Lerche liest: Sommerliche Urlaubslektüre

Lerche liest: Sommerliche Urlaubslektüre

© pixabay

Na, habt Ihr schon die Koffer gepackt? Liegen Flug- und/oder Festivaltickets bereit? Das Auffrischen der Fremdsprachenkenntnisse reicht vielleicht noch für ¡Otra cerveza, por favor!” (dt. Noch ein Bier, bitte!), sollte Malle euer Ziel sein. Wir träumen uns auch schon in die Post-Prüfungsphase, wo die langen Nächte zum Tanzen und nicht zum Lernen genutzt werden. Egal ob Ballermann, Bayrischer Wald  oder Balkonien – wir schicken Euch literarisch schon mal in den (wohlverdienten) gedanklichen Urlaub!

„Ohne ein einziges Wort“ von Rosie Walsh

© Goldmann

 

Es könnte nicht schöner sein: Sarah trifft auf Eddie und sie wissen beide, dass es die große Liebe ist. Nur sieben Tage braucht es und die frisch geschiedene Sarah ist Hals über Kopf verliebt. Eddie versichert ihr, er fühlt genauso, er will eine Zukunft mit ihr. Und dann kommt es ganz anders – Eddie fliegt in den Urlaub und ab da meldet er nicht mehr. Aufgewühlt sucht Sarah Trost bei ihren Freunden und die sind sich sicher: für Eddie war es nur eine kurze Sommerromanze. Sie fängt an nachzuforschen, halb verrückt vor Liebeskummer, und dann kommt sie Eddie und seinem Geheimnis immer näher. Was zunächst nach klischeehafter Lovestory klingt, überrascht durch eine unerwartete Wendung. Ein Roman bei dem man so einige Male ins Schmunzeln kommt.

 

 

Goldmann (Random House)

Taschenbuch, 528 Seiten, 9,99 Euro

ISBN: 978-3-442-48738-7

Mehr Infos unter: https://www.randomhouse.de/Rosie-Walshs-Debuetroman-/aid78944.rhd#Home

 

„Mein Sommer auf dem Mond“ von Adriana Popescu

© Cbt

 

Manche Jugendliche verbringen ihren Sommer im Ferienlager, doch wenn man eine Macke hat, dann landet man auch schon mal in einem psychiatrischen Zentrum. Und das ausgerechnet auf Rügen, wo alle um einen herum Urlaub machen dürfen. Die Astronauten wie sie als Gruppe genannt werden: Fritzi, Bastian, Tim und Sarah könnten sich besseres vorstellen als mit lauter gleichaltrigen Freaks über ihre Probleme zu reden. Die vier kommen aus verschiedenen Welten, doch ihr gemeinsamer „Sommer auf dem Mond“ macht sie zu Verbündeten. Als Leser kommt man ihnen sehr nah, fühlt ihre Ängsten und Krisen – eine sehr bewegende Geschichte, über das Gefühl auseinander zu fallen und doch wiedergefunden zu werden.

 

 

Cbt (Random House)

Paperback, 400 Seiten, 13,00 Euro

ISBN: 978-3-570-31198-1

Mehr Infos unter: https://www.randomhouse.de/Paperback/Mein-Sommer-auf-dem-Mond/Adriana-Popescu/cbj-Jugendbuecher/e528454.rhd

 

„Wir leben hier, seit wir geboren sind“ von Andreas Moster

© Eichborn

 

Es kommt ein Mann in das kleine Dorf in den Bergen „und dreht die Steine um und die Köpfe der Mädchen.“ Der Fremde soll feststellen, ob sich der Steinbruch dort noch lohnt. Die kühlen Bewohner leben von dem Kalkabbau und müssen zusehen wie ihr Dorf bröckelt und langsam stirbt. Eine Gruppe von Mädchen ahnt, dass der Teufel diesen Sommer Unheil über sie bringen wird. Sie kennen nichts anderes als ihr Dorf und dann überschlagen sich die Ereignisse. Eine in Maßen zu genießende Erzählung mit markantem Sprachstil. Die dichten Momentaufnahmen lassen viel Raum für Interpretation, doch dadurch wird es nur umso besser und beunruhigender.

 

 

 

Eichborn (Bastei Lübbe)

Hardcover, 176 Seiten, 18,00 Euro

ISBN: 978-3-8479-0627-8

Mehr Infos unter: https://www.luebbe.de/eichborn/buecher/sonstige-belletristik/wir-leben-hier-seit-wir-geboren-sind/id_5803612

Autorin: Danielle Schneider

Der Lerche-Freizeitplaner für Juli

Der Lerche-Freizeitplaner für Juli

Diesen Monat stelle ich euch meine Top 5 der absoluten Lieblingsorte in Leipzig vor. Dort kann man in der warmen Jahreszeit ganz ohne Veranstaltungsplaner hingehen und seine Seele baumeln lassen, ein Buch lesen oder selbst poetisch werden.

