„Der Weihnachtshund“ von Daniel Glattauer

Viele lesen in der Adventszeit gern Bücher, die sie auf Weihnachten einstimmen oder davon ablenken. „Der Weihnachtshund“ kann beides. Seid gespannt auf unsere Buchvorstellung zum dritten Advent!

 

Der Autor des „Weihnachtshunds“

Daniel Glattauer ist ein österreichischer Schriftsteller. Er studierte Pädagogik und arbeitete später unter anderem als Liedermacher, Kellner, Journalist und Redakteur. Spätestens nach seinen beiden Bestsellerromanen „Gut gegen Nordwind“ (2006) und „Alle sieben Wellen“ (2009), erlangte er große Bekanntheit. Diese wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und waren außerdem als Theaterstück, Hörbuch und Hörspiel sehr erfolgreich. Im Jahr 2006 wurde Glattauer für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sein neuester Roman „Geschenkt“ erschien 2014.

Die Handlung des „Weihnachtshunds“

Katrin ist fast dreißig und hat immer noch nicht den Mann fürs Leben gefunden. Im Gegensatz zu ihren Eltern ist sie mit der Situation aber zufrieden. Max (34) will auf die Malediven fliegen, um Weihnachten zu entfliehen. Er braucht jedoch einen Betreuer für seinen faulen Hund Kurt und schaltet deswegen eine Anzeige im Internet.

Katrin entdeckt den Suchaufruf und beschließt den Hund über die Festtage zu sich zu nehmen, um an Heiligabend, an dem gleichzeitig ihr Geburtstag ist, nicht zu ihren Eltern fahren zu müssen. Durch Kurt treffen die beiden aufeinander und kommen sich näher. Dies gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, da Max seit einem traumatischen Ereignis seiner Kindheit, keine Frauen mehr küssen kann.

Unsere Empfehlung

„Der Weihnachtshund“ ist eine leichte Lektüre, die man sehr gut in der Vorweihnachtszeit lesen kann. Eine Romanze der etwas anderen Art wird durch sympathische Figuren und lustige Gespräche zur Medizin gegen jeden Weihnachtsfrust. Aufgrund der Kapiteleinteilung vom 1. bis zum 24. Dezember ist er außerdem als literarischer Adventskalender einsetzbar. Anders als der Titel vermutet, eignet sich der Roman jedoch nicht zum Vorlesen für Kinder, da der Kern des Werkes eine Liebesgeschichte darstellt und auch die Sprache für den Nachwuchs schwer verständlich ist.

Die Neuauflage des Romans kann bei Interesse, je nach Ausstattung, für 10 € oder 15,90 € bei der Verlagsgruppe Random House erworben werden.

Autorin: Janka Diettrich

Weihnachten: 24 Tage Leserei

Weihnachten: 24 Tage Leserei

Schokolade über Schokolade, die Adventskalender im Supermarkt sind meist schnell verkauft. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene freuen sich darauf 24 Naschereien zu verdrücken. Wer dessen jedoch überdrüssig ist oder gern einen noch spannenderen Adventskalender haben möchte, der sollte sich mal genauer in einer Buchhandlung umsehen.

12370788_921981764549415_8487218342258159658_o
© by Gina Uhlig

Geschichte des Adventskalenders

 

 Die Ursprünge des uns 24-mal beglückenden Produktes gehen zurück ins 19. Jahrhundert. Dort wurden in den protestantischen Familien im Dezember 24 kleine Bildchen an die Wand geheftet. Wer nicht so viel Platz an seiner Wand hatte, der malte 24 Kreidestriche an eine Wand oder Tür und jeden Tag durften die Kinder einen davon abwischen. So sollte die Vorfreude auf Weihnachten weiter gesteigert werden. Den ersten gedruckten Kalender gab es allerdings erst 1903. Dieser war mit 24 bunten Bildchen versehen, die ausgeschnitten und auf einem extra Bogen aufgeklebt wurden. Erst 17 Jahre später bekam der Adventskalender dann seine Türchen, hinter denen sich ein buntes Bild versteckte. Die schokoladene Variante wurde sogar erst in den 1950er Jahren populär. Doch der Zweite Weltkrieg blieb auch für den Adventskalender nicht ohne Folgen. Er wurde unter den Nationalsozialisten aufgrund von Papierknappheit verboten. Erst einige Jahre nach Kriegsende gab es wieder bunte Bildchen und leckere Schokolade hinter 24 Türchen zu entdecken.

 

Die literarische Variante

 

Auch diese Art des Adventskalenders gibt es mittlerweile seit circa 90 Jahren. Die Sankt Johannis Druckerei, ansässig in Baden, brachte damals Adventskalender mit Bibelversen heraus.

Heutzutage ist das Sortiment von literarischen Adventskalendern sehr vielfältig. Dabei werden zwei Arten unterschieden: Entweder der Kalender erzählt eine Geschichte in 24 Episoden oder es gibt 24 kleine Texte zu entdecken. Auch die Darstellungsform ist vielseitig. Sie reicht von kleinen Heftchen, über richtige Kalender, bis hin zu Büchern.

Für jeden ist etwas dabei. Ob kleines Kind, alter Mann, Krimifan oder jede andere Art von Leseratte: ein literarischer Adventskalender ist wirklich jedem zu empfehlen. Nebenbei kann man ja trotzdem die Schokovariante genießen.

 

Autorin: Melanie Uhlig