Crowd-Publishing: Self-Publishing 2.0?

Crowd-Publishing: Self-Publishing 2.0?

Crowd-Publishing stellt sich als neue Publishing-Methode heraus, die noch eine nähere Beziehung zwischen Autor und Leser als Self-Publishing bietet, da der Leser maßgeblich für die Veröffentlichung des Werkes ist. 

Self-Publishing ermöglicht dem Autor unabhängig von einem Verlag sein Buch zu veröffentlichen und dabei die Urheberrechte zu behalten. Dies geschieht allerdings selten vollständig autonom, da die geschriebenen Werke meist über Self-Publishing-Plattformen wie Amazons Kindle Direct Publishing oder neobooks der Verlagsgruppe Droemer Knaur als ebooks vertrieben werden.

Dadurch gehört schlussendlich ein Anteil von bis zu 70% des Gewinns dem Autor, eine ausgesprochene Steigerung zu dem üblichen Honorar bei einer Verlagsveröffentlichung, auch wenn unterschiedlichen Nettoverkaufspreise in Betracht gezogen werden. Crowd-Publishing scheint eine Methode zu sein, das Autorenhonorar mithilfe von Direktvermarktung zu steigern.

Crowd-Publishing: Crowdfunding für Bücher

Schon seit mehreren Jahren besteht für Projekte und Ideen die Möglichkeit, sich durch zukünftige Kunden selbst zu finanzieren. So präsentiert der Urheber seine Idee und hofft darauf, Unterstützung von der Crowd (dt.: das gemeine Volk), zu erreichen und sich nicht auf das Interesse großer Investoren verlassen zu müssen.  Dieser Prozess nennt sich Crowdfunding. Die Plattformen Kickstarter und indiegogo gehören zu den größten internationalen Crowdfunding-Plattformen. Dort gibt es unter vielen anderen auch die Kategorie „Publishing“ (Kickstarter) bzw. „Schreiben“ (indiegogo), in dem Autoren ihre Bücher darbieten, um ihre Veröffentlichung durch Leser zu finanzieren und zu vermarkten.

Leser übernehmen dabei einerseits die Rolle des Verlages und haben die Entscheidungskraft,  Bücher auf den Markt zu bringen, andererseits sind sie auch die Käufer und erhalten das Buch nach Beendigung der Kampagne. So wird aus Self-Publishing Crowd-Publishing. Die Gebühren der Plattformen betragen jeweils 5%, ausschließlich der Gebühren der Zahlungsabwicklung, und liegen damit weit unter den Gebühren meister Self-Publishing-Plattformen.

Monatliches Gehalt mithilfe von Patreon

© Rocío Lara/Flickr
© Rocío Lara/Flickr

Crowdfunding-Kampagnen zeichnen sich dadurch aus, dass sie einmalig Projekte unterstützen und finanzieren, doch einige Content Creators geben ihre Inhalte kostenlos und regelmäßig zur Verfügung und haben dadurch Schwierigkeiten, sich den Lebensunterhalt zu verdienen.

Die Crowdfunding-Plattform Patreon möchte dieses Problem umgehen, in dem sie den finanziellen Trägern, sogenannte Patrons, die Möglichkeit anbietet, in Form von regelmäßigen Spenden den Autoren oder Künstler zu unterstützen.

Dies basiert darauf, dass Patrons mit Patreon den Content Creator für die Zukunft unterstützt und gleichzeitig Zugriff auf exklusive Premium-Inhalte erlangen.

Ein erfolgreiches Beispiel für Crowd-Publishing ist der Webcomic Wormworld Saga von Daniel Lieske. Mithilfe von Patreon erreicht Daniel Lieske einen monatlichen Betrag von mittlerweile über 250 Dollar zur Unterstützung des Webcomics. Auf Kickstarter startete er schon mehrere erfolgreiche Kampagnen für die Vermarktung und Finanzierung der Reihe als physisches Produkt.

Autorin: Eva Goetzke

Spezial: Black Beauty

Spezial: Black Beauty

„Menschen sind nicht nur Pferden gegenüber gedankenlos. Sie sind auch grausam zueinander.“ (Black Beauty, Verfilmung 1994)

Der schwarze Hengst mit dem weißen Stern ist das wohl bekannteste Pferd der Literatur und zählt zu den Klassikern der Jugendbücher. Dabei ist die Verfilmung der Geschichte von Black Beauty definitiv kein fröhliches Pony-Märchen für kleine Mädchen, sondern eine nachdenkliche Erzählung, deren Grausamkeit gerade in ihrer Schlichtheit liegt.

Die Verfilmung (1994)

Black Beauty wird von dem (erfolglosen) Rennpferd Docs Keepin Time dargestellt. © cinema.de
Black Beauty wird von dem (erfolglosen) Rennpferd Docs Keepin Time dargestellt. © cinema.de

Anna Sewells Klassiker Black Beauty – The Autobiography of a Horse inspirierte zu zahlreichen Filmen und Serien. Als am gelungensten gilt die Verfilmung aus dem Jahr 1994 unter der Leitung von Caroline Thompsen. Ihre Adaption ist eine der wenigen Pferdefilme, die nicht für kleine Mädchen gedreht wurde. Daher rutscht sie nicht ins Kitschige ab und kann so das hohe Niveau des Films über die vollen 88 Minuten halten. Wundervoll und schockierend zugleich, spiegelt Black Beauty die grausamen Zustände der (Arbeits-)Pferde im 19. Jahrhundert wieder.

