englisches Cover des Buches

Rezension des Romans „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardogu

Sechs gefährliche Außenseiter, ein unmöglicher Auftrag.

Das Lied der Krähen entführt nach Ketterdam, eine pulsierende Hafenstadt, in deren dunklen Gassen Bandenkriege toben. Hier hat sich Kaz Bekker als gerissene und skrupellose rechte Hand der Dregs einen Namen gemacht und leitet zusammen mithilfe der Spionin Inej und dem Scharfschützen Jesper ein lukratives Unterweltimperium. Sein Ziel: genug Geld zu verdienen, um den Tod seines Bruders zu rächen. Daher kommt ihm ein gefährlicher Auftrag mit einer gewaltigen Belohnung gerade gelegen. Doch diese gefährliche Mission wird er nicht allein erledigen können.

Kaz Bekker stellt ein Team aus fünf berüchtigten Außenseitern zusammen, um einen Magier mit gefährlichem Wissen aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt befreien. Zusammen mit Jesper und Inej, der Grisha Nina, dem Grishajäger Mathias und dem Alchemisten Wylan bricht Kaz auf in den Norden, um das zu schaffen was keiner vor Ihnen hat.

Der Auftakt von Leigh Bardoughs Diologie war erfrischend anders als alles, was ich in den letzten Jahren an amerikanischen Fantasy Young Adult Romanen gelesen habe. So sehr ich Geschichten über KönigInnen und mächtige KriegerInnen mag, war es interessant, einen Roman zu lesen, in dem nicht die prophezeiten Auserwählten die Protagonisten sind. Die Krähen sind Kriminelle, Außenseiter, Antihelden sie sind manchmal skrupellos und hinterhältig, sie haben gelernt, in einer harten Welt zu überleben. Die Charaktere sind einer der Aspekte, die mir am Buch gefallen habe. Die sechs Protagonisten sind so unglaublich vielschichtig und einzigartig. Jeder in der Gruppe hat seine eigenen Stärken und Schwächen, so das sich die sechs Mitglieder trotz ihrer charakterlichen Unterschiede sehr gut ergänzen und zusammenarbeiten können. Gerade die Gruppendynamik und Interaktionen zwischen den einzelnen Krähen waren wunderbar zu lesen. Es gab Humor und Spannungen und auch ein paar romantisch angehauchte Momente.

Neben den Charakteren hat mich Leigh Bardugos bildgewaltiger Schreibstil und das faszinierende Worldbuilding sehr von dem Buch überzeugt. Eine große Rolle spielen die Grisha, Menschen mit mächtigen magischen Fähigkeiten, wie die Herzentzweierin Nina zum Beispiel. Die eine der sechs Protagonisten des Buches ist und die Macht besitzt, den menschlichen Körper zu kontrollieren. Die Grisha werden wegen ihren Fähigkeiten in manchen Ländern bewundert, in anderen aber versklavt oder als Dämonen gejagt. Der Kampf der Grisha für ihre Freiheit und Akzeptanz spielt eine große Rolle in der Welt und ist auch im Lied der Krähen präsent, auch wenn er nicht der Hauptfokus des Buches ist. Die Welt der Grisha hat viele verschiedene Länder und Kulturen. Die Krähen selbst sind alle unterschiedliche Herkunft und haben verschiedene Ansichten und Ideologien. Es war sehr interessant, durch die Hintergrundgeschichten der Charaktere Einblicke in die anderen Orte des Grisha-Universums zu erhalten und hat mich neugierig gemacht, diese Welt in Leigh Bardugos anderen Büchern noch mehr zu erkunden.

Das Buch an sich war ein wilder Ritt mit Spannung, Humor und vielen unerwarteten und genialen Wendungen. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der gespannt auf den nächsten Teil macht.

Alles in allem ist der Roman ein kleines Fantasy Meisterwerk mit einzigartigen Charakteren, einem vibranten, vielseitigen Worldbuilding und abwechslungsreichem Plot. Eine klare Leseempfehlung von mir.

Autorin und Bild: Ella Weindel
beim Bild handelt es sich um die englische Ausgabe des Buches

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