Halloween – Eine schaurig schöne Tradition

Der Oktober neigt sich langsam dem Ende zu und der Herbst ist bereits in vollem Gange. Einige Eifrige freuen sich schon jetzt auf den weihnachtlichen Dezember mit Geschenken, Plätzchen und Lichterketten. Doch wer sich die nächtlichen Straßen genau ansieht, wird zuvor noch etwas anderes erkennen.

Die Städte werden von den ausgehölten Fratzen großer Kürbisse erleuchtet, welche lange Schatten über die Häuserfassaden werfen. Vielerorts findet man dekorative Spinnennetze, Totenköpfe oder andere gruselige Dekoration.

Die gruseligste Nacht des Jahres

„Süßes, sonst gibt’s Saures“ lautet der Spruch, den viele Süßigkeiten liebende Monster am Ende des Oktobers wieder von Haustür zu Haustür wandern lässt. Und wenn verkleidete Kinder an unserer Haustür klopfen, dann heißt das: Halloween steht mal wieder vor der Tür.

An Halloween werden Kürbisse geschnitzt, das Haus in eine spukende Villa verwandelt und das gruseligste Kostüm übergeworfen, das man finden kann. Für viele heißt Halloween, dass am Abend Kinder an ihrer Haustür klingeln, um sie nach allerlei Süßigkeiten zu fragen. Es gibt jene, die den Kostümierten gerne die Tür öffnen und schon allerlei Süßkram bereithalten und jene, die damit am liebsten gar nichts zu tun hätten.

Die Tradition von Halloween

Es ist der Beginn der dunklen Jahreszeit und nach keltischem Kalender die Nacht des neuen Jahres. Samhain heißt jenes Fest, welches von den Kelten als eines der vier großen irisch-keltischen Feste zu jedem Vierteljahr gefeiert wird und bei uns als Halloween bekannt ist.

Neben unserer Welt gibt es bei den Kelten noch eine Anderswelt, in der mystische Wesen sowie die Toten wohnen. Diese Welt ist durch einen dünnen Schleier von unserer Welt abgetrennt. Einmal im Jahr ist der Schleier zwischen den Welten jedoch so dünn, dass jene Wesen diese Grenze passieren können. Samhain ist eben jener Tag, an dem die Lebenden und die Toten aufeinandertreffen können.

Eine weitere Legende besagt, dass die Toten sich an diesem Tag die Lebenden holen, die im nächsten Jahr sterben sollen. Damit die außerweltlichen Besucher nicht merken, dass die Lebenden unter ihnen wandern, verkleidet man sich als furchteinflößendes Monster, um nicht aufzufallen und entdeckt zu werden.

Der Name Halloween entstand mit der Christianisierung durch die Kirche. Diese bezeichnete das Fest als „All Hallows Eve“, da es am Vorabend zu Allerheiligen gefeiert wurde. Der große Einfluss der Kirche setzte sich durch und heute kennt man das Fest unter Halloween.

Der Ursprung der geschnitzten Kürbisse

Auch die allseits bekannten geschnitzten Kürbisse finden ihren Ursprung in irischen Sagen. Laut einer Legende überlistete ein Mann namens Jack mehrmals den Teufel und schloss mit ihm einen Handel ab. Der Teufel würde seine Seele nicht holen. Als dieser Mann dann starb, wurde ihm aufgrund seiner Taten der Weg in den Himmel verwehrt und Jack wurde zum Teufel geschickt. Der Teufel hielt sein Versprechen, war aber über Jacks Erscheinen so aufgebracht, dass er ihm ein Stück Höllen-Kohle hinterhergeworfen haben soll. Dieses glühende Stück Kohle steckte Jack in eine ausgehöhlte Rübe und benutzt sie seither als Laterne. Als verlorene Seele streift er seitdem umher.

Als irische Einwanderer diese Sage mit nach Amerika brachten, wurde aus der Rübe der geschnitzte Kürbis, welcher im Englischen als „Jack O’Lantern“ bekannt ist. Einen Kürbis vor dem Haus aufzustellen, macht den Geistern weiß, hier hause schon eine verlorene Seele wie die von Jack.

Autor: Julia Rodner
Bild:
freepik.com

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