Black Beauty erzählt seine Geschichte – sowohl im Roman, als auch im Film – von dem Moment seiner Geburt an in autobiografischer Form, was emotionale Nähe schafft. Der schwarze Hengst wächst wohlbehütet auf der Farm des Bauern Grey (Sean Bean) auf und verlebt hier eine unbeschwerte Jugend.

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Freunde fürs Leben: Black Beauty und Joe © cinema.de

Nach seiner Ausbildung zum Reitpferd wird der Rappe nach Birtwick Park, an Squire Gordon (Peter Davison) und seine Familie, verkauft. Schnell wird das Pferd durch seinen hervorragenden Charakter zum Liebling des Squires, seiner kränklichen Frau (Rosalyn Ayres) und des Stallmeisters John Manley (Jim Carter). Eine besondere Freundschaft entwickelt Black Beauty zu dem frechen Pony Merrylegs, der störrischen Fuchstute Ginger und dem Stallburschen Joe Green (Andrew Knott).

Die schöne Zeit in Birtwicks Park ist aber leider nur von kurzer Dauer. Die fortschreitende Krankheit von Mrs. Gordon zwingt die Familie England zu verlassen. Ginger und Black Beauty werden an Lord Wexmire (Peter Cook) und seine Frau verkauft. Beide Pferde leiden unter Mrs. Wexmires Faible für die damalige Mode (z. B. Aufsatzzügel) und werden zu Schande geritten, bis der schwarze Hengst schließlich von Ginger getrennt und weiterverkauft wird. Zunächst an einen Pferde-Vermieter. Später an einen Händler, der den Rappen auf einen Pferdemarkt bringt.

Hier erblickt Black Beauty seinen alten Freund, den nun älter gewordenen Stallburschen Joe (nun von Ian Kelsey gespielt), aus Birtwick Park, doch der junge Mann sieht den Rappen nicht und verlässt die Auktion. Black Beauty ist am Boden zerstört. Gekauft wird er letztendlich von dem Droschken-Fahrer Jerry Barker (David Thewlis). Dieser bringt den Hengst mit sich nach London, wo Black Beauty endlich Ginger wiederfindet. Doch währt die Wiedersehensfreude nicht lange. Ginger wurde sehr schlecht behandelt. Sie ist mager, schwach und hat jeglichen Lebensmut verloren. Black Beauty sieht seine Freundin nur noch ein einziges Mal: Tod auf einen Karren. Die Stute ist an Erschöpfung gestorben.

Die Arbeit als Droschken-Pferd nimmt Black Beauty arg mit. Nachdem er abermals verkauft wird, zieht er noch 2 Jahre die schweren Ladungen eines Getreidelieferanten, bevor er vollends zusammenbricht. Black Beautys letzte Station soll der Schlachter sein, aber selbst das ist dem schwarzen Hengst mittlerweile gleichgültig. Nur eine bekannte Stimme weckt noch einmal seine Lebensgeister: Die des einstigen Stallburschen der Gordons, Joe Green, der den Rappen trotz seines miserablen Zustandes wiedererkennt.

In Black Beauty (1994) paaren sich eindrucksvolle Naturaufnahmen mit liebevollen Details, authentischen Tieraufnahmen und sehr guten menschlichen Darstellern. Zusammen mit der Musik von Danny Elfman entstand so einer der wohl schönsten, rührendsten und zeitgleich traurigsten (Pferde-)Filme.

Das Buch (1877)

 

Der Aufsatzzügel - Das Pferd wird gezwungen, den Kopf unangenehm hochzutragen, damit es "ausdrucksvoll" aussieht. © bitlesshorse.blogspot.com
Der Aufsatzzügel – Das Pferd wird gezwungen, den Kopf unangenehm hochzutragen, damit es „ausdrucksvoll“ aussieht.
© bitlesshorse.blogspot.com

Die Autorin Anna Sewell war selbst durch eine Beinverletzung stets auf die schönen Tiere angewiesen und lernte sie so bereits in jungen Jahren zu schätzen. Doch die Umstände im 19. Jahrhundert waren katastrophal. Pferde wurden gar nicht als Lebewesen wahrgenommen und bis in den Tod ausgenutzt. Modische Erscheinungen, wie z. B. Aufsatzzügel oder das Kupieren, quälten sie, schadeten ihnen, nur um „ausdrucksvoll“ auszusehen.

Black Beauty – The Autobiography of a Horse wurde 1877 veröffentlicht und blieb Sewells einziger Roman. Der Verkauf des Buches brach sämtliche Rekorde und Black Beauty wurde zum “sixth best seller in the English language“.

Sewells Beschreibungen der Aufsatzzügel und der miserablen Pferdehaltung löste eine Welle Empörung in der Öffentlichkeit aus und mobilisierte Tierschutzorganisation in ganz England und den Vereinigten Staaten. In der Encyclopedia of Animal Rights and Animal Welfare nennt Bernard Unti Anna Sewells Black Beauty sogar„the most influential anticruelty novel of all time“.