 

1. Markleeberger See

Pic Lerche-Kalender Juli 17/1 - Markleeberger See
© Viktoria Gamagina

Einer meiner Lieblingsplätze, wenn es warm wird, ist der Markleeberger See. Am besten, ihr sucht euch ein Plätzchen links oder rechts weiter vom Strand weg, da dieser an heißen Tagen oft sehr voll ist. Auf dem Weg zum perfekten Liegeplatz begegnen einem Kühe, Pferde und manchmal auch Schafe, die freundlich nickend ihr Gras mampfen. Hier könnt ihr auf der Wiese brutzeln und euren liebsten Schmöker lesen.

Gegen Abend, wenn die Sonne untergeht, glänzt das Wasser des Sees opalfarben. Da die Sonne auch schnell mal hinter dem Hügel verschwindet, hier der Geheimtipp: Es gibt einen etwas größeren Hügel, auf den man ohne Probleme hochkommt. Da kann man den Sonnenuntergang bis zum letzten Moment genießen.

 

Wie kommt man hin?

Mit Auto zum Parkplatz an der Auenhainer Str. 1, 04416 Markkleeberg. Mit den Öffentlichen zur Haltestelle Markleeberg-Ost und ein Stück laufen.

 

2. Uptown Coffee Bar

Pic Lerche-Kalender Juli 17/2 - Uptown Coffee Bar
© Viktoria Gamagina

Den besten Kaffee, den ich in Leipzig jemals getrunken habe, gibt es in der Uptown Coffee Bar. Der Milchkaffee hat ein mildes, samtiges Aroma, wohingegen der normale Filterkaffee einen ganz schön aus den Socken hauen kann. Das Ambiente ist sehr angenehm und man fühlt sich heimisch wie im eigenen Wohnzimmer. Hier kann ich Stunden mit meiner Freundin beim Plauschen verbringen, Leute aus dem Fenster beobachten und ein kleines Buch lesen. Manchmal gibt es hier auch Lesungen, oder Live-Musik.

 

Wie kommt man hin?

Die Adresse ist Riemannstraße 44, 04107 Leipzig.

 

3. Auenwald Leipzig

Pic Lerche-Kalender Juli 17/5 - Auenwald
© Viktoria Gamagina

Ein weiterer schöner Ort in der Natur, wenn ihr euch vor der Hitze der Sonnenstrahlen verstecken wollt, ist der Auenwald mit seinen schattenspendenden Bäumen. Hier gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel den sogenannten „Wackelturm“, der nicht ohne Grund so heißt. Nach einem etwas mühsamen Aufstieg werdet ihr mit einer majestätischen Aussicht über Leipzig belohnt (Koordinaten: 51.3569988,12.347393). Ganz in der Nähe vom Wackelturm befindet sich auch ein Grillplatz, bei dem ihr euch ein Würstchen braten könnt. Wenn ihr eine Hängematte habt, nehmt sie mit, hängt sie zwischen zwei Bäumen am Flußlauf auf und entspannt eine Runde.

 

Wie kommt man hin?

Zum Beispiel vom Zoo Leipzig aus zu Fuß oder mit dem Fahrrad Richtung Zöllnerweg.

 

4. Noch besser leben

Pic Lerche-Kalender Juli 17/4 - besser leben
© spooky_kid/pixabay.com

In das Noch besser leben in Plagwitz bin ich eher zufällig reingestolpert. Abends unter der Woche wusste ich noch nichts so recht mit meiner Zeit anzufangen und habe den Planer für Leipzig aufgeschlagen. Da stand etwas von einer Lesung mit einem komischen aber auch spannenden Namen – „Doppelspaltversuch am lebenden Menschen“. Dort angekommen war ich ganz erstaunt, wie viele Menschen außer mir auch nichts unter der Woche zu tun haben und in der Bar saßen. Im zweiten Stock fand die Veranstaltung statt – meistens gibt es dort eher kleine Konzerte. Der Inhalt der Lesung war recht philosophisch und ich hatte zum Schluss auch die Möglichkeit, mit dem Autor meine Gedanken auszutauschen. Der Abend ist mir sehr angenehm in Erinnerung geblieben und ich komme gern wieder, um dort ein Bierchen zu trinken – was ich euch allen empfehlen kann.

 

Wie kommt man hin?

Wer ein paar Bier trinken möchte, fährt lieber mit der Bahn statt mit dem Auto. Die Bahnhaltestelle Lützner-/ Mersburgerstr. befindet sich direkt vorm Lokal. Die genaue Adresse ist Merseburger Str. 25, 04229 Leipzig.

 

5. Buchhandlung Wörthersee

Pic Lerche-Kalender Juli 17/3 - Wörtersee
© Viktoria Gamagina

Ich mag kleine Buchläden mit besonders schönen Buchauslagen, die daneben auch wundervolle Papeterie anbieten. Die Buchhandlung Wörthersee ist genauso ein Buchladen, der einlädt zum Stöbern und Anschauen. Ich habe mich besonders in einen Holzschnitt mit dem Motiv einer Qualle verliebt, aber auch schöne Postkarten finden sich hier.

 

Wie kommt man hin?

Die Buchhandlung befindet sich am Peterssteinweg 7, 04107 Leipzig. Mit der Bahn zuerst zum Wilhelm-Leuschner-Platz und von da nur einige Gehminuten entfernt.

 

 

Autorin: Viktoria Gamagina