Ein wackliger Start ins Wintersemester 20/21

Das zweite „Corona-Semester“ beginnt

Seit dem 11.März 2020 ist Covid-19 offiziell von der WHO als Pandemie deklariert und die Hochschulen in ganz Deutschland standen vor dem gleichen Problem, wie viele anderen Unternehmen, Organisationen und Veranstalter auch. Welche Vorsichtsmaßnahmen sind in dieser Situation angebracht und welche Einschränkungen dafür notwendig?

Die HTWK Leipzig verschob den Anfang des Sommersemesters, sowie Veranstaltungen – wenn sie nicht abgesagt wurden, die Bibliothek und Sporthalle wurden geschlossen und alles was digital möglich war, wurde umgestellt. Dadurch entstand natürlich viel Unsicherheit, sowohl die Mitarbeiter*innen der HTWK, als auch die Studierenden waren anfangs überfordert mit der plötzlichen Umstellung. Nun haben wir das erste Semester in diesen merkwürdigen Zeiten geschafft und es zeigte uns, dass man sich schneller als erwartet an ungewohnte Situationen anpassen kann. Irgendwie wurde das E-Learning zur Routine und man konnte auch einige Vorteile daran eingestehen. Wie sieht es nun aber nächstes Semester aus?

Was erwartet uns?

Die anfängliche Ansicht, nach einem Semester wird schon alles wieder seinen gewohnten Gang nehmen, hat die Allgemeinheit aufgegeben. Der feste Glauben an ein „Zeitlimit“ verflüchtigt sich immer mehr. Somit die berechtigte Frage, wie wird das nächste Semester nun weitergehen?

Leider wird auch dieses Semester sehr wacklig starten, mit „unklaren Rahmenbedingungen“, wie es in einer offiziellen Erklärung der HTWK heißt. Der Start für Studienanfänger*innen wurde auf den 26. Oktober verschoben, während die höheren Semester schon am 12.10 mit dem Vorlesungszeitraum beginnen. Viele Lehrveranstaltungen sollen weiter digital stattfinden. Was das für die einzelnen Studiengänge heißt, wurde noch nicht näher erläutert.

Am 25.09 wurde dazu ein aktualisiertes Hygienekonzept der HTWK Leipzig veröffentlicht, das ab dem 01.10 auf unbestimmte Zeit gilt. Die meisten Schutzmaßnahmen sind uns schon aus anderen Lebensbereichen bekannt. Priorisiert werden die Lehrveranstaltungen der Erst- und danach der Zweitsemester. Jedoch werden Präsenzveranstaltungen der höheren Fachsemester nicht ausgeschlossen.

Abwarten und Tee trinken

Denn mehr können wir in dieser Situation nicht ausrichten. Die Mitarbeiter*innen der HTWK versuchen ihr Möglichstes, dieses Semester auf die Beine zu stellen und ihnen die Schuld in die Schuhe zu schieben, bringt niemanden weiter. Absichtlich legt uns niemand Steine in den Weg, denn auch wenn die Situation sich scheinbar entspannt hat, wird COVID-19 für das nächste Semester nicht einfach verschwinden und die Auflagen, an die sich die Hochschule halten muss, somit leider auch nicht. Dass diese sich ständig ändern, vereinfacht die Planung nicht.

Die wichtigsten Informationen werden schon zum gegebenen Zeitpunkt veröffentlicht und wenn nicht, sind auch wir – die Studierenden – nicht die Schuldigen. Somit können wir uns den Stress, unter den wir uns setzen, auch sparen.

Dies gilt tatsächlich für die meisten Situationen, in denen man sich Druck macht. Aber wie heißt es doch so schön: Leichter gesagt, als getan.

Autorin: Senta Keller
Bildquelle: pexels.com

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