 

„Wir können uns die Menschen in unseren Leben nicht aussuchen. Für uns ist alles Glückssache.“ (Black Beauty, Verfilmung 1994)

 

Sowohl im Buch, als auch in der Verfilmung von 1994 erzählt uns der schwarze Hengst eine leise Geschichte von Vertrauen, Vertrauensbruch und der Gedankenlosigkeit der Menschen.

Autorin: Christin Fetzer

Frankfurter Buchmesse: 25 Jahre BücherFrauen

Frankfurter Buchmesse: 25 Jahre BücherFrauen

Frauen sind in der Buchbranche mit fast 80 Prozent klar in der Überzahl. Es ist also nur natürlich, dass es ein Netzwerk gibt, das sich ausschließlich mit dem starken Geschlecht beschäftigt – die BücherFrauen.

Logo des BücherFrauen e.V.
Logo der BücherFrauen © buecherfrauen.de

25 Jahre gibt es diesen Zusammenschluss nun schon. Er wurde 1990 in München gegründet, Vorbild dazu war die Organisation Women in Publishing, kurz WiP. Ableger davon gibt es bisher in den USA, Großbritannien, Australien, Irland, Indien, Hongkong und den Philippinen.

Die BücherFrauen widmen sich der Karriere von Frauen, die verlegen, schreiben und sich voll und ganz dem Produkt Buch widmen.

Bundesweit spaltet sich der Verein in Regionalgruppen auf, deren Mitglieder sich regelmäßig treffen und sich über bestimmte Themen austauschen. Verschiedene Themen der  Regional- und weiterer Arbeitsgruppen führen deren Sprecherinnen und die Vorstandsfrauen zweimal im Jahr überregional zusammen.

Projekte

Der Verein umfasst viele Projekte, die Frauen helfen sollen sich in der Buchbrache zu Recht zu finden. So gibt es verschiedene Arbeitsgruppen, Vorträge und das Mentoring-Programm. In Berlin, Hamburg, München und Stuttgart gibt es mittlerweile einmal im Jahr eine Mentoring-Runde bei der die Siegerin eine Mentorin bekommt, die sie ein Jahr lang begleitet und ihr beim Start in das Berufsleben hilft.

Öffentlichkeitsarbeit

Auch nach außen hin präsentieren sich die BücherFrauen, zum Beispiel auf der Leipziger und Frankfurter Buchmesse. Danach gibt es eine WiP-Party. Außerdem hat die Ehrung der BücherFrau des Jahres auf der FBM eine lange Tradition.

Also, wer zur Frankfurter Buchmesse geht, sollte auch bei den BücherFrauen vorbeischauen. Es lohnt sich!

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BücherFrau des Jahres 2015: Frauke Ehlers. © Silvie Brucklacher

BücherFrauen auf der FBM

Zwei Veranstaltungen am 15. Oktober, Ort ist hierbei die Leseinsel der unabhängigen Verlage, Halle 4.1 C37

15.30 bis 16.30 Uhr steht eine Podiumsdiskussion mit indonesischen BücherFrauen auf dem Plan.

Im Anschluss erfolgt die Verleihung der BücherFrau des Jahres 2015 und es wird das 25-jährige Bestehen des Vereines gefeiert. Ehrengast wird Manuela Schwesig sein, die die Schirmherrschaft über die BücherFrauen hat.

Am 16. Oktober sprechen die BücherFrauen mit Vertretern des Börsenvereins zum Thema Vernetzung. Dabei wird unter anderem auch das Mentoring-Programm der BücherFrauen vorgestellt. Wer also weiblich ist und Interesse an einer Mitgliedschaft dieser renommierten Organisation hat, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen!

Das Gespräch findet in Halle 3.1 H 65 statt.

Autorin: Melanie Uhlig

Gastbeitrag: Aus dem Alltag eines Foodbloggers

Kochen hat mich schon immer begeistert. Es hat mir stets Spaß gemacht mit meiner Mama oder Oma in der Küche zu stehen und später dann Freunde und Familie mit Selbstgekochtem zu verwöhnen. Als „Digital Native“ hab ich aber auch viel Spaß an „diesem Internet“, sodass es irgendwann recht nah lag, diese beiden Interessen zu verbinden und daraus einen Foodblog zu machen. So entstand mein Blog marsmaedchen.net, auf dem ich über gesunde Ernährung, Sport und Nachhaltigkeit blogge.

Anfangs gab es auf meinem Blog nur Rezepte, die aber nach und nach durch andere Themen ergänzt wurden. Mein Blog spiegelt meine Interessen und Leidenschaften wieder und dazu gehört mehr als nur Kochen. Die freie Themengestaltung ist gerade das Schöne an einem Blog.

