.

 

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© Maxi Pfeil

 

Und das war es auch schon! Damit habt ihr einen individuellen und praktischen Schutzumschlag, der euer Lieblingsbuch auf Reisen beschützt und der garantiert passt.

P.S.: Lasst euch bei den Maßen nicht davon abschrecken, dass der Umschlag auf dem Bild oben übersteht. Ich hatte mich beim ersten Mal vermessen und dann beim zweiten Versuch lieber 1 cm mehr zugegeben (also 27 cm in der Höhe) und das ist der Zentimeter der hier übersteht.

Autorin: Maxi Pfeil

Weihnachten: Very Last Minute Geschenkideen

Weihnachten: Very Last Minute Geschenkideen

In 4 Tagen ist Weihnachten und der ein oder andere unter euch überlegt sicher immer noch, welche Weihnachtsgeschenke es für die Lieben in diesem Jahr sein sollen. Damit ihr euch nicht verzweifelt unter die Menschenmassen in den Einkaufsgassen mischen müsst, haben wir heute ein paar Very Last Minute Geschenkideen, mit denen ihr sicher so gut wie jedem Buchwurm eine Freude machen könnt.

Geschenkideen für entspanntes Lesen

 

Für Harry Potter Fans © etsy.com

 

 

Bei mir darf zum Lesen meist eine heiße Tasse Tee nicht fehlen. Also warum nicht mal eine ganz individuelle Tasse verschenken?

Dazu braucht es nur Keramikstifte (gibt’s in jedem Bastelladen) und euren Backofen!  Circa eine halbe Stunde später ist das Geschenk auch schon fertig!

 

 

 

 


 

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© themerrythought.com

 

 

Außerdem könnt ihr die Teetasse natürlich auch gleich mit ein paar Leckeren füllen. Wem Plätzchen zu langweilig sind, kann sich ja mal an schokoladenüberzogenen Bretzeln probieren. Lecker!

 

 


 

Gerade im (hoffentlich bald) kalten Winter bietet sich ein warmes Bad zum Schmöckern an. Eine Badekugel dafür kaufen kann jeder, macht sie doch einfach mal selbst! Alles was man dafür braucht, bekommt ihr im Supermarkt, der Drogerie oder Apotheke.

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© fitnessista.com

Man nehme:
250g Natron/Backpulver
125g Zitronensäure (in Lebensmittelqualität)
60g Stärke
60g Kokosöl
15 Tropfen ätherisches Öl
Lebensmittelfarbe (flüssige), getrocknete Blütenblätter, etc.
Form, z.B. Muffinförmchen

Verrührt zuerst die Öle; das Kokosöl muss dabei eventuell im Wasserbad erhitzt werden. Vermischt dann die trockenen Zutaten mit der Lebensmittelfarbe (je nach gewünschter Farbintensität) und hebt sie langsam nach und nach unter die Öle. Knetet nun alles zusammen, am Ende fühlt es sich ungefähr wie nasser Sand an. Schließlich müsst ihr die Masse nur noch in eure Förmchen drücken (geht super mit der Unterseite eines Löffels) und um die 24h trocknen lassen. Wer möchte, kann noch getrocknete Blüten o.Ä. dazutun.

 


 

Natürlich könnt ihr euren Liebsten auch direkt ein Buch schenken. Vielleicht ja sogar gleich mit einem passenden Lesezeichen? Eine kleine Anleitung dazu findet ihr hier:

Lesezeichen
© projektila.blogspot.fi

 

Für welche Geschenke ihr euch auch entscheidet, wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest mit euren Familien!

 

Autorin: Cindy Schulze

Lifestyle: MARVEL ist mein Versace

Lifestyle: MARVEL ist mein Versace

Samstag. Auf einer Convention. Ich bin auf der Jagd nach außergewöhnlichem MARVEL Merchandise. Stop and go an diversen Ständen. Die Auswahl ist klein und nicht zwingend vom Lizenzgeber abgenickt. Ein Angebot gleicht dem nächsten. Ich werde nicht fündig. Wieder einmal.

Mit leeren Händen und dem Bauch voll Rebellion kehre ich nach Hause zurück. Erster Schritt: Computer an und gemütliche Surfposition einnehmen. Zweiter Schritt: Suchmaschine aufrufen und ein paar gekonnte Suchwörter eintippen: „How to sew a skirt.“

Eine Stunde und diverse Videos später bin ich theoretisch in der Lage einen Tellerrock zu nähen. Begebe mich nun auf die Suche nach Stoff. Also dem Guten mit MARVEL-Aufdruck. Eindeutig eine Marktlücke, denn Anbieter gibt es wenige und nur einer kann die Menge liefern, die ich benötige. Die zweiwöchige Wartezeit überbrücke ich mit Zweifel an meinem Vorhaben und sinniere über Mode.

Fast Fashion könnte das Sinnbild für die Generation sein, der ich entstamme. Verschickt wird am besten sofort, jetzt und auf der Stelle. Nur einen Knopfdruck von der neuen Klamotte entfernt. H&M, Topshop und Primark liefern jeden Tag neue Stücke in ihre Läden. Produktionszeit: Drei Wochen. Eine Jeans für 20 Euro? Die Auswahl ist vorhanden.

© Beatrix Dombrowski
© Beatrix Dombrowski

Designerlabel stehen für entschleunigte Mode. Zwei Kollektionen pro Jahr. Produktionszeit sechs Monate. Eine Fehleinschätzung von Trends bedeutet ein finanzielles Fiasko. Gleichzeitig überlegen sich die Kunden der großen Modehäuser genauer, in welche Stücke sie investieren. Qualität wird begutachtet. Kleidung dieser Kategorie sind nicht nur Sachen, sondern ein Ausdruck von Persönlichkeit.

Jeden Tag entstehen unter den Händen von Hobbydesignern Produkte mit Seele. Ideen, welche die Bezeichnung Haute Couture verdienen. MARVEL steht nicht für Partys auf einer Yacht in der Karibik, sondern für einen Gemeinschaft, welche die Helden ihrer Kindheit nicht hinter sich lassen möchte. Durch mein Do-it-yourself-Projekt kann ich dieses Bild in meiner Kleidung wiedergeben. Ähnlich wie mit Versace.

Inzwischen wurde mein Stoff geliefert. Hier ist die Anleitung zum MARVEL-Tellerrock zu finden.

Autorin: Beatrix Dombrowski