Neue Ideen für den Buchhandel

Buchhandlungen sind lange nicht mehr nur Verkaufsstellen für gedruckte Ware. Neue und einzigartige Ideen sind gefragt um mit dem Internethandel mitzuhalten und die Kunden in die Buchhandlungen zu locken. Im Folgenden werden einige Entwicklungen der letzten Jahre vorgestellt.

Genialokal.de

Um lokale Buchhändler*innen zu unterstützen wurde 2015 das Gemeinschaftsprojekt genialokal ins Leben gerufen. Über 700 Buchhändler*innen haben sich dem Projekt angeschlossen und bieten ihr Sortiment vor Ort und Online an. Für Kund*innen stehen sowohl gedruckte Bücher als auch Hörbücher, eBooks und vieles mehr zur Verfügung. Die Plattform bietet an, einen Buchladen auszuwählen und sich die Bücher entweder nach Hause liefern zu lassen oder zur Abholung in die Buchhandlung zu bestellen. Des Weiteren ist auf der Website direkt einsehbar, ob sich das gewünschte Produkt aktuell im Sortiment befindet. Kund*innen können die Produkte ebenfalls kostenlos reservieren.

Hugendubel

Im Jahr 2018 eröffnete Hugendubel in München eine neue Filiale, in welcher das Sortiment nach „Lesewelten“ geordnet ist. Das heißt, dass die Besucher nun nicht mehr Kategorien wie Sachbuch oder Belletristik vorfinden, sondern fünf neu entstandene Lesewelten. Eine der Lesewelten beispielweise nennt sich „Abtauchen“. Hier gibt es vorwiegend fiktive Werke wie Fanasy- und Jugendbuchromane. In einer anderen Lesewelt namens „Fenster zur Welt“ werden den Kund*innen Reiseführer und ähnliches angeboten. Neben der neuen Sortierung des Sortiments wurde in der Filiale ebenfalls eine Showküche für Veranstaltungen installiert, ein Ruheraum eingerichtet, ein Lesecafe und eine „Insta-Bühne“ für Fotos aufgebaut. Des Weiteren bietet Hugendubel an, alle Bücher kostenlos auf dem Smartphone zu lesen, solange man im Filial-WLAN eingeloggt ist. Ein weiterer Shop dieser Art wurde 2019 in Berlin eröffnet.

„Scan & Go“

Auch aufgrund der Corona-Krise sind neue Ideen gefragt. Thalia Mayersche führte Ende Oktober 2020 eine Möglichkeit zum kontaktlosen Zahlen ein. Die Kund*innen können demnach mit Hilfe der Thalia App und einem Thalia-Mayersche Kundenkonto ihre Produkte mit dem Smartphone selbstständig einscannen und die gewünschte Zahlungsmethode auswählen. Der zu zahlende Betrag wird nachträglich abgebucht und somit ist kein Kassenbesuch mehr nötig. Thalia Mayersche versucht im Hinblick auf das kommende Weihnachtsgeschäft mit dieser neuen Möglichkeit die Schlangen an den Kassen zu minimieren und die Kontaktpunkte zu reduzieren.

Libri Campus Ideenwettbewerb

Jedes Jahr können Buchhandlungen bei diesem Wettbewerb 500 Euro Projektbudget gewinnen. Die eingereichten Projekte orientieren sich an der „Relevanzmethode“, einem Leitfaden für Buchhandlungen um unter anderem neue Zielgruppen zu akquirieren. 2019 erhielten einige Buchhandlungen Preise. Die Buchhandlung Bücherwurm aus Adelsried entwickelte ein Nachhaltigkeitsprojekt zusammen mit einer Grundschule. Im Rahmen dieses Projekts fanden Workshops statt. In Reppenstedt bot und bietet die Buchhandlung Vogel Bücherpicknicks für Mütter an.

Mit immer neuen kreativen Ideen und Veränderungen entwickelt sich der Buchhandel Stück für Stück weiter. Andersartige und innovative Konzepte sorgen für ein neues Kauferlebnis für alle Buchliebhaber.

Autorin: Tanja Müller
Bildquelle: https://images.pexels.com/photos/3952071/pexels-photo-3952071.jpeg?auto=compress&cs=tinysrgb&dpr=2&h=650&w=940

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