© Melanie Fankhänel

Jede Woche erscheint mindestens ein neuer Beitrag – so zumindest die Theorie. Manchmal kommen mein Job, die Uni oder andere Projekte, wie das von mir organisierte FoodBloggerCamp, dazwischen. Ein Blog ist ein zeitintensives Hobby und bis ein fertiger Beitrag online geht, muss erst einmal eine Menge passieren: Zuerst erstelle ich mir eine Art „Redaktionsplan“ mit den Artikeln, die ich in den nächsten Wochen veröffentlichen möchte und versuche diese Themen dann zu ordnen und zu strukturieren, damit auf dem Blog Abwechslung herrscht.

Dann geht es ab in die Küche, denn ein Foodblog braucht entsprechende Rezepte. Meine Inspiration ziehe ich aus Kochbüchern oder anderen Blogs. Da ich aber oft vergesse, wo ich das entsprechende Rezept gesehen habe, muss ich fast immer experimentieren. Bis das Rezept „blogreif“ ist, braucht es manchmal zwei bis drei Versuche. Gerade bei Backwerken muss an den Rezepte gefeilt werden, bis mir alles gefällt, denn Rezepte, die nicht funktionieren oder schmecken, werden bei mir nicht veröffentlicht. Das fertige Gericht fotografiere ich dann. Manche Foodblogs sind super durchgestylt und die Bilder könnten so in jedem Kochbuch stehen. Ich mag es jedoch lieber puristisch und schlicht.

Anschließend muss der Blogpost noch verfasst werden. Hierfür suche ich erst einmal panisch nach meinen Notizen mit dem Rezept – die gehen nämlich auch gern einmal verloren.

Hummus mit Kräutern © Melanie Fankhänel
Hummus mit Kräutern © Melanie Fankhänel

Aber Bloggen ist nicht nur Arbeit. Ein Blog ist vor allem ein tolles Medium, um sich auszutauschen und der schönste Blogger-Moment ist, wenn man eine Nachricht von einem Leser bekommt, der von einem Rezept begeistert ist. Ein weiterer schöner Nebeneffekt sind Kooperationen mit Unternehmen. Fast täglich trudeln in der Marsmädchen-Zentrale Anfragen von Firmen ein, die sich auf meinem Blog präsentieren wollen. Die wenigsten passen aber wirklich zum Inhalt des Blogs, sodass ich im Schnitt mit nur etwa ein bis zwei Firmen pro Monat kooperiere. Dabei sind aber schon tolle Erlebnisse entstanden: Beispielsweise eine kulinarische Tour durch München mit einem Knödel-Hersteller.

Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Einblick in das Leben als Foodblogger geben und vielleicht kocht der ein oder andere Lerchen-Leser ja eines meiner Rezepte nach.

Autorin: Melanie Fankhänel von marsmaedchen.net

Essen: Alternative Foodblogs

„Und was kann ich dann noch essen?“

Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich erfuhr, dass ich an Fruktosemalabsorbtion erkrankt bin. Bei dieser Nahrungsmittelunverträglichkeit kann der Darm nur mit einer geringen Menge Fruktosezucker umgehen. Ein echtes Problem, denn in der deutschen Küche sind Äpfel und Tomaten omnipräsent, zwei fruktosereiche Nahrungsmittel.

KochTrotz

Foodblogs als Antwort! © Cindy Schulze
Foodblogs als Antwort! © Cindy Schulze
Während zur Zeit meiner Diagnose Foodblogs noch nicht in der Mitte der Internetcommunity angekommen waren, bieten sie heute eine einfache Möglichkeit, um Tipps rund um das Thema Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien zu finden.

Der wohl bekannteste Foodblog in dieser Kategorie heißt kochtrotz.de und wird seit September 2010 von Stefanie Grauer-Stojanovic betrieben. Mit einer Vielzahl an Intoleranzen und Allergien ausgestattet kreiert sie abwechslungsreiche Gerichte und legt Altbekanntes neu auf. Rezepte wie schwarzer Sesamkuchen und Kokosmuß helfen schnell über den Verlust von herkömmlichen Leckereien hinweg.

Seit die Autorin ihre Ernährung 2013 vegetarisch und vegan umgestellt hat, findet der Blog auch in dieser Zielgruppe großen Anklang. Laut eigener Aussage rangiert die Seite unter den 20 beliebtesten deutschen Foodblogs.

Im April 2015 erschien das erste Kochbuch zum Blog unter dem Namen „KochTrotz – Kreativ genießen trotz Einschränkungen, Intoleranzen und Allergien“ im foodhacker Verlag. Vorgestellt werden 70 Rezepte, welche je nach Bedarf variiert werden können.

Lecker Ohne

Mein erster Anlaufpunkt war jedoch lecker-ohne.de. Die Seite setzt sich aus einer Koch-Community im Stile von Chefkoch und einer Einführung in die Besonderheiten der Intoleranzen, Allergien und Einschränkungen zusammen. Auch Patientien mit Beschwerden wie Mukoviszidose, Rheuma und Mangelernährung finden hier Anregungen für ihren Ernährungsplan.

Gegründet wurde die Seite von Alexandra Hirschfelder und Sabine Offenborn, beide zertifizierte Diätassistentinnen.

Durch einerseits professionell untersuchte und mit Gütesiegel ausgestattete Rezepte, welche die Verträglichkeit garantieren, und anderseits abwechslungsreiche Beiträge von Nutzern, ist eine umfangreiche Datenbank für jegliche Einschränkung entstanden. Mein persönlicher Favorit ist der supercremige fruktosefreie Schokoaufstrich, der auch häufig von meiner gesunden Bekanntschaft nachgefragt wird.

Im Februar 2015 erschien das Buch „Lecker ohne… Fruktose: Genussvoll essen trotz Fruktoseunverträglichkeit.“ in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Es gibt einen Überblick über die Beschwerden und zeigt die Verträglichkeit von Nahrungsmittel auf. Daneben werden die besten Rezepte für jede Mahlzeit vorgestellt.

Ein Leben ohne Rezepte aus dem Internet? Nein danke!

Fest steht: Ohne Projekte wie KochTrotz oder Lecker Ohne kann man als Betroffener ganz schön ratlos sein, wenn Allergien und Intoleranzen diagnostiziert werden. Viele Fachärzte können zwar eine Diagnose stellen, kennen sich aber mit der Umsetzung der nötigen Diät nicht aus. Helfen können Diätassistenten und Ernährungsberater, welche gerade im Zusammenhang mit Kreuzallergien (mehrere Einschränkungen treffen aufeinander) wichtig sind. Wohnt man aber weit ab vom Schuss, ist das Internet meist die einzige Informationsquelle. Foodblogs und Koch-Communities helfen den Betroffenen sich gegenseitig zu unterstützen, schüren die Kreativität und verhindern Verzagen, auch wenn die neuste Leckerei mal wieder auf den Magen schlägt.

Autorin: Beatrix Dombrowski

Essen: Die Geschichte des Kochbuchs

Essen: Die Geschichte des Kochbuchs

In den kommenden Wochen dreht es sich hier auf dem Blog um eine unserer Lieblingsbeschäftigungen schlechthin: das Essen. Im Zuge des Kochbuch-Booms der letzte Jahre gibt es bei der Vielzahl der Rezepte nichts, was es nicht gibt. Um den Einstieg in das Thema mit etwas Vorwissen zu bereichern, geht es diese Woche erst einmal auf eine Reise in die Geschichte des Kochbuchs in Deutschland.

Wir befinden uns im Mittelalter, im Jahr 1350, in dem das älteste erhaltene Kochbuch Deutschlands daz buch von guter spîze erschien, damals noch ganz typisch als Teil eines Medizinbuchs. Auf die erste eigenständige Rezeptsammlung hingegen wartete man bis ins Jahr 1485, wo Peter Wagner in Nürnberg die Küchenmaysterey herausgab. Die Rezepte, noch ohne jegliche Mengenangaben, richteten sich an Köche der feinen Küche, wie sie an Höfen von Grafen und dem gehobenen Bürgertum zu finden waren. Noch bis in das Jahr 1674 lassen sich Nachdrucke dieses Werkes nachverfolgen.

Von der Hausväter- zur Hausfrauenliteratur

Kochbücher für jeden Geschmack © Beatrix Dombrowski
Kochbücher für jeden Geschmack © Beatrix Dombrowski

Mit der Zeit entwickelte sich aus den bis dato eher anspruchsvollen Rezeptbüchern die sogenannte Hausväterliteratur. Da Kochbücher sich meist noch an Männer richteten und eben diese Haus und Hof verwalteten und lesen konnten, enthielt die Literatur neben Rezepten fortan auch Tipps und Tricks rund um das Anwesen, zum Beispiel die richtige Säzeit für das Gemüse im Garten.

Um so weiter wir uns in der Geschichte fortbewegen, desto mehr erstarkte auch das Bürgertum. Allgemeine Schulbildung ebnete nun auch Frauen den Weg zur Literatur und machte so im Einklang mit der bürgerlichen Küche immer mehr Hausfrauen zu Kochbuchautorinnen. Die Hauswirtschaft fand Einzug in ihre Werke und dank dem Kochbuch als beliebtes Hochzeitsgeschenk stiegen die Auflagen weiter. Ein Beispiel dafür ist das 1791 erschienene Neue Kochbuch von Luise Löffler, welches bis ins 20. Jahrhundert hinein 38 Auflagen hatte. Wohl auch dank der vereinheitlichten Maße und Gewichte, welche zusammen mit Umrechnungstabellen nach der Reichsgründung ein fester Bestandteil von Kochbüchern wurden.

Der größte Bestseller des 19. Jahrhunderts

Das praktische Kochbuch, erschienen 1845, war das erfolgreichste Rezeptbuch des 19. Jahrhunderts. Nach mehr als 8 Jahren des Kochens, Sammelns und Verfeinerns veröffentlichte der Bielefelder Verlag Velhagen & Klasing das Erstlingswerk von Henriette Davidis. Bis zu ihrem Tode im Jahr 1876 gab es 56 Auflagen mit bis zu 40.000 Exemplaren, sogar in Milwaukee (USA) erschien es 1879 in deutscher Sprache, mit angepassten amerikanischen Maßen und Zutaten.

Auch nach Ablauf der Schutzfrist im Jahr 1906 vermarkteten viele Verlage das Werk in bearbeiteten Versionen weiter.

Entwicklung bis ins 21. Jahrhundert

Noch bis in das 20. Jahrhundert hinein fehlten den Kochbüchern exakte Mengen- und Temperaturangaben. Doch mit der Entwicklung kamen eben diese hinzu, auch bildhafte Anweisungen hielten Einzug in die Rezepte. Durch Tourismus und Einwanderung entwickelte sich die internationale Küche, gefolgt durch Kochbücher mit den Speisen sämtlicher Nationen.

1911 erschien erstmal das Dr. Oetker Schulkochbuch, welches heute mit über 19 Millionen verkauften Exemplaren zu den meistverkauften Kochbüchern weltweit zählt. 1937 kam Der Junge Koch dazu und ist bis heute ein Standardwerk an Berufsschulen für Köche.

Im Laufe der Zeit sättigte sich der Markt der Kochbücher. Heute finden sich für jede Art von Küche mehrere verschiedene Ausgaben, Trends wie Veganismus mit seiner Welle an neuen Büchern schüren das Feuer der Sättigung weiter. Die Garzeit dieser Sparte ist längst vorüber, vor allem auch durch intermediale Konkurrenz wie chefkoch.de und diverse TV-Shows.

Und somit endet unser kleiner Ausflug in die Geschichte. Wem jetzt noch nicht der Kopf vor Zahlen schwirrt, darf auf die weitere Entwicklung des Kochbuchs gespannt sein!

Autorin: Cindy Schulze

Lifestyle: BARBARA will den Zeitschriftenmarkt aufmischen

Lifestyle: BARBARA will den Zeitschriftenmarkt aufmischen

Die Gesamtreichweite von Magazinen in der Bevölkerung ab 14 Jahren beträgt attraktive 90,2 Prozent. Daher möchte sich wohl von diesem Stück der Branche auch das Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr eine weitere Scheibe abschneiden. Mit einer starken Marke und einem neuen Konzept startet ab Herbst die monatliche Frauenzeitschrift BARBARA

Seien wir mal ehrlich: Egal ob nun Elle, JOY, Brigitte oder Petra – sie vermitteln doch immer dasselbe. Wie backe ich mir den perfekten Kuchen (oder Mann), welche Diät macht mich am besten gleich morgen schlank und welches Kleid soll es sein, falls es mit dem Abnehmen doch nicht klappt.

Jede Frauenzeitschrift ist somit in diesem gesättigten Markt leicht austauschbar. Die BARBARA hingegen möchte dies nicht sein. Keine Diättipps oder Anti-Cellulite-Wunder und erst recht nicht die 69 besten Sextipps. Als Zielgruppe wurden die Frauen zwischen 30 und 55 auserkoren, die voll im Leben stehen und zwischen dem alltäglichen Chaos und öffentlichen Druck lieber mehr Spaß haben möchten.

Barbara Schöneberger mit der BARBARA © Franziska Krug
Barbara Schöneberger mit der BARBARA © Franziska Krug

Namensgeberin des Magazins und auch Teil des Teams, ist dabei niemand geringeres als Barbara Schöneberger. Nach Kartoffelsalat und dem ESC möchte die 41-jährige Moderatorin und Sängerin jetzt Leserinnen vermitteln, dass ein Leben jenseits von Perfektionismus und Kleidergröße 36 völlig normal und auch in Ordnung ist. Eben ein Magazin für selbstbewusste, echte Frauen.

Dank der hohen Bekanntheit von Frau Schöneberger und mit ihr als Kennzeichen, dürfte das Konzept aufgehen. Immerhin stehen Marken doch für ein Gefühl des Vertrauens und führen zu einer hohen Kaufbereitschaft. Diese wird der Verlag auch brauchen, denn mit einem Preis von 3,80€ befindet sich die BARBARA schon im Bereich der Premiummagazine. Mutig ist gleichermaßen die geplante Startauflage von 350.000 Stück, womit man sich zwischen den beiden größten monatlichen Frauenzeitschriften InStyle und Glamour einreiht.

Über den genauen Inhalt der BARBARA kann man bisher nur spekulieren. Wenn sich die Redaktion allerdings wirklich abseits der typischen Magazine aufhält, darf Frau gespannt sein.

Mal sehen, ob es am Zeitschriftenregal mit Frau Schöneberger wirklich schöner wird!

Autorin: Cindy Schulze

Lifestyle: People – Neues aus der Promiwelt

Lifestyle: People – Neues aus der Promiwelt

Die Bauer-Verlagsgruppe hat mit einer Lizenzausgabe aus den USA ein neues Magazin auf dem Markt: People. Lizenzgeber des Magazins ist der Verlag Time Inc., welcher die People schon seit 1974 herausbringt.

© Monique Eckart
© Monique Eckart

Anfang März startete die erste deutsche Ausgabe mit 30 000 Exemplaren. Neben Closer, Joy, OK, IN, inTouch und Bunte ist People eine Erweiterung der Kategorie Lifestyle und Mode. Hinter der Idee von Bauer verbirgt sich nicht nur die Absicht für die Leser ein weiteres Promimagazin mit dem neusten Klatsch und Tratsch zu offerieren, sondern vor allem für Anzeigenkunden eine attraktivere Werbefläche zu bieten. Denn die Anzeigenkunden aus dem Mode- und Lifestyle-Bereich bevorzugen für ihre Premium-Anzeigen bekanntermaßen einen Platz an der Sonne. Im Unterschied zu inTouch oder Closer kommt People mit den „netten Geschichten“ daher. Keine bösen Storys über dubiose Affären, Jugendsünden oder Abstürze – in der People sind alle glücklich und erfolgreich. So schwebt Kate Middelton in einer der Mai-Ausgaben der People im Babyglück und in der inTouch wird sie von ihrer Schwester gehasst.

Im März dann aber gleich das böse Erwachen für den Verlag: Das Magazin ist in deutschen Läden noch kein Kassenschlager. Die Auflage wurde auf 250 000 reduziert. Im Vergleich zu den USA, wo wöchentlich dreieinhalb Millionen Ausgaben verkauft werden, ist das mager und keine wahrliche Konkurrenz zu Gala und Bunte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Im gleichen Atemzug wird zweieinhalb Monate nach Ersterscheinung mit einer neuen Werbekampagne um Aufmerksamkeit geeifert. Die Kampagne umfasst TV-Spots sowie Anzeigen in Print und Online. Damit richtig Schwung in die Sache kommt, wurde für die Umsetzung eine neue Agentur beauftragt. Die neue Kampagne soll „lauter“ und „aggressiver“ in Erscheinung treten und damit für mehr Verkaufszahlen sorgen.

Schade, dass im Aufbau keine Highlights auf sich warten, mit einem Reise- und Einrichtungsteil, Rezepten und Beautytipps unterscheidet die People sich kaum von anderen Zeitschriften ihrer Art. Dafür ist sie reichhaltig mit Bildern bestückt, glänzt in größerem Format und ist mit 2,90 Euro auf jeden Fall bezahlbar.

Ein so großer Coup, wie es angekündigt wurde, war der Launch des deutschen Magazins nicht. Als bekannte Marke wird sich die People sicherlich ihren Platz auf dem belegten Markt erobern. Wie groß ihr Marktanteil letztlich sein wird, ist aber fraglich.

Autorin: Monique Eckart

Indies: E-Book-Verlage treiben die digitale Lesekultur voran

Indies: E-Book-Verlage treiben die digitale Lesekultur voran

Moment mal – E-Book-Verlage in Zeiten des Selfpublishing? In denen jeder ohne größere Einschränkungen eigene E-Books publizieren kann? Eine gewisse Skepsis scheint berechtigt zu sein. Doch einige junge Digitalverlage vertreten mit viel Einsatz und Kreativität ihren Anspruch auf Existenzberechtigung.

© berc - Fotolia.com
© berc – Fotolia.com

Das Zentrum der Szene ist schnell ausgemacht. An der Berliner Start-up-Luft scheinen nämlich auch einige E-Book-Verlegerinnen Gefallen gefunden zu haben. Zu ihnen zählen Christiane Frohmann (Frohmann Verlag), Zoë Beck (CulturBooks) und Nikola Richter (mikrotext). Besonders auf Letztere wurden viele aufmerksam, als sie den Young Excellent Award des Deutschen Buchhandels für ihre „Literatur von morgen“ erhalten hat. Aufmerksamkeit versuchten sie und ihre Kolleginnen auch mit der Ausrichtung der ersten Electric Book Fair 2014 in Berlin zu erreichen. Denn alle drei verbindet ein gemeinsames Ziel: Die Wahrnehmung und Sichtbarmachung des E-Books als Vermittler eines kreativen digitalen Literaturangebots zu stärken.

Pioniere und Erfolgreiche

Ein Pionier der Digitalverleger ist Jürgen Schulze vom Null Papier Verlag. Als einer der Ersten erkannte er die Möglichkeiten bei der Einführung des Kindle Direct Publishing 2011 in Deutschland und hatte mit seiner Neuauflage der Grimms Märchen auf Anhieb großen Erfolg. Davon angetrieben baute er ein Verlagsprogramm auf, das zum Großteil aus Neuauflagen gemeinfreier Werke besteht. Heute setzt er nach eigenen Angaben rund 30 000 E-Books pro Monat ab. Eine weitere Erfolgsgeschichte stammt von der dotbooks-Verlegerin Beate Kuckertz. Als erfahrene Branchenkennerin entschied sie sich 2012 einen eigenen Digitalverlag für Unterhaltungsliteratur zu gründen. Mittlerweile sind fast 600 Titel erschienen und sie und ihre elf Mitarbeiter können von den Einnahmen leben.

Digitalverlage – gut, dass es sie gibt

Die Frage, warum es überhaupt Digitalverlage geben sollte, ist nun leicht zu beantworten. Es sind die engagierten Verlegerinnen und Verleger, die sich ganz dem Medium E-Book als Literaturvermittler verschrieben haben und sich für dessen größtmögliche Verbreitung und Anerkennung einsetzen. Neben dem traditionellen Verlagswissen warten einige außerdem mit einer größeren Anzahl an Followern auf, was für digital unerfahrene Autoren, die sich zwischen Selfpublishing und Digitalverlag entscheiden müssen, ein entscheidender Pluspunkt sein kann. Dass sie aber lange nicht jeden Autoren publizieren, spricht für die Digitalverlage und ihre Aufgabe als kulturelle Filterinstanz. Denn bei dieser wichtigen Aufgabe, die in Zeiten des Selfpublishings noch an Bedeutung gewonnen hat, stehen die digitalen in keiner Weise hinter den traditionellen Verlagen zurück.

Autor: Fabian Schwab

London Book Fair: Tipps für künftige Verlagsmenschen

London Book Fair: Tipps für künftige Verlagsmenschen

© Stephanie Hübner
© Stephanie Hübner

Nicht nur für die alten Hasen hielt die London Book Fair 2015 allerhand Seminare bereit. Auch die Young Professionals konnten dank entsprechenden Podiumsdiskussionen wertvolle Hinweise für die Karriereplanung mitnehmen. Unsere Top 10:

  1. Skill up! Helen Youngs von der Personalagentur inspired selections ruft alle Berufseinsteiger auf, sich ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen bewusst zu werden. „Erzählt welche besonderen, auch übertragbaren Fähigkeiten ihr mitbringt. Der Lebenslauf lässt das nicht immer erkennen.“ Ihr Tipp: Kompetenz-Tutorials auf lynda.com.
  2. Move around! Gute Einstiege bieten Volontariate (in UK sind das Assistenzstellen). Wenn ihr flexibel und aufgeschlossen seid, könnt ihr hier euer Organisationstalent beweisen. Ihr könnt lernen Märkte zu beobachten, Veränderungen schnell zu erkennen und Problemlöser zu sein. Erwerbt Social-Media-Know-How, versucht Webseiten zu bauen und setzt euch mit SEO auseinander. Sicher, alles kann man nicht können. Aber solches Basiswissen fördert abteilungsübergreifendes Denken – eine in London oft gehörte Wortkombination. Wer hier brilliert, hat gute Chancen weiterzukommen.
  3. Be nosy! Alison Baverstock (Kingston University) wünscht sich Nachwuchskräfte, die sich nicht scheuen Fragen zu stellen. Natürlich könnt ihr (noch) nicht alles wissen.
  4. Be self-confident! „Ein Studium im Verlagswesen gibt euch die Möglichkeit ein Leistungsangebot zu versprechen, noch bevor ihr aktiv werdet. Ihr wisst worauf es in jedem Job eines Verlagshauses ankommt, nicht nur in eurem. Nutzt das!“, fordert Baverstock.
  5. „Work for Indies!“, rät Bridget Shine, Vorstandsvorsitzende der Independent Publishers Guild. Praktika in unabhängigen Verlagen bieten oft umfassende Einblicke in alle Bereiche.
  6. Plan ahead! Überlegt euch, wo euer Platz in der Branche sein soll und plant mit welchen Schritten ihr das erreichen könnt. Das erleichtert sich zu fokussieren – selbst, wenn sich der Plan auf halbem Weg ändert.
  7. Network! In einer Industrie, die sich besonders durch die Menschen auszeichnet, die in ihr arbeiten, sind Beziehungen oft sehr wichtig.
  8. „Short applications!“, empfiehlt die Pengiun-Personalerin Ellie Pike. Gerade große Unternehmen suchen bei 2000 Einsendungen pro Stelle nicht lange nach Besonderheiten, sie müssen ins Auge stechen. Beständigkeit und Persönlichkeit sollten daraus klar hervorgehen. Das Anschreiben soll den Lebenslauf nicht wiederholen. Im Zusammenhang mit euren Fähigkeiten darf Beachtenswertes jedoch gern erzählt werden. Richtet den Text auf eure Wunschstelle aus und zeigt, dass das Verlagswesen genau euer Business ist. Berichtet zum Beispiel, was euch in einem Praktikum besonders gut gefallen hat.
  9. Practice video interviews! Die Digitalisierung macht auch vor Vorstellungsgesprächen nicht halt. Große Häuser verwenden im Auswahlprozess mittlerweile non-live und live Videointerviews. Vorbereitungen: Übt das Reden vor dem Bildschirm, überprüft eure Technik und sorgt für eine stabile Internetverbindung. Regel: Inhalt vor Style. Lasst den Anzug im Schrank und überzeugt die Personaler mit eurer Persönlichkeit. Kein Grund nervös zu sein. Zweck dessen ist, dass ihr in gewohnter Umgebung freier erzählen könnt. Achtung Falle: Insbesondere bei non-live Videos ist die Zeit begrenzt – aber auch in Echtzeit-Gesprächen solltet ihr nicht ins Schwatzen geraten.
  10. You are you! Versucht nicht euch zu verstellen, denn das wird auffallen. Bleibt authentisch, schließlich wollt ihr das im Job dann auch sein.

Hilfreiche Links:

http://www.ipg.uk.com/jobs

https://www.inspiredselection.com/

http://www.publishers.org.uk/careers-in-publishing/

https://prhcareers.wordpress.com/

Übrigens: Auch Studierende der naturwissenschaftlichen Studiengänge sind den Verlagen willkommene Fachkräfte. Sie können zum Beispiel Pricing Analytics Manager oder Systemarchitekten werden.

Autorin: Stephanie Hübner